Vor dem Untergang

Hitlers Jahre in der »Wolfsschanze«
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Inhaltsangabe

Nirgendwo verbrachte Hitler im Zweiten Weltkrieg mehr Zeit als im ostpreußischen »Führerhauptquartier Wolfsschanze«. Von der Außenwelt abgeriegelt und umgeben von den Größen aus NSDAP und der Wehrmacht, bildete sich um den Diktator ein Mikrokosmos des NS-Regimes. Felix Bohr schildert eindrücklich und präzise das Bunkerleben sowie die zunehmende Zerrüttung im Sperrgebiet. Von diesem gingen die Befehle aus, die Vernichtung der europäischen Juden voranzutreiben und Europa in Schutt und Asche zu legen.

Während der Name »Wolfsschanze« vielen ein Begriff ist, haben die wenigsten über das Stauffenberg-Attentat, das der Diktator nur leicht verletzt überlebte, hinaus eine genaue Vorstellung davon, was sich dort über knapp dreieinhalb Jahre abspielte. Auf der Basis von Zeitzeugnissen und bislang unveröffentlichten Dokumenten rekonstruiert Felix Bohr den Alltag in der »Wolfsschanze«. Seine Schilderungen verknüpft er mit grundlegenden Fragen: Was erfährt man aus den Berichten von Offizieren, Köchinnen und Kammerdienern über Hitlers Persönlichkeit? Wie beeinflussten die zunehmend chaotischen Verhältnisse und die paranoide Atmosphäre in dem abgelegenen Komplex die dort getroffenen Entscheidungen? Aus Bohrs dichten Beschreibungen ergibt sich eine präzise Analyse der obersten Ebene des NS-Regimes, die zwischen Teestunden und Waldspaziergängen das deutsche Menschheitsverbrechen plante.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 19.05.2026
  • Autor/Autorin: Felix Bohr
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/28 mm
  • Seitenanzahl: 303
  • ISBN: 9783518475492
Pressestimmen
»So nah wie der Historiker, Theologe und Spiegel-Redakteur Felix Bohr hat wohl noch kein Autor den Alltag und die Mechanismen von ›Hitlers Jahre(n) in der Wolfsschanze‹ ... beschrieben.«
Schwäbische Zeitung, 23. Dezember 2025
»Bohr beschreibt exzellent den Alltag und die Routine in der Wolfsschanze ebenso wie den Ausnahmezustand nach dem Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Zudem beleuchtet er die Relevanz des Diktators während seiner letzten Jahre. Er entmystifiziert Hitler, benennt die Selbstgerechtigkeit der Deutschen, an die die AFD heute fast nahtlos anschließen kann ...«
Norbert Copray, Publik-Forum, 19. Dezember 2025
»Für Bohrs Darstellung spricht, dass er [den] Wust an notwendigen und überflüssigen Fakten [über Hitler] in ein schlüssiges Korsett steckt, dass er das Innenleben der Anlage, zu der dreieinhalb Jahre lang alle Dienstwege des NS-Staats führten, dramaturgisch sortiert, bis alles an seinem Platz ist.«
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. November 2025
»[Felix Bohr] schildert die Atmosphäre, die das einstige Führerhauptquartier, gelegen im Nordosten von Polen, heute ausstrahlt. Und kommt dann zu einer dichten und fesselnden Schilderung der klaustrophobischen Stimmung, die in den rund 50 Stahlbetonbunkern mit ihren teils sieben Meter dicken Wänden herrschte.«
Joachim Heinz, Frankfurter Rundschau, 15. Oktober 2025
»Felix Bohr [hat] dem Thema [der Geschichte der Wolfsschanze] ein spannendes Buch gewidmet.«
Nils Minkmar, Der siebte Tag, 15. September 2025
»Felix Bohr entdeckt in Vor dem Untergang die Ruinen der ›Wolfsschanze‹ als gewichtigen Täter- und Tatort des Dritten Reiches.«
Heribert Hoven, literaturkritik.de, 11. September 2025
»Felix Bohrs bahnbrechende Analyse des Führerhauptquartiers ›Wolfsschanze‹ bietet umfassende Einblicke in Alltag und Machtstrukturen innerhalb von Hitlers engster Entourage während der kriegsentscheidenden Jahre.«
Wolfang Schieder, Neue Politische Literatur, 4. September 2025
»Ginge es nach Felix Bohr, dann sollte die ›Wolfsschanze‹ zu einem zentralen Ort in der Erinnerungskultur gemacht werden … Dafür hat Bohr selbst mit seinem Buch in jedem Fall einen guten Beitrag geleistet … Höchst lesenswert.«
Alexander Weinlein, Das Parlament, 21. Juli 2025
»Felix Bohrs ... Buch liefert einzigartige Einblicke in Hitlers Privatleben, seine Marotten ...«
Judith Leister, SWR, 9. Juli 2025
»In seinem Buch schildert Bohr den Alltag des multimedikamentös stabilisierten Diktators, der in der selbst gewählten Verinselung ... den Kontakt zur Wirklichkeit verliert.«
Reiner Ruf, Stuttgarter Zeitung, 4. Juli 2025
»Endlich ein gründlich recherchiertes, verstehbares Buch, das das verhängnisvolle Band zwischen Hitler und den Deutschen erklärt.«
Rafael Seligmann, Frankfurter Neue Presse, 4. Juli 2025
»Bohr hat das Psychogramm eines Ortes geschrieben.«
Steffen Könau, Mitteldeutsche Zeitung, 4. Juli 2025
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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