Teil der Reihe: edition suhrkamp

»Nichts ist, wie es scheint«

Über Verschwörungstheorien
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Inhaltsangabe

Seit 2015 Hunderttausende Flüchtlinge in die Bundesrepublik kamen, kursiert im Netz die Theorie vom »Großen Austausch«: Das Land solle von einer globalen »Finanzoligarchie« mittels der »Migrationswaffe« ausgeschaltet werden. Neben mangelndem Vertrauen in die Politik ist der Glaube an Verschwörungstheorien ein Merkmal des populistischen Brodelns. Doch was macht eine Erklärung zu einer Verschwörungstheorie? Warum sind sie für viele so attraktiv? Und was kann man dagegen unternehmen?

Antworten auf solche Fragen findet man seltener als Verschwörungstheorien selbst. Michael Butter erläutert, wie solche Erzählungen funktionieren, wo sie herkommen und welche Auswirkungen sie haben können. Da sie die Eigenlogik sozialer Systeme unterschätzten, seien solche Theorien zwar immer falsch; als Symptom müsse man sie dennoch ernstnehmen. Gegenwärtig seien sie ein Indikator für die demokratiegefährdende Fragmentierung der Öffentlichkeit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.03.2018
  • Autor/Autorin: Michael Butter
  • Reihe: edition suhrkamp
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 6
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 207/125/20 mm
  • Seitenanzahl: 271
  • ISBN: 9783518073605
Pressestimmen
»Butter begibt sich auf die Spur historischer Komplotte, greift jedoch nicht chronologisch, sondern thematisch nach dem Sujet.«
Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel, 29. April 2018
»Butters Buch ist locker und leicht zu lesen.«
Philipp Schnee, Deutschlandfunk Kultur, 26. April 2018
»Die gute Nachricht zuerst: Wir werden zwar täglich mit Geschichten über Verschwörungstheorien bombardiert – manche davon lustig, manche bluternst –, wie es typisch ist für Zeiten, die als krisenanfällig wahrgenommen werden. Doch eine Mehrheit der Menschen ist eher um die Gläubigen als um den Glauben besorgt. So lautet der Befund, den der Amerikanistikprofessor Michael Butter in seiner profunden Studie Nichts ist, wie es scheint stellt.«
Tobias Sedlmaier, Neue Zürcher Zeitung, 25. April 2018
»Michael Butters Sachbuch gehört ohne Zweifel zu den kenntnisreichsten Veröffentlichungen zu diesem Themenfeld. Es ist gleichzeitig hochaktuell und historisch fundiert.«
Christoph M. Kluge, belltower.news, 13. April 2018
»Er analysiert glasklar, wie Verschwörungstheorien funktionieren: Menschen erkennen Muster, wo nicht unbedingt welche sind, und unterstellen Absichten, die es gar nicht gibt.«
Pascal Blum, Tages-Anzeiger, 13. April 2018
»Ein gerade in Zeiten von Parallelöffentlichkeiten und ›Filterblasen‹ ungemein wichtiges Buch!«
Susanne Borst, Mitteldeutsche Zeitung, 8. April 2018
»Michael Butter hat das erste gute Buch über Verschwörungstheorien geschrieben.«
Tobias Haberkorn, DIE ZEIT, 5. April 2018
»Butter vermag mit erstaunlichen Erkenntnissen aufzuwarten ...«
Uwe Schütte, der Freitag, 15. März 2018
»Es ist ein Buch, das einsam leuchtet wie ein Chemtrail am Abendhimmel. Womöglich ist es das Buch des Jahrzehnts.«
Sascha Lehnartz, WELT AM SONNTAG, 11. März 2018
»Michael Butter, Amerikanist an der Universität Tübingen, hat nun ein lehrreiches Buch vorgelegt, in dem er sich ... Fragen [über Verschwörungstheorien] auf angenehm unüberhebliche Weise widmet.«
Maja Beckers, Hohe Luft
»Butters Werk Nichts ist, wie es scheint enthält Erkenntnisse, Überlegungen und Analysen, die der Diskussion über Verschwörungstheorien wertvolle Impulse geben und sie in neue Richtungen lenken kann.«
Andreas Anton, Alan Schink, Zeitschrift für Anomalistik
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Spätestens seit der Coronapandemie sind Verschwörungstheorien ein Signum unserer Zeit. Je komplexer unsere Welt wird, desto mehr Menschen scheinen für ihre erklärenden Sinnangebote empfänglich. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat ein ganzes soziales Netzwerk in eine Schleuder für konspirationistische Erzählungen verwandelt. Donald Trump, der mächtigste Mensch der Welt, amtiert als conspiracy theorist in chief im Weißen Haus.

Michael Butter, Bestsellerautor und einer der renommiertesten Experten für das Thema, präsentiert die Ergebnisse seiner jahrelangen Forschung. So groß die Gefahr auch ist: Eine freie und demokratische Gesellschaft darf sich nicht von der Angst vor Verschwörungstheorien beherrschen lassen und in Alarmismus verfallen. Wie Populismus sind auch sie eine Reaktion auf eine empfundene oder befürchtete Exklusion. Wer sie bekämpfen will, sollte andere nicht einfach als Schwurbler oder Leichtgläubige hinstellen. Vielmehr gilt es, die gesellschaftlichen Ursachen zu bekämpfen. Inklusion und Teilhabe, so Butter, stellen den wirksamsten Schutz gegen Hetze und Unwahrheiten dar.

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