Nationaltheater

Roman | Junge Dramaturgin vs. traditionsreiche Institution – ein intensives Jahr voller Komik und Konflikte
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Inhaltsangabe

Über die Absurditäten des Theateralltags

Jung ist sie, Dina, die Dramaturgin, die mit gerade einmal 30 Jahren eine der renommiertesten Stellen am serbischen Nationaltheater in Belgrad antritt, nämlich die Leitung der Sparte Schauspiel. Das Nationaltheater hingegen ist alles andere als jung und das ziemlich konservative kulturelle Aushängeschild eines oft noch ziemlich konservativen Landes. Was als Erfolgsgeschichte für Dina beginnt, wird zur fulminanten Mesalliance.

Nationaltheater verwebt ein Schicksalsjahr in der Biographie einer ambitionierten jungen Frau mit der Geschichte einer Institution. Beide eint die jüngere Vergangenheit, die von historischen Verwerfungen, dem Zerfall Jugoslawiens und Krieg geprägt ist. Und auch die Gegenwart hat es in sich: Der Theaterkosmos ist Biotop für allerlei bizarre Storys, die permanent von den Mitarbeitenden des Theaterkosmos produziert werden.

Ein Romandebüt voller Tempo und kluger Spielfreude, das mit analytischer Präzision und hinreißend dunklem Humor auslotet, wie es um die Relevanz von Institutionen, die Produktionsbedingungen von Kunst und das Theater als Lebensraum steht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.03.2026
  • Autor/Autorin: Tanja Šljivar
  • Übersetzung: Maša Dabić (aus dem Serbischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 208/134/24 mm
  • Seitenanzahl: 236
  • ISBN: 9783518432174
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine der wichtigsten jungen serbischen Stimmen der Gegenwart
  • Stücke am Gorki Theater und Deutschen Theater in Berlin, am Theater Dortmund und am Schauspiel Stuttgart
Pressestimmen
»Ein zutiefst unterhaltsamer Roman der Dramatikerin Tanja Šljivar ...«
Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau, 31. Juli 2026
»... eine Empfehlung für alle, die etwas über Konservatismus und Kunst, über Ideale und Institutionen erfahren ... möchten.«
Kyra Palberg, Das Magazin der Staatsoper Stuttgart, 23. Juli 2026
»[Šljivars Roman ist] eine erfrischende Entdeckung, die Schmerz in sonderbare Leichtigkeit verwandelt.«
Konrad Muschick, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Juni 2026
»Wie eine durchgeknallte Mischung aus Franz Kafkas Das Schloss und Minihorror von Barbi Marković entführt einen Tanja Šljivars Roman debüt Nationaltheater in eine Theaterwelt zwischen Tradition und ungewisser Zukunft.«
WELT AM SONNTAG, 24. Mai 2026
»Die altehrwürdige Kulturinstitution schafft sich ihre Subjekte, und so muss sich auch Dina bald als ›Kreatur im System des Theaters‹ wiedererkennen, was tragisch, aber dank Šljivar humorvoller Prosa höchst unterhaltsam ist.«
Leon Maack, Jungle World, 30. April 2026
»[W]as [Tanja Šljivar] ... mit ihrem ersten Roman aus dieser kurzen Zeit herausgeholt hat, ist grossartig.«
Silvia Süess, WOZ Die Wochenzeitung, 23. April 2026
»[Mit Nationaltheater hat die] Leserin nicht nur ein köstliches Vergnügen, sondern wird auch an den Sprachwitz einer Elfriede Jelinek erinnert sowie an jene slawische Literaturtradition, die Realismus und Groteske vermengt.«
Aureliana Sorrento, ORF, 22. März 2026
»Tanja Šljivar weiß, wovon sie schreibt: Von 2019 bis 2020 war die serbische Dramaturgin und Dramatikerin tatsächlich Schauspieldirektorin ... Dennoch gerät ihr Romandebüt Nationaltheater nicht zum selbstbezüglichen Erfahrungsbericht, sondern zu einer klugen und oft bizarren Auseinandersetzung mit dieser so renommierten wie veralteten Institution. ...«
Sara Schausberger, Falter, 18. März 2026
»Tanja Šljivar zeichnet in ihrem sehr interessanten Erstling ein düsteres Bild von der Institution Theater, die eigentlich – so möchte man meinen – dazu beitragen sollte, dass die Gesellschaft offen, tolerant und kritisch bleibt, die aber hier mit aller Kraft an traditionellen Mustern, Rollen und Zuschreibungen festhalten möchte.«
Andreas Knabl, Buchkultur, 17. März 2026
»Šljivar macht richtig gutes Theater.«
nachtkritik.de
»[E]in kritisches und spannendes Stimmungsbild der aktuellen Lage [ins Kulturleben Serbiens].«
Eva Pfister, Lesart
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
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