Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2766)

Musik für die Toten und Auferstandenen

Gedichte
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Eine pointierte, harte, rhythmische Diktion zeichnet Valzhyna Morts Poesie aus. Ihr Ton hat etwas Unerbittliches. Mit Belarus, dem Land ihrer Herkunft, in dem die Stille auch die Stille ist, die über Gräberfeldern liegt, wird sie nicht fertig. In einer Stadt aufgewachsen zu sein, in der »Straßen die Namen von Mördern« tragen – das kontaminiert die Erinnerung. Nur weil man »sie mal mit einem Skalpell in der Hand gesehen hat, glauben manche schon, dass die Zeit Wunden heilt«.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.05.2021
  • Autor/Autorin: Valzhyna Mort
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2766
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 176/108/8 mm
  • Seitenanzahl: 142
  • ISBN: 9783518127667
Darum lohnt sich dieses Buch

Gedichte über/aus/ rund um Belarus

Pressestimmen
»Gedichte, die sich einem einschreiben, unter die Haut gehen bis ins Mark.«
Ronya Othmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10. Juli 2022
»Was die Sprecherin der Gedichte findet, sind Spuren der Großelterngeneration und Spuren ihrer eigenen Kindheit, Gedächtnissplitter, zu denen die Stimmen der Toten genauso gehören wie der Geruch von Äpfeln und Schokolade. ... [Valzhyna Mort] gelingt es, ganze Kindheitsatmosphären aufzuspannen – ohne je der Illusion von Unmittelbarkeit zu verfallen, vielmehr halten die Verse das labile Verhältnis von Nähe und Distanz bewusst.«
Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung, 28. Juli 2021
»Musik für die Toten und Auferstandenen ist Poesie. Aber auch ein starkes politisches Statement.«
Mirko Schwanitz, Bayern 2, 4. Juli 2021
»Wir als Leser aber dürfen dankbar sein für diese sprachmächtigen Zeugnisse einer grossen Lyrikerin.«
Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni 2021
»Ihre Einsichten sind klug, auf den Punkt ...«
jonishartmann.de, 25. Juni 2021
»Aus solchem Hin- und Hergleiten zwischen Sprach- und Erfahrungsreichen schöpfe Mort poetische Kraft, sagt sie. Ihre Sprünge sind graziös. Für die deutsche Publikation wurden die Gedichte wechselweise aus beiden Sprachen übersetzt ... Ein großartiges Zusammenspiel.«
Marie Luise Knott, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Juni 2021
»Valzhyna Mort macht aus den Wunden ihres Landes kraftvolle Gedichte.«
Christian Wollin, DIE WELT, 19. Juni 2021
»Gedichte für Tagträumer und verlorene Seelen.«
Paulina Czienskowski, Berliner Zeitung, 24. Mai 2021
»Valzhyna Morts neuer Gedichtband ist ein Buch zum Staunen.«
Hannah VanderHart, EcoTheo Review, 9. November 2020
»Von eindringlicher Schönheit ... Eine Dichtung, die die Komplexität der menschlichen Erfahrung aufzeigt.«
Peter Grandbois, New York Journal of Books, 2. November 2020
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Tränenfabrik

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Valžyna Mort, 1981 in Minsk in der damaligen Sowjetunion geboren, hat erst als Jugendliche Weißrussisch gelernt. Sie, die eigentlich Sängerin werden wollte, entdeckte die politisch umkämpfte Sprache als Instrument des lyrischen Ausdrucks - und macht sie zum Thema ihrer aggressiven Balladen und militanten Litaneien. Von der Kindheit in einem Land voller Angst bis zu den Reisen nach Berlin und New York folgen die Gedichte den Stationen ihres Lebens. Lakonie wechselt ab mit zornigem Pathos. Mort experimentiert mit den Formen Kinderlied, Oper, Agitprop-Gedicht („Und wieder liegt in der Jahres- / bilanz die Tränenfabrik/ ganz vorn.“) und erzielt surrealistische Effekte („wie ein erstarrter blitz/steht eine tulpe/auf meinem bett“). Sie ist die stärkste lyrische Stimme aus einem verschlossenen Land.
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