Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1558)

Suche nach den Spuren eines Selbstmordes

Angebot€23,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Sa, 10.10. – Mo, 12.10.

Nur noch 3 Stück verfügbar!
HardcoverE-Book
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Unerschrocken und mitreißend in seiner Freiheit, sprengt dieser Band alle Vorstellungen dessen, was eine Frau ihrer Zeit und Herkunft schreiben darf. Tezer Özlü stellt sich damit in eine Reihe mit Sylvia Plath und Anne Sexton. Sie erzählt zugleich autobiografisch und surreal, mit bekenntnishafter Offenheit und Gefühlsunmittelbarkeit – in einer bildstarken, betörenden und begeisternden Sprache.

»Wir haben Deine Bücher in Istanbul sehr geliebt«, schreibt Emine Sevgi Özdamar in ihrem Nachwort zu Tezer Özlüs Suche nach den Spuren eines Selbstmordes, das die türkische Autorin und Übersetzerin 1982 auf Deutsch geschrieben, aber nur auf Türkisch veröffentlicht hat. Darin nimmt uns Özlü mit auf zwei Reisen: eine von Westberlin nach Prag, Triest und Turin, an die Orte von ihr verehrter Schriftsteller. Eine zweite führt in ihr Inneres. Zu ihren Träumen, Empfindungen und Wünschen. Sie steigt in den Zug und streift alles ab: die »vernunftlosen Ketten der Gesellschaft«, die »kalten Nächte der Kindheit«, die »Schlafzimmer der Nervenkliniken«, die Verfolgung nach dem Militärputsch in der Türkei: »Hier in den Gärten von Valentino wird mir klar, dass mein einziges Glück darin besteht, allem zu entfliehen.«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.09.2024
  • Autor/Autorin: Tezer Özlü
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1558
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 180/120/20 mm
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN: 9783518225585
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ausgezeichnet mit dem Marburger Literaturpreis 1982
  • Erstmals als deutschsprachige Originalausgabe veröffentlicht
  • Mit einem Nachwort von Emine Sevgi Özdamar
Pressestimmen
»... ein sehr poetischer Gedankenstrom, ein sprunghafter fragmentarischer Reisebericht, auch nach innen.«
Insa Wilke, Radio Bremen Zwei, 10. August 2025
»Das ist das Beeindruckende an diesem Buch: Wie hier der Blick auf sich selbst umschlägt in den Wunsch, menschliches Miteinander zu ändern.«
Nico Bleutge, Deutschlandfunk Kultur - LESART, 6. Januar 2025
»Jetzt liegt Suche nach den Spuren eines Selbstmordes zum großen Leseglück endlich im Original vor ... Der kunstvoll gewebte Text entspricht keiner konventionellen Form, ist weder Tagebuch noch Roman noch Essay: Er ist ganz sie selbst, die Schreibende, Liebende, ist Tezer Özlü.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. Dezember 2024
»Beim Lesen reist man ins Innere der Figur, aber vor allem ins Innere des eigenen Ich. Wie immer bei grosser Literatur ist man konfrontiert mit der eigenen Existenz. Man ist zum Nachdenken angehalten, über Schmerz und Liebe, über Leben und Sterben, vor allem über die Leuchtkraft des Literarischen.«
Jan Wilm, Neue Zürcher Zeitung, 28. November 2024
»[Es ist] ein Geschenk, dieses Buch lesen zu können: Özlüs sorgsamer Umgang mit Sprache, der aus dem Dunkel noch Licht zu bergen sucht. Der Wert, den sie den Worten beimisst, führt sie zu Sätzen von philosophischer Tiefe und poetischem Klang.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 26. November 2024
»[Ein Text], der die Welt nicht beschreibt, sondern durchlebt.«
SWR, 1. November 2024
»Özlüs Sprache ist zeitlos ...«
Julia Hubernagel, taz. die tageszeitung, 16. Oktober 2024
»... eine grandiose Entdeckung.«
Juliane Liebert, DIE ZEIT, 10. Oktober 2024
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Tezer Özlü

Die kalten Nächte der Kindheit

€23,00

Eine große literarische Wiederentdeckung

Die kalten Nächte der Kindheit erzählt vom Heranwachsen einer Frau, von ihrem Begehren, ihren Träumen, ihrer Widerständigkeit. Und wirkt darin heute so aktuell wie damals.

»1949. In einer Provinzstadt in Anatolien mit 4000 Einwohnern lerne ich die Welt sehen. Bin 6 Jahre alt. … Ich empfinde die maßlose Größe der Welt und weiß, dass ich fort und weit weg gehen werde.« So schreibt Tezer Özlü 1981 an den Deutschen Akademischen Austauschdienst über das prägende Gefühl ihrer Kindheit.
Erwachsen geworden, wird sie nach Berlin, Paris und Zürich reisen, fort und weit weg von der Türkei und den »Menschen in Uniform«, dem lauernden Wahnsinn. Sie tauscht die heimischen Obstgärten und Klassenzimmer der Nonnenschule ein gegen die Straßen und Cafés europäischer Hauptstädte – und gegen das Schreiben. Um eine Welt zu erfinden, die ihr entspricht. Indes wird sie über Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Doch selbst das kann ihren Willen nicht brechen.

Zum Buch