Raumfahrer

Roman | »Feine, große Literatur.« Welt am Sonntag
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Inhaltsangabe

Gebäude lassen sich abtragen und neu aufbauen, Erinnerungen nicht

Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Heute und erst recht nicht über das Gestern. Erst als Herr Kern auftaucht, kommt das fragile Gleichgewicht der Familie ins Wanken: Welche Beziehung führte Jans Mutter mit dem Vater von Herrn Kern? Und was haben die Kerns mit der Kunst von Georg Baselitz zu tun? Immer weiter arbeitet sich Jan durch das Schweigen mehrerer Generationen, taucht ein in die Geschichte der Baselitz-Brüder, die Geschichte seiner Eltern und begreift, dass die Gegenwart nicht nur aus der eigenen Vergangenheit besteht. 
Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.07.2021
  • Autor/Autorin: Lukas Rietzschel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3. Auflage
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/125/17 mm
  • Seitenanzahl: 288
  • ISBN: 9783423282956
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Zwei Familien in Sachsen von der DDR bis zur Gegenwart – eine literarische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Kunst und dem »Danach«
  • Ein eindringlich dichter Text und eine bemerkenswerte Erzählstimme
  • Einreichung zum Deutschen Buchpreis 2021
Pressestimmen
»Rietzschel ist derzeit eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.«
Kevin Hanschke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Mai 2022
»Ein sehr lakonischer und nachdenklich stimmender Roman.«
Gerárd Otremba, soundsandbooks.com, 29. Dezember 2021
»Mit seinem zweiten Roman etabliert sich Lukas Rietzschel eindrucksvoll als ostdeutsche Stimme der nächsten Generation.«
Welf Grombacher, tip (Berlin), 23. Dezember 2021
»Der junge Autor Lukas Rietzschel horcht an den Gemütszuständen der Wende-Verlierer, beschreibt Atmosphären nüchtern und genau.«
Kölnische Rundschau, 18. Dezember 2021
»Die Erzählkunst zeigt sich darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch und formal.«
Thomas Groß, Mannheimer Morgen, 15. Dezember 2021
»Es ist ein Glück, dass es mit Lukas Rietzschel einen begnadeten Autor gibt, der diese Fragen stellt.«
vorwärts, 1. Dezember 2021
»Lukas Rietzschel taucht in seinem zweiten Roman ›Raumfahrer‹ erneut in spannende ostdeutsche Lebenswelten.«
Oliver Pfohlmann, Abendzeitung, 18. Oktober 2021
»Dieser Roman über die Lausitz verzahnt Nachwende- und Nachkriegszeit. Formstark.«
Marc Reichwein, Welt am Sonntag, 17. Oktober 2021
»Mit seinen Widersprüchen und seiner Orientierungslosigkeit erinnert dieser Vater seinen Sohn an die Figuren in den Gemälden Georg Baselitz', auf dem Kopf stehend, haltlos im Nichts treibend.«
Oliver Pfohlmann, Landshuter Zeitung, 16. Oktober 2021
»Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.«
Westfälischer Anzeiger, 25. September 2021
»Lukas Rietzschel stellt die bisherigen Klischees auf den Kopf, dass man meinen könnte, die deutsche Geschichte sei bisher noch gar nicht geschrieben worden.«
Torsten Unger, MDR, 19. September 2021
»Ein ehrliches, wichtiges Buch über das Land, in dem wir leben.«
Märker, 18. September 2021
Herstellerinformationen
dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land. Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint den Weg in ein neues Leben zu weisen. Doch hinter den Bäumen stehen unheilvoll die Fabriken der DDR, unter der Oberfläche der Tagebauseen ist ein Geheimnis und über allem liegt die Angst, diese wächst in Philipp und Tobias immer mehr an. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.

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