Brandung

Roman | Ein rätselhafter Todesfall an der französischen Atlantikküste und eine Frau, die von ihrer verdrängten Vergangenheit überwältigt wird
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Inhaltsangabe

Am Hafen von Le Havre wird ein Mann tot aufgefunden. In der Jackentasche ein Kinoticket und auf dessen Rückseite ihre Telefonnummer. Sie erhält einen Anruf des ermittelnden Polizisten. Nur: Was soll sie – Synchronsprecherin in Paris, Mutter und Ehefrau – mit diesem ermordeten Mann in der 200 Kilometer entfernten Stadt zu tun haben?
Sie reist sofort nach Le Havre. Verlangt, die Leiche zu sehen. Angelangt in der Stadt ihrer Kindheit, begegnet sie unwillkürlich den Bildern ihrer Vergangenheit. Der Hafenkai, das Lichtspielhaus, jeder Ort trägt Spuren vergessener Episoden. Und immer mehr drängt sich ihr die Erinnerung an ihre erste verlorene Liebe auf. Was, wenn der Tote diese Jugendliebe ist, die damals von heute auf morgen wie vom Erdboden verschwunden war?

Ein mysteriöser Tod, eine Spurensuche an den Orten der Jugend und eine Hafenstadt, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschwimmen. In ihrem literarischen psychologischen Thriller Brandung verwandelt Maylis de Kerangal einen Kriminalfall in einen Schauplatz innerlichen Aufruhrs und biografischer Erkundungen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2026
  • Autor/Autorin: Maylis Kerangal
  • Übersetzung: Andrea Spingler (aus dem Französischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/134/24 mm
  • Seitenanzahl: 238
  • ISBN: 9783518432785
Pressestimmen
»[Kerangals] vielschichtigen Romane, in denen Raum und Zeit meisterhaft verschachtelt sind, ihre immense Vorstellungskraft, ihre Sprachkraft sind außergewöhnlich. Brandung ist eines jener Bücher, die viele aufgrund ihrer Dichte mehrfach lesen werden.«
Carmela Thiele, riffreporter.de, 5. August 2026
»Es gibt sie noch, die richtigen Romane.«
Tilman Krause, WELT AM SONNTAG, 5. Juli 2026
»Ein Kunst-Thriller ... voller literarischer Erregungen.«
Wolf Ebersberger, Nürnberger Nachrichten, 3. Juli 2026
»Der vermeintliche Kriminalroman entpuppt sich als Odyssee durch das eigene Leben, deren Sog sich die Protagonistin nicht entziehen kann. Und der Leser auch nicht.«
Reimo Geisser, NZZ am Sonntag, 28. Juni 2026
»Ein Buch wie eine ausgeschüttete Handtasche, mit interessanten Passagen, viel Atmosphäre und unzähligen Details – für Leserinnen, die einer französischen Protagonistin bei ihrer (ergebnislosen?) Suche begleiten wollen.«
Gabriele Kassenbrock, Evangelisches Literaturportal e.V., 29. Mai 2026
»Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, eine Lesung mit Maylis de Kerangal zu moderieren und war nachhaltig beeindruckt von ihrer Art, präzise, fast politjournalistisch zu recherchieren und dann eine literarische Form dafür zu finden. ... Der Roman [Brandung] changiert zwischen Autobiografie, Kriminalroman und Reisebericht und ist für mich ihr bis dato bestes Buch.«
Nils Minkmar, Der siebte Tag, 17. Mai 2026
»Der Roman war in Frankreich ein großer Erfolg ... Im deutschsprachigen Raum wäre ... ein ähnlicher Erfolg zu wünschen.«
Barbara von Machui, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2026
»In Erinnerung bleibt am Ende vor allem, wie es Maylis de Kerangal immer wieder gelingt, Situationen und innere Zustände plastisch vor Augen zu führen.«
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung, 27. April 2026
»Die Wahrnehmungen und Erinnerungen verdichten sich [hier] zu einem Netz aus ›Zeichen‹ ... und wie der Roman dieses ›Tüllgewebe‹ zu einer literarischen Textur verarbeitet, ist das eigentlich Spannende dieses Buches. ... Dass sich aus all den Bruchstücken ... kein festes Ganzes, ... entwickelt, gehört zu den größten Vorzügen dieses feinen, von Andrea Spingler feinfühlig übersetzten Romans ...«
Andreas Wirthensohn, Die Furche, 23. April 2026
»[Kerangal ist] interessiert am Phantomesken, an individuellen und kollektiven Erinnerungen, die sich an Orten schichten, in einer Sprache, die kristallin und bildhaft ist wie die Konturen einer architektonischen Zeichnung. Und in der sogar Immaterielles, das Licht, die Stille, haptisch werden können, ›transparent, perlend, eine Glasur‹ oder ›hart wie Gips an der Luft‹.«
Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 20. April 2026
»Mit französischer Leichtigkeit schreibt [Kerangal] über die großen Fragen.«
Welf Grombacher, Märkische Allgemeine Zeitung, 29. März 2026
»Brandung ist stilistisch und sprachlich gelungen und erzeugt mit seiner melancholischen Stimmung eine ganz eigene Intensität. Die Schichten, die die Autorin frei legt, sind eine gelungene Hommage an Le Havre und machen neugierig auf die Hafenstadt an der Seinemündung.«
Susanne von Schenck, 27. März 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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