Marlen Hobrack wurde 1986 in Bautzen geboren. Sie studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften und arbeitete im Anschluss für eine Unternehmensberatung. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich für diverse Zeitungen und Magazine, u. a. FREITAG, TAZ, ZEIT, WELT und MONOPOL. Bei Hanser Berlin erschien von ihr zuletzt Klassenbeste (2022).
Was bleibt von einem Menschen – außer Erinnerungen? Nach dem Tod ihrer Mutter beginnt Marlen Hobrack, deren Nachlass zu durchforsten: Steppdecken, Teleshopping-Bestellungen, Vorräte, kleine Schätze und große Enttäuschungen. Daraus entsteht eine ebenso persönliche wie gesellschaftliche Spurensuche nach Herkunft, Scham, Konsum und den unsichtbaren Prägungen der Arbeiterklasse. Schonungslos ehrlich und literarisch präzise erzählt Hobrack von einer ambivalenten Mutter-Tochter-Beziehung und fragt, wie sich emotionale und soziale Muster über Generationen hinweg vererben.Ein bewegendes Memoir über das, was Familien wirklich hinterlassen.