Universalismus

Weltherrschaft und Menschheitsethos | Das Hauptwerk des großen Soziologen zur Globalgeschichte von Religion und politischer Macht | Platz 1 Sachbuchbestenliste WELT, NZZ, ORF
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Inhaltsangabe

Das Wohl aller Menschen bei moralischen und politischen Entscheidungen zu berücksichtigen – das ist heute für viele zumindest als Ideal gerechtfertigt. Aber schon immer gegeben und universell verbreitet ist ein solches Menschheitsethos nicht. Wann und wo ist es also entstanden – und warum eigentlich? Ist es eine Besonderheit der jüdisch-christlichen oder der westlich-aufklärerischen Tradition? Und wie hängt seine Entstehung mit der Geschichte imperialer Weltherrschaft zusammen? In seinem faszinierenden Buch folgt Hans Joas diesem Menschheitsethos in globaler Perspektive.

Von der sogenannten »Achsenzeit« ausgehend, zeichnet er dessen Entstehung in der griechischen Antike, in Judentum und Christentum, in Indien und China nach und betrachtet es im Zusammenhang mit imperialen Reichsbildungen bis hin zum Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus. Kann es einen Universalismus ohne Imperialismus überhaupt geben? Und wie steht der Islam zu den achsenzeitlichen Entwürfen eines Menschheitsethos? Joas' Antworten auf diese großen Fragen fügen sich zu einem Opus Magnum, mit dem er seine vielbeachteten Arbeiten zur Geschichte von Religion und politischer Macht krönt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.05.2025
  • Autor/Autorin: Hans Joas
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 206/134/56 mm
  • Seitenanzahl: 975
  • ISBN: 9783518588277
Pressestimmen
»[E]in opus magnum zum moralischen Universalismus ...«
Gerhard Kruip, ethikundgesellschaft, 17. Juni 2026
»... das Lebenswerk eines großen Gelehrten.«
Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 29. November 2025
»Hans Joas’ Universalismus ist ein unerhört reiches und vielschichtiges Buch.«
Jens Balzer, Deutschlandfunk Kultur, 8. September 2025
»Wer keine Angst vor großen Entwürfen hat …, dem wird mit dieser Weltgeschichte des Universalismus die Augen geöffnet. Hans Joas krönt mit diesem Buch seine jahrzehntelanges Forschungsprojekt über die Entstehung der Werte.«
Michael Köhler, Deutschlandfunk, 21. August 2025
»Wahrscheinlich neben den Werken von Habermas das wichtigste neuere philosophische Buch unserer Zeit.«
DAS WISSEN DER WELT. Studiosus Intern – Eine Bücherschau, 7. August 2025
»Die christliche Religion ist eine ambivalente Angelegenheit. Es gibt einen moralischen und einen politischen Universalismus. ... Dazu findet sich viel Kluges im neuen Buch des Soziologen Hans Joas ...«
Rainer Hank, Neue Zürcher Zeitung, 28. Juli 2025
»In staunenswerter Produktivität [legt Joas] nun Universalismus: Weltherrschaft und Menschheitsethos vor. ... Joas’ Blick ist von weltgeschichtlicher Weite.«
Wolfgang Huber, Cicero, 24. Juli 2025
»[Ein] beeindruckendes Panorama ...«
Otto Kallscheuer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Juli 2025
»Hans Joas große Geschichte des Universalismus verknüpft die Menschenrechtsethik mit imperialistischer Herrschaft …, eine spannende Lektüre.«
neues deutschland, 18. Juli 2025
»... ein ideengeschichtliches Mosaik von großer Leuchtkraft.«
Christian Eidloth, ekz.bibliotheksservice, 11. Juli 2025
»Es ist nicht zu hoch gegriffen, den Philosophen und Soziologen Hans Joas zu den bedeutendsten deutschsprachigen Denkern der Gegenwart zu zählen.«
Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau, 8. Dezember 2017
»Es ist das politische Buch der Stunde. Es heißt Universalismus. Hans Joas, 76, hat es geschrieben.«
Dieter Schnaas, WirtschaftsWoche
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Wie verhalten sich die Geschichte der Religion und die Geschichte der politischen Freiheit zueinander? Breit und unübersichtlich ist die Vielfalt der Auffassungen, die es dazu in der Philosophie, den Wissenschaften und der Öffentlichkeit gibt. Aber noch immer ist die grandiose Synthese, in der Hegel Christentum und politische Freiheit zusammengeführt hat, für viele von enormer Orientierungskraft – trotz oder gerade wegen der einflussreichen Provokationen Friedrich Nietzsches.

Jedoch hat sich im Religionsdenken des 20. Jahrhunderts eine andere Sichtweise entwickelt, wie Hans Joas in diesem hochgelobten Buch zeigt. Sie beruht auf einer Konzeption von Geschichte, die zukunftsoffener, und einem Begriff von Freiheit, der reicher ist als bei Hegel. Anhand von sechzehn ausgewählten Denkern arbeitet Joas dieses neue Verständnis von Religion und Freiheit heraus, das weder intellektualistisch verkürzt noch eurozentrisch verengt ist. Daraus ergibt sich ein entschiedenes Plädoyer für eine Globalgeschichte des moralischen Universalismus.

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