Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2781)

Tagebuch vom Ende der Welt

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Inhaltsangabe

Der Morgen des 24. Februar 2022 beginnt für Natascha wie jeder andere Tag. Und dann steht am Schultor die Deutschlehrerin ihrer Kinder und weint. Seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine führt Natascha ein Tagebuch und notiert, was sich in ihr und um sie herum abspielt. Wie sich in ihr lähmende Angst, Scham und Entsetzen breitmachen, während ringsum das Leben weitergeht, als sei nichts geschehen. Wie Einzelne sich trotz drohender drakonischer Strafen zum Protest auf die Straße wagen. Wie das Leiden der Ukraine wahrgenommen wird (oder auch nicht). Und wie die Sprache, das Gespräch unter Druck gerät – wie kann man noch reden und miteinander sprechen in einem Land, das den Gebrauch von immer mehr Wörtern verbietet?

Mit feinem Ohr kartographiert Kljutscharjowa die Sphäre des Inoffiziellen in Russland – das Tagebuch vom Ende der Welt ist ein mutiges Zeugnis, das uns Einblick in eine mittlerweile geschlossene Gesellschaft gewährt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.08.2023
  • Autor/Autorin: Natalja Kljutscharjowa
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2781
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 176/108/9 mm
  • Seitenanzahl: 167
  • ISBN: 9783518127810
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Woher kommst du?

€18,00

Um der drohenden Verhaftung durch die Behörden zu entgehen, flieht Natalja mit ihren Kindern aus Russland. Im Asylbewerberheim in Bayern schlägt ihr Feindseligkeit entgegen. Und doch ist ihr neues Leben ein einziges Aufatmen. Das Gefühl, von Angst befreit zu sein, macht es leichter, mit den Härten klarzukommen: Die ältere Tochter braucht Hilfe, weil sie eine Depression entwickelt. Die jüngere bittet, sich in der Schule als Mädchen aus Kiew ausgeben zu dürfen, um nicht geschnitten zu werden.

Mit den ukrainischen Heimbewohnerinnen, später mit irakischen und syrischen Geflüchteten im Deutschkurs beginnt Natalja Interviews zu führen. Am Ende blitzt so etwas auf wie eine Utopie des Ankommens in einer Community der Entwurzelten – dank der gemeinsamen Sprache, in der die »Wunde« sich ans »Wunder« anlehnen darf.

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