Schiefern

Gedichte
Angebot€24,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Fr, 09.10. – Sa, 10.10.

Nur noch 2 Stück auf Lager!
Hardcover
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe
Schiefer, dem vielgestaltigen, wandlungsfähigen Sedimentgestein, und den Slate Islands, einem kleinen Archipel vor der Westküste Schottlands, ist Esther Kinskys neues Buch gewidmet. Jahrhundertelang wurde auf jenen zu den Inneren Hebriden gehörenden Inseln Schiefer abgebaut, und tief geprägt sind sie von der vor vielen Jahrzehnten schon aufgegebenen Intensivindustrie, die eine bizarre Landschaft der Trümmer und gefluteten Steinbrüche hinterlassen hat.Die Gedichte und kurzen Prosatexte dieses dreiteiligen Bandes erkunden Fragen der geologischen Frühgeschichte und der Definitionen des metamorphischen Gesteins der Inseln, widmen sich der Flora und den Vögeln in einer Gegend der Unwirtlichkeit und streifen, ausgehend von einem alten Schulfoto, die Geschichte der in die harte Arbeit des Schieferabbaus eingebundenen Menschen. Parallel zu den Natur- und Geschichtserkundungen setzen sich die Texte mit der menschlichen Erinnerung auseinander, die ein ähnlicher »Metamorphit« ist wie der Schiefer, ein Schichtwerk in Bewegung, unvorhersehbaren und schwer nachvollziehbaren Wandlungen unterworfen.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 25.03.2020
  • Autor/Autorin: Esther Kinsky
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/140/18 mm
  • Seitenanzahl: 103
  • ISBN: 9783518429211
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Verstreut im scherbichten gelände
  • Kein hundshecheln kein fährtenwittern
  • Der zeit kommt man auch so auf die spur
  • Durchs streifen über vollzogene frakturen
  • Mit mäßig verhornter fingerkuppe
Pressestimmen
»Die Landschaft zu beschreiben verlangt ein enormes Vokabular, rhythmisch virtuos und dem Gegenstand entsprechend schroff eingesetzt.«
Frankfurter Rundschau, 13. Oktober 2020
»Schiefern als Titel deutet bereits an, wie abgründig schön Esther Kinsky dichtet.«
Angelika Overath, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juni 2020
»[Es] fasziniert einen der große Wortreichtum der Autorin ...«
Carl Wilhelm Macke, Buchprofile (Michaelsbund) / Medienprofile (Borromäusverein), 28. Mai 2020
»Indem Kinskys Gedichte das Schichtwerk der Zeit durchdringen, schaffen sie einen neuen, ungewohnten Blick auf die Gegenwart.«
Der Sonntag, 24. Mai 2020
»Bravourös legt Esther Kinsky mit Schiefern eine mit allen sprachlichen Wassern gewaschene Naturlyrik vor, die beweist, daß sie durchaus auch biographische Momente aufnehmen kann, formal komplex und vielfältig, phonetisch geschliffen und ausgeklügelt, gespickt mit Neologismen und Fachvokabular, dabei jedoch nicht abgehoben, sondern sehr tellurisch, ›mit beiden Füßen auf dem Boden‹, gefühlvoll und doch stets mit nüchternem Beobachterblick.«
Jürgen Brôcan, Fixpoetry, 13. April 2020
»Wie Kinsky diese erosiven Kräfte auch auf ihre Sprache wirken lässt, ist bisweilen grandios. Die brüchigen Kanten des Schiefers gleichen dann den Versen und der Prosa, die ›geborsten, gesplittert, geschuppt‹ daherkommt.«
Wolfgang Hottner, Süddeutsche Zeitung, 8. April 2020
»Dichtung ist Schichtung; sie wird kenntlich als Sedimentierung der Sprache ... Eine Wiederverzauberung.«
Marie Luise Knott, perlentaucher.de, 2. April 2020
»Wir haben es mit einem Arkanum zu tun, verlockend und expressiv in jeder Silbe!«
Björn Hayer, Bücher Magazin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Esther Kinsky

Hain

€24,00

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden – nach Olevano Romano etwa, einer Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienischen Hauptstadt gelegen, oder in die Valli di Comacchio, die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen diesen beiden Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.

Esther Kinskys Streifzüge und Wanderungen – im Gedächtnis ebenso wie gehend oder fahrend in der Gegenwart – sind Italienische Reisen eigener Art. Sie erkunden mit allen Sinnen äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

Zum Buch
1 / 5