Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1437)

Rimbaud der Sohn

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Inhaltsangabe
Rimbaud der Sohn ist eine Auseinandersetzung mit der Figur des Dichters und dem Wesen der Poesie, deren geradezu mythische Verkörperung der Dichterkomet Arthur Rimbaud im Verlauf des 19. Jahrhunderts geworden ist. Als Sohn erscheint Rimbaud in diesem Buch in mehrfacher Hinsicht: Sohn eines abwesenden Vaters und einer unzulänglichen bäuerlichen Mutter. Sohn mit einer langen Reihe von Vorfahren, die von Vergil bis zu Baudelaire reicht. Und schließlich Sohn einer anderen großen Abwesenden: der Poesie.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.10.2008
  • Autor/Autorin: Pierre Michon
  • Übersetzung: Anne Weber (aus dem Französischen)
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1437
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 180/116/15 mm
  • Seitenanzahl: 115
  • ISBN: 9783518224373
Pressestimmen
»Michons Text ist ein Röntgenbild der modernen französischen Literatur. Zugleich wird der Mythos der Moderne in seiner ganzen Antiquiertheit vorgeführt.«
Christian Schärf, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. November 2008
»Michon gelingt auf wenigen Seiten ein komplexes Dichterporträt, ein intensives, empathisches, sprachlich anspruchsvolles Capriccio. Er kennt sich aus in dieser Epoche, bringt einem den Autor der ›Saison en enfer‹ tatsächlich sehr nahe, erschafft Szenen von unübertrefflicher Prägnanz und – nicht zuletzt! – erzählt damit ein Stück verstaubter Literaturgeschichte erfrischend neu.«
Thomas Laux, Neue Zürcher Zeitung, 13. Oktober 2008
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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September 2001, Pierre Michons Mutter liegt im Sterben, der Sohn „betet“ für sie: ein Villon-Gedicht, die „Ballade der Gehenkten“. Auch nach der Geburt seines Kindes hat er „gebetet“: ein Gedicht von Victor Hugo, „Der Schlaf des Boas“. Solche Verse, resümiert Michon in seinem autobiographisch erklärenden Essay „Der Himmel ist ein sehr großer Mann“, „… beruhigen die Leiche, helfen dem Kind, auf seinen Beinen zu stehen. Wahrscheinlich ist das die Funktion der Poesie.“ Auch in den weiteren Essays des Bandes geht es um nichts anderes als die ebenso erhabene wie lächerliche Berufung der Kunst. Michon schreibt über Samuel Beckett, Gustave Flaubert, Ibn Manglî, William Faulkner und eben über sich selbst – so pathetisch und sarkastisch, resolut und poetisch, wie nur er das kann.
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