So schmeckt der Sommer

Über Nostalgie und Eiscreme | Deutsche Zeitgeschichte: Warum uns die 80er-Jahre bis heute prägen. Ein Blick auf Popkultur, Konsum und Sehnsucht in Deutschland
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Inhaltsangabe

Warum wir uns nach gestern sehnen – und was das über uns verrät

Erinnern Sie sich an den ersten Schleck eines Eis aus Kindertagen und das seltsame Gefühl, das dabei aufsteigt? Nostalgie ist kein harmloses Gefühl. Sie ist eine der wirkungsmächtigsten Kräfte in Gesellschaft und Politik.

Ausgehend von persönlichen Kindheitserinnerungen der 1980er-Jahre entwickelt der Autor eine klare, überraschend aktuelle Theorie der Nostalgie als ambivalente Kraft zwischen Geborgenheit und Verlust, zwischen Sehnsucht und Selbsttäuschung.

Was dieses Buch leistet:

  • Gesellschaftsanalyse der Bundesrepublik anhand von Eismarken, Werbespots, Kinofilmen und politischen Parolen
  • Konsumkritik, die zeigt, wie Popkultur der 80er-Jahre gezielt kollektive Sehnsucht erzeugte
  • Den Begriff „Freizeitpark Deutschland" als Schlüssel zur deutschen Erinnerungskultur
  • Den Bogen von der Zeitgeschichte bis zu aktuellen politischen Rückwärtsbewegungen und 80er Jahre-Trends

Das Ergebnis ist ein Buch, das gleichzeitig persönlich und analytisch ist, klug ohne Arroganz, kritisch ohne Bitterkeit. Deutsche Geschichte, Popkultur und Konsumkritik verbinden sich zu einer Lektüre, die unbequeme Fragen stellt: Wovor fliehen wir, wenn wir uns erinnern?

Für alle, die ihre Kindheitserinnerungen nie ganz losgelassen haben und verstehen wollen, was sie wirklich bedeuten.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 26.04.2027
  • Autor/Autorin: Björn Vedder
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 192
  • ISBN: 9783758907364

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Ein Eis aus Kindertagen genügt, und eine ganze Epoche scheint wieder da zu sein. Björn Vedder nimmt dieses vertraute Gefühl zum Ausgangspunkt für einen Essay über Nostalgie, Werbung und die Bundesrepublik der Achtzigerjahre. Eismarken, Filme und politische Parolen werden zu Spuren einer Konsumkultur, die Geborgenheit versprach und gesellschaftliche Krisen mit bunten Bildern überzog.

Der Anlass wirkt leicht, die Diagnose dahinter weniger: Nostalgie zeigt sich bei Vedder zugleich als Trost und politisch nutzbare Sehnsucht. Leserinnen und Leser kulturkritischer Gegenwartsessays finden reichlich Stoff zum Wiedererkennen und Widersprechen. Eine reine Sammlung schöner Retro-Erinnerungen bleibt »So schmeckt der Sommer« damit ausdrücklich nicht. Der Widerhaken gehört zum Vergnügen.

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Herstellerinformationen
GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH
Grillparzerstraße 8
81675 München
DE

Email: hallo@gu.de

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Rosa. Vom Zauber einer Farbe

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Ein Plädoyer für die Verzauberung der Welt in schwierigen Zeiten

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Später ging die Farbe vor die Hunde, wurde mit Mamie Eisenhower zur Chiffre konservativer Hausfrauen und spätestens mit Barbie zum Farbpigment des grenzenlosen Plastikkonsums. Die Industrie kennt mittlerweile 129 rosa Farbtöne: Von Bubblegum bis Thulian, von Blush bis Punch, von Lemonade bis Fuchsia, von Amaranth bis Carnation … Björn Vedder verzaubert in allen Facetten.

 

 »Qu’est-ce que c’est la vie en rose? Es ist der Unwillen, sich im Gegräu des Lebens einzurichten bei gleichzeitig gesteigertem Bewusstsein, seiner Gravitation doch nicht zu entkommen. Es ist eine sentimentale Rakete, mit der wir kurz in den Himmel fliegen, um von dort aus zurückzublicken – nicht auf die Welt, die wir verlassen haben, sondern auf die, die sie hätte sein können. Dieser Abstand wird vielleicht in keinem Bereich unseres Lebens so spürbar wie in der Liebe, die das (immer schon) verlorene Paradies par excellence ist und die uns gleichwohl immer wieder motiviert, erneut zu starten und uns ungeplant und unrasiert – par hasard et pas rasé, wie es in einem Chanson von Serge Gainsbourg heißt – in ein neues Abenteuer zu stürzen.«

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