Sanditz

Roman | nominiert: Deutscher Buchpreis 2026 Longlist. Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« FAZ
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Inhaltsangabe

Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft – von der DDR bis in die Gegenwart

Sanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler, Orgelbauer, Fliesensammler, Lokaljournalistinnen, selbsternannte Widerständler, Träumerinnen, Frührentner, Kinder, Liebespaare, verhuschte Archivare und die Familie Wenzel. 

Warmherzig und multiperspektivisch verwebt Lukas Rietzschel die Erzählung der Familie und der Sanditzer Stadtbewohner zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart, vom Besetzen einer Stasi-Zentrale bis zum Abrackern auf westdeutschen Baustellen.

Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs, Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.03.2026
  • Autor/Autorin: Lukas Rietzschel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5. Auflage
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/128/36 mm
  • Seitenanzahl: 480
  • ISBN: 9783423285162
Pressestimmen
»Wer sich den Geschichten aus dem Osten nähern will, ohne belehrt zu werden, sollte dieses Buch lesen.«
Helene Röhnsch, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 5. Juli 2026
»Lange keinen Roman gelesen, der so gut gezeichnete Nebenfiguren hatte. Schon allein die Szenen aus dem Gemeindeleben lohnen die Lektüre. Rietzschel – einer der begabtesten Erzähler seiner Generation.«
Marc Reichwein, Die Welt, Literarische Welt, 5. Juli 2026
»Sein Werk gehört auf ähnliche Weise zu Ostdeutschland wie Wes Andersons ›Grand Budapest Hotel‹: Die Aufnahmen wurden in Görlitz gedreht, doch die Geschichten erzählen vom Zustand der Welt.«
Christian Zaschke, Süddeutsche Zeitung, 13. Mai 2026
»Ein Panorama der Wendezeit bis heute. Dabei schreibt Lukas Rietzschel bemerkenswert detailliert. Er lässt sich Zeit für genaue Alltagsbeobachtungen, zeichnet Landschaften und Menschen mit viel Präzision, Feingefühl und Respekt.«
SWR Bestenliste, 1. Mai 2026
»Lukas Rietzschel zeigt mit ›Sanditz‹ eindrucksvoll, dass ein guter Roman manchmal besser als soziologische Studien helfen kann, komplizierte gesellschaftliche und politische Sachverhalte zu verstehen. Man kann in Zeiten wie diesen wohl kaum Besseres über ein Buch sagen.«
Michael Hirz, Kölnische Rundschau, 10. April 2026
»Der opulente Roman ›Sanditz‹ ist ein farbenprächtiges ostdeutsches Märchenbuch. (…) So ist vom Osten Deutschlands wohl noch nie erzählt worden.«
Andreas Knebl, Buchkultur, 1. April 2026
»Mit seinem großartigen neuen Roman ›Sanditz‹ liefert Lukas Rietzschel ein historisches Panorama der sich langsam auflösenden DDR.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 30. März 2026
»Ein epochaler Gesellschaftsroman.«
SuperIllu, 26. März 2026
»Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation. ›Sanditz‹ zählt jetzt schon zu den Höhepunkten des Literaturjahrs 2026.«
Cornelia Geissler, Ostdeutsche Allgemeine Zeitung, 25. März 2026
»Dieser junge Autor versteht schon jetzt sein Handwerk. Die Dialoge sitzen, die inneren Stimmen der Figuren sind von enormer Bandbreite. Die Sorgfalt, die er auch für Nebenfiguren aufbringt, ist außerordentlich.«
Meike Feßmann, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 18. März 2026
»›Sanditz‹ ist ein ganz erstaunlicher, erstaunlich gelungener, ja glänzend gelungener 500-Seiten-Roman, der einen weitgespannten Blick auf die Gesellschaft wirft.«
Thomas Andre, Berliner Morgenpost, 18. März 2026
»Ein toller, ein großer Wurf!«
Peter Twiehaus, ZDF Morgenmagazin, 18. März 2026

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Sanditz liegt am Rand der Republik, zwischen gefluteten Tagebauen und den Resten einer Industrie, die den Ort einst zusammenhielt. Über mehrere Generationen folgt der Roman der Familie Wenzel und Moschnick: Menschen, die in der DDR Schutz in einer freien Gemeinde suchen, nach 1989 neue Arbeit und neue Rollen finden müssen und in der Gegenwart erneut um Zugehörigkeit, Verantwortung und politische Gewissheiten ringen.

Rietzschel macht aus dieser Familiengeschichte ein weit gespanntes Gesellschaftspanorama, ohne seine Figuren zu Anschauungsmaterial zu verkleinern. Zeitebenen spiegeln einander, vertraute Orte und Gegenstände tragen verschüttete Erinnerungen weiter, trockener Humor hält selbst schwere Passagen offen. Besonders stark ist der Roman dort, wo Fürsorge und Verrat, Aufbruch und Selbsttäuschung gleichzeitig in einer Szene liegen. Die vielen Perspektiven verlangen Aufmerksamkeit; die ausführlich und drastisch erzählten Kriegskapitel verändern den Ton spürbar. So entsteht kein bequemes Nachwende-Epos, sondern ein genauer, menschlich widersprüchlicher Roman darüber, wie Geschichte in Familien weiterarbeitet.

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  • du große Familien- und Gesellschaftsromane über Ostdeutschland und deutsche Zeitgeschichte suchst
  • du vielstimmige Figurenpanoramen und miteinander korrespondierende Zeitebenen schätzt

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  • du einen geradlinigen Roman mit kleiner Besetzung erwartest
  • du drastisch erzählte Kriegs- und Gewaltszenen vermeiden möchtest
Lesegefühlausgewogen
Sprachegut zugänglich
Erzählfokusfigurenorientiert
Erzählstrukturkomplex
Gewaltwiederholt · drastisch

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dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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