Teil der Reihe: edition suhrkamp

Straße, Platz, Palast

Zur Architektur demokratischer Räume
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Inhaltsangabe

Menschen gehen auf die Straße. Die Öffentlichkeit wird als Marktplatz der Ideen beschrieben. Parlamente aus Glas verheißen politische Transparenz: Im Sprechen über Politik greifen wir häufig auf Metaphern aus und Bezüge zu Architektur und Städtebau zurück. Und tatsächlich preisen »Starchitekten« ihre Entwürfe als Beiträge zum Gelingen der Demokratie an. Aber gibt es wirklich so etwas wie eine demokratische Architektur?

In seinem neuen Buch verknüpft Jan-Werner Müller auf brillante Weise die Geschichte von Städtebau und politischem Denken. Er reist in die Antike und betrachtet die Realität hinter oftmals idealisierten Orten wie der Agora oder dem Forum. Er untersucht kritisch das Symbol deutscher Demokratie, die viel gepriesene Reichstagskuppel in Berlin, er inspiziert Planstädte in der ägyptischen Wüste und Louis Kahns brutalistisches Parlamentsgebäude in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Am Ende dieser Tour d’Horizon stehen sieben Bausteine für das Denken über Demokratie und Architektur. Und die Einsicht, dass eine demokratische Architektur den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder die Möglichkeit geben muss, sich gegenseitig aus überraschenden Blickwinkeln wahrzunehmen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 19.05.2026
  • Autor/Autorin: Jan-Werner Müller
  • Übersetzung: Michael Bischoff (aus dem Englischen)
  • Reihe: edition suhrkamp
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/124/20 mm
  • Seitenanzahl: 267
  • ISBN: 9783518001356
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Vom Autor des Bestsellers Was ist Populismus?
  • Brillante Verknüpfung von Architektur- und Ideengeschichte
  • Hochaktuell und mit vielen anschaulichen Beispielen
Pressestimmen
»Ein Buch zum Nachdenken über Bauten und Wahrnehmungen mit vielen historischen Blick- und Leseachsen, das sehr zu empfehlen ist.«
Britt Schlehahn, Kreuzer Leipzig, 6. Oktober 2026
»Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über die politische Dimension gebauten Raums und dessen Bedeutung für demokratische Öffentlichkeit.«
werk, bauen + wohnen, 29. September 2026
»[Eine] scharfsinnige, oft auch spitzzüngige Analyse ...«
Nina Apin, wochentaz, 21. August 2026
»Ein hervorragender Essay, in dem man mehr über die Schwachstellen moderner Demokratien lernt als in mancher Krisenliteratur.«
Dr. Martin Gegner, Portal für Politikwissenschaft, 4. August 2026
»Jan Werner Müller ist ein ebenso gelehrtes wie inspirierendes Buch gelungen, das lange nachhallt und zu den stärksten politisch-kulturwissenschaftlichen Veröffentlichungen der jüngeren Zeit gezählt werden darf.«
Sebastian Meißner, Sounds & Books, 29. Juli 2026
»Straße, Platz, Palast ist weit mehr als ein Buch über Architektur. Es ist ein Buch darüber, wie Gesellschaften sich selbst entwerfen ... Selten gelingt es einem Sachbuch, den Blick auf die alltägliche Umgebung derart nachhaltig zu verändern.«
Sebastian Meißner, Sounds & Books, 25. Juli 2026
»[Dieses Buch] übt und weitet den Horizont.«
Christiane Enkeler, Deutschlandfunk, 6. Juli 2026
»Der Princeton-Politologe beschreibt sehr lesenswert, wie wir Orte formen, an denen wir zusammenleben – und wie das unser Zusammenleben formt.«
Mladen Gladić, WELT AM SONNTAG, 5. Juli 2026
»Es geht [Müller] um die Erschließung des Zusammenhangs zwischen Architektur und Macht, auf äußerst detailreiche, fast enzyklopädische Weise.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 17. Juni 2026
»Architektur löst keine politischen Probleme, aber sie gibt der Politik einen Rahmen. Wie tiefgreifend das ist, das macht Jan-Werner Müllers Buch höchst anschaulich.«
Silke Hennig, Deutschlandfunk Kultur, 30. Mai 2026
»Der in Princeton lehrende Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller fragt, was es mit dieser geläufigen Verbindung von Demokratie und Architektur auf sich hat. Was daran ist bloße Metapher, was tatsächlich für das Funktionieren von Demokratien unerlässlich? Antworten sucht er auf einer rasanten Reise durch Zeit und Raum.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Mai 2026
»Eine anregende, differenzierte Abhandlung.«
Alexander Kluy, Buchkultur
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit

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Wenige Jahre nach seinem Erscheinen gilt Jan-Werner Müllers Was ist Populismus? als Klassiker der Gegenwartsdiagnose. Die New York Times sprach von einem »brillanten Buch«, der französische L’Obs von einem »Standardwerk«, die NZZ attestierte dem Essay »brennende Aktualität«.
Populisten reklamieren für sich, sie seien die einzige Stimme des wahren Volkes; gleichzeitig gelten sie vielen als Bedrohung der Demokratie. Angesichts dieser unübersichtlichen und oft von Alarmismus geprägten Debattenlage tritt Jan-Werner Müller einen Schritt zurück und fragt nach den leitenden Prinzipien dieser Regierungsform: Was bedeutet Freiheit, wenn wir das Regieren an andere delegieren? Wie viel ökonomische Ungleichheit ist noch mit der Grundanforderung politischer Gleichheit kompatibel? Wie kommen wir mit Verfahren zurecht, deren Ergebnisse notwendigerweise ungewiss sind?
Demokratie ist, so Müller, nicht zuletzt auf funktionierende vermittelnde Institutionen angewiesen: auf unabhängige Medien, die Öffentlichkeit schaffen, auf Parteien, die politische Konflikte auf demokratische Weise strukturieren – und vor allem auf mobilisierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, unbequem, ja sogar ungehorsam zu sein, um demokratische Prinzipien zu verteidigen.
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