Im Bannkreis der Freiheit

Religionstheorie nach Hegel und Nietzsche
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Inhaltsangabe

Wie verhalten sich die Geschichte der Religion und die Geschichte der politischen Freiheit zueinander? Breit und unübersichtlich ist die Vielfalt der Auffassungen, die es dazu in der Philosophie, den Wissenschaften und der Öffentlichkeit gibt. Aber noch immer ist die grandiose Synthese, in der Hegel Christentum und politische Freiheit zusammengeführt hat, für viele von enormer Orientierungskraft – trotz oder gerade wegen der einflussreichen Provokationen Friedrich Nietzsches.

Jedoch hat sich im Religionsdenken des 20. Jahrhunderts eine andere Sichtweise entwickelt, wie Hans Joas in diesem hochgelobten Buch zeigt. Sie beruht auf einer Konzeption von Geschichte, die zukunftsoffener, und einem Begriff von Freiheit, der reicher ist als bei Hegel. Anhand von sechzehn ausgewählten Denkern arbeitet Joas dieses neue Verständnis von Religion und Freiheit heraus, das weder intellektualistisch verkürzt noch eurozentrisch verengt ist. Daraus ergibt sich ein entschiedenes Plädoyer für eine Globalgeschichte des moralischen Universalismus.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.12.2020
  • Autor/Autorin: Hans Joas
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 203/136/38 mm
  • Seitenanzahl: 668
  • ISBN: 9783518587584
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Pressestimmen
»Eine anspruchsvolle, aber wichtige Lektüre, wenn es um das Verständnis von Religion und Freiheit geht – in Europa und darüber hinaus.«
André Behr, Falter, 19. Mai 2021
»[Eine] umfangreiche und hochgelehrte Studie.«
Otfried Höffe, Frankfurter Rundschau, 17. Februar 2021
»... es ist ein Genuss, fast ein Trost, einem Gelehrten dabei zu folgen, wie er klar und verständlich Traditionen zum Leben erweckt, die ihm am Herzen liegen, und mit denen, die anderer Auffassung sind, fair und konstruktiv streitet.«
Johann Hinrich Claussen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Januar 2021
»Gebannt folgt man dem theologisch-musikalischen Soziologen Joas ...«
Hendrik Meyer-Magister, Zeitzeichen
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Das Wohl aller Menschen bei moralischen und politischen Entscheidungen zu berücksichtigen – das ist heute für viele zumindest als Ideal gerechtfertigt. Aber schon immer gegeben und universell verbreitet ist ein solches Menschheitsethos nicht. Wann und wo ist es also entstanden – und warum eigentlich? Ist es eine Besonderheit der jüdisch-christlichen oder der westlich-aufklärerischen Tradition? Und wie hängt seine Entstehung mit der Geschichte imperialer Weltherrschaft zusammen? In seinem faszinierenden Buch folgt Hans Joas diesem Menschheitsethos in globaler Perspektive.

Von der sogenannten »Achsenzeit« ausgehend, zeichnet er dessen Entstehung in der griechischen Antike, in Judentum und Christentum, in Indien und China nach und betrachtet es im Zusammenhang mit imperialen Reichsbildungen bis hin zum Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus. Kann es einen Universalismus ohne Imperialismus überhaupt geben? Und wie steht der Islam zu den achsenzeitlichen Entwürfen eines Menschheitsethos? Joas' Antworten auf diese großen Fragen fügen sich zu einem Opus Magnum, mit dem er seine vielbeachteten Arbeiten zur Geschichte von Religion und politischer Macht krönt.

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