Nackter Mann, der brennt

Roman
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Inhaltsangabe

Wie aus Opfern Täter werden, in welcher Weise dieser unaufhaltsame, alle Grenzen der Grausamkeit sprengende Prozess abläuft – dies erzählt Friedrich Ani, der Meister des Noir, hochspannend, überraschend und einfühlsam.

Im Alter von vierzehn Jahren flieht ein Junge aus dem süddeutschen Dorf Heiligsheim. Vierzig Jahre später kehrt er als Ludwig »Luggi« Dragomir zurück: Alkohol, Drogen und alle gegen sich und die anderen ausgefochtenen Kriege in Berlin konnten die Erinnerungen an den Missbrauch seiner Spielkameraden und seiner selbst durch die Honoratioren von Heiligsheim nicht verdrängen. Die Schuldgefühle, seine Freunde nicht beschützt zu haben, treiben ihn an.

Seit seiner Anwesenheit verschwinden gleich mehrere ältere Herren, einige werden tot aufgefunden – ob durch Unfall oder Mord, das versucht Kommissarin Anna Darko herauszufinden. Dabei gerät auch Ludwig ins Visier, weil er ein Verhältnis mit der Ehefrau eines der Vermissten hat – den er als Gefangenen im eigenen Haus malträtiert. Denn in Ludwig Dragomir hat Wut die Oberhand erlangt, und nun »durfte sie brennen« …

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.12.2017
  • Autor/Autorin: Friedrich Ani
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/18 mm
  • Seitenanzahl: 222
  • ISBN: 9783518468272
Darum lohnt sich dieses Buch

KrimiZEIT-Bestenliste

Pressestimmen
»Grandioser kriegt man Finsternis nicht hin.«
DIE WELT, 3. Dezember 2016
»... ein großartiger Roman über Opfer, Schuld und Wahn.«
Tobias Gohlis, DIE ZEIT, 6. Oktober 2016
»Nackter Mann, der brennt ist nichts für schwache Nerven. Aber ein wichtiges und nötiges Buch, das unverwandt in die Abgründe des Menschen blickt.«
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 25. September 2016
»Es ist dieses leise Sezieren, dieses vorsichtige Freilegen der Gefühle, das Friedrich Ani so ungemein gut beherrscht.«
Christine Westermann, WDR, 24. September 2016
»Friedrich Ani schreibt wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk, in diesem eigenen, eigenwilligen Ton, schlank und scharf und trotzdem satt an Atmosphäre.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 23. September 2016
»Das ist eine kluge und wirksame Erzählstrategie.«
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. August 2016
»Nackter Mann, der brennt ist der wohl ungewöhnlichste Krimi, den Ani bislang veröffentlicht hat. Sein Ausflug in die Hardboiled-Literatur ist aber keine bloße Fingerübung, sondern ein großartiger, pechschwarzer Rachekrimi von alttestamentarischer Wucht.«
Volker Isfort, Abendzeitung München, 20. August 2016
»Messerscharf sind die Sprachbilder des Erzählers ...«
Roswitha Budeus-Budde, Süddeutsche Zeitung, 3. August 2016
»Sie müssen es lesen, dieses Buch.«
Elmar Krekeler, DIE WELT, 2. August 2016
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Stationen vergessenen Glücks

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An einem »sonnenüberstrahlten Tag im Juni« bricht Jakob Vrell von zu Hause auf und steuert das Café eines Freundes an. Jeden Schritt, jedes Wort, das er sagen möchte, hat er sich genau zurechtgelegt. Doch immer wieder lässt ihn etwas innehalten, Umwege einschlagen, in Gedanken abschweifen. Am Ende hat er das Café erreicht, ebenso wie die anderen Stationen vergessenen Glücks, aber auch die Erkenntnis gewonnen, dass Pläne nichts gelten, wenn das Leben dazwischenkommt.

Das Studium an der Kunstakademie brach Jakob Vrell ab, als das Familienerbe rief. Er übernahm das Lokal der Eltern und führte es erfolgreich, bis die Krise ihn aus der Bahn warf. Jetzt macht er sich auf den Weg durch München, besucht alte Weggefährten und zieht Bilanz. Was bleibt vom Leben, wenn die scheinbar vernünftige Entscheidung sich als ebenso brüchig erweist wie der einstige Traum vom Künstlerdasein? Was bleibt von Liebe und Freundschaft? Und was veranlasst einen, an genau diesem Leben festzuhalten?

Einen Vormittag, mehr braucht Friedrich Ani in dieser Erzählung nicht, um in seiner unnachahmlichen Art ein Leben, ein Milieu und die Verwicklungen der Seele aufscheinen zu lassen und miteinander zu verweben.
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