Stolz und Zweifel. Eine Verteidigung der Mutterschaft

Ein Buch über das Muttersein in der heutigen Gesellschaft | Nach »Klassenbeste« und »Erbgut«
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Inhaltsangabe

Warum gilt es als Problem, gerne Mutter zu sein?

In Stolz und Zweifel widerspricht Marlen Hobrack dem vorherrschenden Narrativ der Mutterschaft als Überforderung, Verlust oder Rückschritt. Sie setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen, feministischen Deutungen auseinander, in denen Fürsorge, Abhängigkeit und Bindung vor allem als Defizite erscheinen, und fragt provokant: Was geht verloren, wenn Mutterschaft fast nur noch unter dem Vorzeichen von Verzicht und Scheitern erzählt wird?

Ohne zu idealisieren, aber mit Lust an der Zumutung, zeigt Hobrack Mutterschaft als Erfahrung von Verantwortung, Ambivalenz und Gestaltungskraft. Sie denkt Mutterschaft nicht als private Nische, sondern als gesellschaftlich relevante Praxis – und verteidigt das Recht, sie weder zu verklären noch bereuen zu müssen. Ein kluges zeitdiagnostisches Plädoyer für Stolz und Zweifel, für Bindung und Selbstbehauptung und dafür, dass Muttersein kein Makel sein darf.

»Mutterschaft könnte als Gewinn begriffen werden – gerade, weil sie einen Preis hat. Sie könnte als gesellschaftsverändernde Macht begriffen werden. Als ultimativer Gestaltungswille. Wir könnten selbstbewusst sein, geraten jedoch in die Defensive.«
Marlen Hobrack

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 25.08.2026
  • Autor/Autorin: Marlen Hobrack
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/128/27 mm
  • Seitenanzahl: 240
  • ISBN: 9783365008003
Pressestimmen
»Ein Buch räumt auf. Gründlich. Marlen Hobrack stellt die von mehreren Generationen brav verinnerlichten Glaubenssätze, die Mutterschaft wahlweise als Überforderung, Verlust oder Rückschritt deuten, konsequent auf den Prüfstand.«
Cornelia Huber, Die Tagespost, 10. September 2026
»Das Buch argumentiert zugespitzt, aber kontrolliert, und gewinnt gerade daraus seine Energie. Ein Essay, der Widerspruch sucht und dabei produktiv zu denken gibt.«
SANITÄTSHAUS AKTUELL MAGAZIN, 24. August 2026

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Marlen Hobrack setzt bei einem Widerspruch an: Mutterschaft wird frei gewählt und zugleich vor allem als Verlust, Überforderung und Reue erzählt. Aus persönlicher Erfahrung, feministischer Geschichte und sozialer Analyse untersucht sie, weshalb Stolz und Freude im öffentlichen Mutterbild kaum vorkommen. Dabei richtet sie den Blick auf Klasse, Erwerbsarbeit, Fürsorge und die Erwartungen an ein vermeintlich unabhängiges Subjekt.

Der Essay argumentiert offen parteilich, belässt es aber nicht bei autobiografischer Erfahrung. Hobrack prüft historische Mutterbilder, feministische Theorien, ökonomische Zwänge und psychologische Konzepte aneinander. Die klare Prosa bleibt trotz vieler Quellen lesbar, verlangt wegen dichter Bezüge und bewusst provokanter Thesen jedoch Konzentration. Besonders anregend ist das Buch dort, wo es Abhängigkeit nicht als Schwäche, sondern als Grundlage einer sorgenden Gesellschaft neu fasst.

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Passt dieses Buch zu dir?

Passt zu dir, wenn …

  • du streitbare feministische Essays mit klarer eigener Position schätzt
  • du Mutterschaft im Verhältnis zu Klasse, Arbeit und Fürsorge neu betrachten möchtest
  • du persönliche Erfahrung gern neben Soziologie und Theorie liest

Eher nicht, wenn …

  • du eine neutrale Einführung ohne zugespitzte Gegenpositionen erwartest
  • du dichte Theoriebezüge und ausführliche Argumentationsgänge ungern liest
Lesegefühlruhig
Spracheanspruchsvoll
Romantikkeine/kaum
Gewaltkeine/kaum

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Herstellerinformationen
Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: info@harpercollins.de

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Was bleibt von einem Menschen – außer Erinnerungen? Nach dem Tod ihrer Mutter beginnt Marlen Hobrack, deren Nachlass zu durchforsten: Steppdecken, Teleshopping-Bestellungen, Vorräte, kleine Schätze und große Enttäuschungen. Daraus entsteht eine ebenso persönliche wie gesellschaftliche Spurensuche nach Herkunft, Scham, Konsum und den unsichtbaren Prägungen der Arbeiterklasse. Schonungslos ehrlich und literarisch präzise erzählt Hobrack von einer ambivalenten Mutter-Tochter-Beziehung und fragt, wie sich emotionale und soziale Muster über Generationen hinweg vererben. Ein bewegendes Memoir über das, was Familien wirklich hinterlassen.

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