Vom Verschwinden der Rituale

Eine Topologie der Gegenwart | Was wird aus einer Gesellschaft, deren Rituale verschwinden – und mit ihnen das Verbindende?
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Inhaltsangabe

Was wird aus einer Gesellschaft, deren Rituale verschwinden – und mit ihnen das Verbindende?

Byung-Chul Han macht in seinem neuen Buch deutlich, wie verloren der Einzelne in einer Gesellschaft zunehmender Individualisierung ist und warum wir dringend eine neue Lebensform brauchen. Rituale sind symbolische Handlungen. Sie repräsentieren die Werte, die eine Gemeinschaft tragen. Sie bringen nach Karl Jaspers eine »Gemeinschaft ohne Kommunikation« hervor. Der digitalen Kommunikation aber, die ohne jede Form auskommt, wohnt eine Kraft inne, die der Gemeinschaftsbildung entgegenwirkt. Das Verschwinden des Anderen und das Verschwinden der Rituale bedingen einander, denn sie finden in einer Gesellschaft statt, die immer narzisstischer wird. In seinem neuen Buch erklärt der Philosoph Byung-Chul Han, welcher Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Rituale und dem Zustand unserer gegenwärtigen Gesellschaft besteht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.06.2019
  • Autor/Autorin: Byung-Chul Han
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 7. Auflage
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/128/18 mm
  • Seitenanzahl: 128
  • ISBN: 9783550050718
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Der international als »neuer Star der deutschen Philosophie« gehandelte Byung-Chul Han legt nach seinem Bestseller »Psychopolitik« sein neues Buch über Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute vor:
Die Zeit, in der es den Anderen gab, ist vorbei. Der Andere als Freund, der Andere als Hölle, der Andere als Geheimnis, der Andere als Verführung, der Andere als Eros verschwindet. Er weicht dem Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht heute die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen. Sie gibt sich dabei als Wachstum. Nicht Entfremdung, Entzug, Verbot, Verdrängung, sondern Überkommunikation, Überinformation, Überproduktion und Überkonsumtion machen ihn krank. Nicht Repression durch den Anderen, sondern Depression durch das Gleiche ist das Zeitzeichen von heute. Byung-Chul Hans neuer Essay spürt der Gewalt des Gleichen in den Phänomenen wie Angst, Globalisierung und Terrorismus nach, die die heutige Gesellschaft kennzeichnen.
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