Was nicht gesagt werden kann

Roman | Gewinner des Booker Prize 2025
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Inhaltsangabe

»Mit erlesener Präzision erschafft David Szalay verlorene Männerfiguren, die einen nicht mehr loslassen.« Rachel Kushner

Der fünfzehnjährige István lebt mit seiner Mutter am Rande einer ungarischen Stadt. Als sich aus der widerwilligen Bekanntschaft zu einer Nachbarin im Alter seiner Mutter eine sexuelle Beziehung entwickelt, die István selbst kaum begreift, gerät sein Leben außer Kontrolle. Ein Unfall ereignet sich, ein Mann stirbt. Im Folgenden treibt es István nach London, wo jede Abzweigung, die er nimmt, bestimmt ist von den guten oder eigennützigen Absichten Fremder. Schließlich findet er eine Anstellung als Fahrer eines Milliardärs, dessen Frau ihn nach und nach in ihr Vertrauen zieht. Und noch während er auf ungeahnte Weise aufsteigt und schließlich fällt, bleibt István selbst beinahe unbeteiligt am Geschehen, sprachlos – ein stiller Beobachter seines eigenen, turbulenten Lebens. Mit erschütterndem Nachdruck und großer Sensibilität erzählt David Szalay von einem Leben in seinen intimen Momenten – ein Leben, das kaum wahrnehmbar geprägt ist von den Erschütterungen der Gegenwart, der Prekarität menschlicher Existenz in einem kalten Europa.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 01.10.2026
  • Autor/Autorin: David Szalay
  • Übersetzung: Henning Ahrens (aus dem Englischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 185/120/27 mm
  • Seitenanzahl: 384
  • ISBN: 9783548075389
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2025
  • Über das Verlorensein in einer globalisierten Welt
Pressestimmen
»Einer der auffälligsten Romane der letzten Zeit – von einer unglaublichen Wucht.«
Thea Dorn, ZDF Literarisches Quartett, 6. Februar 2026
»David Szalay erzählt, wie körperliche Triebe das Leben bis in die Biografie hinein bestimmen. Das macht es zu einem packenden und wirklich unheimlich fesselnden Buch! ... Unfassbar präzise und akkurat erzählt.«
Marlene Knobloch, ZDF Literarisches Quartett, 6. Februar 2026
»Ich habe diesen Roman verschlungen, der hat einen Sog! … Jemand aus diesem unendlich lange weggeschlossenen öden Osteuropa, in dem der Horizont verstellt war, die menschlichen Beziehungen eingefroren schienen, kommt mit dieser emotionalen Eingefrorenheit in den Westen und taut nie auf - der ungarische Blick auf die westliche Upper Class, auf das Zentrum der Finanzwelt ist toll… Ein ganz großes Buch, eine absolute Leseempfehlung. Outstanding!«
Iris Radisch, Zeit-Podcast "Was liest Du gerade?", 17. Januar 2026
»Eine abenteuerliche Nachwendegeschichte… Der Roman hat etwas unheimlich Zeitgemäßes. Er ist auch eine Art Charakterstudie: Gibt es einen Kern des Guten und Bösen?«
Adam Soboczynski, Zeit-Podcast "Was liest Du gerade?", 17. Januar 2026
»Im Präsens des Romans, in der Parataxe von Istváns ganz auf das äusserliche Tun konzentrierten Bewegungen steckt alles drin. Der Rest ist Schweigen als Mittel der Wahl… ›Was nicht gesagt werden kann‹ ist eine subtile Tragikomödie der Männlichkeit.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 7. Januar 2026
»Der bestechende Clou an diesem radikalen Roman, der unsere Vorstellungen eines bürgerlichen Seelensubjekts unterläuft: Je weniger der Protagonist an Innenleben preisgibt, desto mehr erwischt sich der Leser dabei, die Substanz des eigenen Gefühlslebens in Zweifel zu ziehen.«
Ijoma Mangold, Die Zeit, 23. Dezember 2025
»Das Besondere ist Szalays Tonfall, den der Schriftsteller Henning Ahrens treffend ins Deutsche transportiert hat. Eine scheinbar unbewegte Sprache, die von einem leicht formbaren Mann ohne Eigenschaften erzählt... Und manchmal blitzt dann doch noch etwas anderes auf – eine Ahnung von der Dramatik eines globalisierten Schicksals.«
SWR, 10. Dezember 2025
»Szalays unbestechlich die Oberflächen des Lebens vermessender Blick versteht es dabei, die glänzenden feinen Unterschiede der Upper Class in die gleiche Unwirtlichkeit zu tauchen wie die Tristesse des Herkommens… Was an den demonstrativ monotonen Dialogen abgleitet, fängt eine raffiniert konstruierte Tiefenstruktur auf… Ein literarisches Ereignis.«
Stefan Kister, Südwestpresse, 1. Dezember 2025
»Der Roman präsentiert Männlichkeit nicht als Identität, sondern als Zustand eines verletzlichen Körpers, der sich tastend durch Situationen bewegt. ... Das Ergebnis ist eine unheroische, radikal körperliche Dekonstruktion dessen, was man normalerweise für männliches Erzählen halten würde.«
Luca Klander, taz, 27. November 2025
»Ein Geschenk für das deutschsprachige Publikum: ein Buch für alle, die einmal wieder eine Geschichte lesen wollen, die ebenso unterhaltsam wie nachdenklich ist.«
Sebastian Hammelehle, Der Spiegel, 27. November 2025
»Istvàn erlebt sein Leben wie ein Außenstehender… Diese berflächenbetrachtung ist David Szalay in seinem bisweilen provozierend lakonischen und dabei immer genau beobachteten Geschichte gelungen…›Was nicht gesagt werden kann‹ ist ein Pageturner über einen einfachen Mann ohne Eigenschaften, der sich unermüdlich den Gegebenheiten des Lebens fügt.«
Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11. November 2025
»David Szalay erzählt uns von einem Mann, der sich auf seinen Körper verlassen kann, während ihm seine Gefühle fremd bleiben. Viele Leserinnen werden diese Dialoge im Leerlauf kennen: mit Söhnen oder Partnern. István ist ihr literarischer Stellvertreter. Das begeistert an diesem Roman: Szalay lässt uns ganz nah heran an seine Figur, deshalb bleiben wir an seiner Seite, auch wenn er ausrastet.«
Claudia Ingenhoven, NDR Kultur, 7. November 2025
Herstellerinformationen
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