Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2794)

Cancel Culture Transfer

Wie eine moralische Panik die Welt erfasst | Das Phänomen »Cancel Culture« verstehen
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Inhaltsangabe
Ein Gespenst geht um in Europa, ja in der ganzen Welt – das Gespenst der Cancel Culture. Glaubt man diversen Zeitungen, dürfen insbesondere weiße Männer jenseits der vierzig praktisch nichts mehr sagen, wenn sie nicht ihren guten Ruf oder gar ihren Job riskieren wollen. Ist da etwas dran? Oder handelt es sich häufig um Panikmache, bei der Aktivist:innen zu einer Gefahr für die moralische Ordnung stilisiert werden, um ihre berechtigten Anliegen zu diskreditieren?
Der Ursprung der Cancel Culture wird üblicherweise an US-Universitäten verortet. Adrian Daub lehrt im kalifornischen Stanford Literaturwissenschaft. Er zeigt, wie während der Reagan-Jahre entwickelte Deutungsmuster über Campus-Romane verbreitet und auf die Gesellschaft insgesamt übertragen wurden. Man pickt einige wenige Anekdoten heraus und reicht sie herum, was auch hierzulande zu einer verzerrten Wahrnehmung führt. Anhand quantitativer Analysen zeichnet Daub nach, wie diese Diagnosen immer weitere Kreise zogen, bis sie auch die Twitter-Kanäle deutscher Politiker erfassten.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.11.2022
  • Autor/Autorin: Adrian Daub
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2794
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 2. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 177/109/20 mm
  • Seitenanzahl: 371
  • ISBN: 9783518127940
Darum lohnt sich dieses Buch

Bei "Cancel Culture" ist der Weg von der Lappalie zur Maximalmethaper oft sehr kurz

Pressestimmen
»... lesen Sie dieses Buch.«
Wolfgang Frindte, socialnet, 28. März 2023
»Das herausragende Buch von Adrian Daub ist jedem Politikinteressierten zu empfehlen.«
Das Parlament, 13. Februar 2023
»Adrian Daub zeigt, wie sich die Cancel Culture entwickelt hat und warum ihr Bezug zu Universitäten so wichtig ist.«
Carolin Wiedemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Februar 2023
»Ein Plädoyer für genaues Abwägen und Nachdenken.«
Florian Baranyi, ORF Topos, 15. Dezember 2022
»... Cancel Culture Transfer [ist] ein Gewinn – ein kraftvolles Buch zur laufenden Debatte.«
Beate Meierfrankenfeld, BR 24, 10. Dezember 2022
»Das Buch Cancel Culture Transfer von Adrian Daub liefert die dringende Entzauberung eines Wahns – eine Panik, die nicht von Twitter-Mobs ausgeht, sondern die sich die Mehrheitsgesellschaft eher selbst erzählt. Ein wichtiges, kluges und endlich gründlich analytisches Buch zur überdrehten Debatte.«
Eva Marburg, SWR2, 21. November 2022
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Aus Erfahrung gut« – das war ab 1958 der Reklamespruch des Elektrogeräteherstellers AEG. Unternehmen wie Google oder Uber würden mit einem solchen Slogan nie werben, geht es ihnen doch gerade darum, mit der Erfahrung zu brechen und bestehende Geschäftsmodelle aufzumischen: »Disruption«. Wie »Content« oder »Kommunikation« gehört das Konzept zu jenen Motiven, die in Aktionärsprospekten, aber auch in Porträts über Elon Musk, Mark Zuckerberg & Co. häufig bemüht werden. Adrian Daub lehrt in Stanford, kennt die Tech-Branche also aus nächster Nähe. In seinem Essay verfolgt er die Lieblingsideen des Silicon Valley zu Autorinnen wie Ayn Rand, Marshall McLuhan und Joseph Schumpeter zurück und zeigt, dass dabei stets auch die Gegenkultur der sechziger Jahre mitschwingt.

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