Was ist nur mit dem Mopsfisch los? Grade noch lila, ist er jetzt rot und bald schon ein Luftballonpilot? Ungeduldig und neugierig zieht er gleich weiter: Ob man in diese Efeuwand gelangen kann? Aber ja: »Mopsfisch kletter./Mopsfisch rauf./Mopsfisch nimmt Gefahr in Kauf!« Und als ein zweiter Mopsfisch auftaucht, ist er auch nicht mehr allein: »Mopsfisch Mopsfisch Nummer zwei. / Mopsfisch Mopsfisch Plauderei!« Clemens J. Setz verfasste die wunderbaren gereimten Dreizeiler für seine kleine Tochter, Stefanie Jeschke hat mit ihren farbigen Bildern ein wunderschönes Buch daraus gemacht.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 18.03.2025
Autor/Autorin: Clemens J. Setz
Altersempfehlung: 3 bis 8 Jahre
Einband: Hardcover
Auflage: 2
Verlag: Insel Verlag
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 245/200/5 mm
Seitenanzahl: 32
ISBN: 9783458645009
Darum lohnt sich dieses Buch
Ein gereimtes Kinderbuch von Clemens J. Setz!
Farbig illustriert von Stefanie Jeschke
Pressestimmen
»[Setz'] Zungenbrecher-Abenteuerbuch über einen Mopsfisch zeigt, dass man keine ganzen Sätze braucht, um ganze Geschichten zu verstehen. Die Illustrationen sind so quickfidel, wie es einem Tier gebührt, das Hundekopf und Flossen hat.«
Eva Thöne, DER SPIEGEL, 8. Juli 2026
»Ein witziges, originelles Bilderbuch voller Fantasie, das sich hervorragend zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen eignet – nicht nur für die Kleinsten.«
Lisa Kreuzer, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30. Mai 2026
»Was Mopsfisch besonders auszeichnet, ist die meisterhafte Verbindung von strenger literarischer Form mit anarchischer Sprachfreude. ... [Das Buch] zeigt exemplarisch, wie wichtig es ist, Kindern auch sprachlich anspruchsvolle Literatur anzubieten.«
Sven Trautwein, fr.de, 7. August 2025
»Die Abenteuer dieses mutigen Mischwesens sind so gewagt wie die Dreizeiler, die Setz für seine kleine Tochter verfasst hat ...«
Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 13. Juli 2025
»Dieses Buch zeigt, wie Sprache grooven kann.«
Katrin Hörnlein, DIE ZEIT, 2. Juli 2025
»Ein Bilderbuch voller Rhythmus und Humor.«
Tipi. Magazin für die Familie, 2. Juli 2025
»Auf jeden Fall zu empfehlen!«
Michael Ritter, Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, 30. Juni 2025
»Auf der einen Seite sorgen die sprachlichen Vereinfachungen für Schwung, für Witz und ganz bestimmt nicht zuletzt für Vergnügen beim Vorlesen und Zuhören. Auf der anderen kann man sicher sein, dass die kindliche Neugier, derart auf Trab gebracht wie hier, auch vor den komplexen Begriffen nicht scheuen wird.«
Fridtjof Küchemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Mai 2025
»... herrlich absurd erzählt und von Stefanie Jeschke kraftvoll illustriert.«
Berliner Zeitung, 17. April 2025
»... ein herrlich absurdes Kinderbuch.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 18. März 2025
»Vereint auf brillante Weise Sprachspielerei mit einer mitreißenden Abenteuergeschichte.«
Sven Trautwein, fr.de
»... eine kühne Geschichte, die von Stefanie Jeschke lebendig illustriert wurde.«
Antje Ehmann, BÜCHERmagazin
Herstellerinformationen
Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG Torstr. 44 10119 Berlin DE
Anfang des 20. Jahrhunderts will der »Pionier der Tierpsychologie«, Karl Krall, Pferde zu »sprechenden, denkenden Mitmenschen« erziehen, indem er ihnen Klopfzeichen beibringt. Knapp 50 Jahre später gründet ein Mann einen neuen Staat, der aus »dem gesamten Universum minus der Erde« besteht. Ein weiteres halbes Jahrhundert später versammeln TikToker Millionen von Follower, indem sie blutrünstige Videos nacherzählen, damit andere sie sich nicht ansehen müssen, während Virtual-Reality-Arenen in Japan echten Todesmut und ganz reale Schweißausbrüche fördern. Allen in diesem Band versammelten Texten ist die so bezaubernde wie abgründige Poesie gemeinsam, die Clemens J. Setz in den Tiefen des Weltalls oder auch nur hinter der nächsten Straßenecke entdeckt. Mit unerschöpflicher Neugier und einzigartigem Sinn für vermeintlich Abseitiges und Abgelegenes konfrontiert er uns in seinen Essays mit einer Fülle an Nischenwissen – und verhilft uns so zu einem frischen und oft genug befreienden Blick auf die uns umgebende Welt.
Pauls Sprache ist Noise: monströs dahertosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber mehr und mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt. Sie teilt seine Faszination für Noisebands wie Hanatarash oder Atrax Morgue, und Paul verliebt sich übergangslos in sie. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Und wieso ist Mark endgültig abgetaucht
Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen Leidende – in Mein Leben als Noiseband versammelt Clemens J. Setz Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft. Mit so präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen sie uns durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, dass Groteske und das Obsessive umeinander kreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit.
Jedes Kind kennt die Geschichten des berühmtesten aller Narren, der Eulen und Meerkatzen bäckt, einem Esel das Lesen beibringt und den Grafen von Anhalt für dumm verkauft. Sprichwörtlich sind seine Eulenspiegeleien, das penetrante Wörtlichnehmen und absichtliche Missverstehen, mit denen er sich Herren und Meister vom Leib hält. Doch nicht nur die Mächtigen werden Opfer seiner derben Späße, sondern auch arme Bauern und Handwerker, Tiere und Kinder. In Clemens J. Setz’ Nacherzählungen ausgewählter Historien aus dem beliebten Volksbuch stiftet Till Eulenspiegel, »diese vielleicht freieste Figur der deutschen Literatur«, nichts als Unruhe und Chaos in den Dörfern und Häusern der braven, anständigen Menschen, zum diebischen Vergnügen des Lesers, herrlich hintergründig illustriert von Philip Waechter.
»Hatte jemals irgendein einzelner Mensch eine größere zerstörerische Wirkung auf die deutschsprachige Lyrik als Elon Musk? Ich glaube nicht.«
Mehrfach kündigte Clemens J. Setz an, nie wieder Gedichte in Buchform zu veröffentlichen – um es in vorliegendem Band doch zu tun. Es handelt sich um Poesie der besonderen Art, denn sie ist ursprünglich in einem Medium entstanden, das es nicht mehr gibt: Der legendäre Mikroblogging-Dienst Twitter ist Geschichte, seit er von Elon Musk übernommen wurde. Er heißt jetzt bekanntlich X und funktioniert ganz anders. Das kreativitätsfördernde Zeichenlimit wurde entfernt, aber vor allem: Längere Zeit inaktive Accounts werden für immer und unwiederbringlich gelöscht – und mit ihnen die vielen poetischen Wunderkerzen, die dort funkeln.
Das All im eignen Fell ist ein Erinnerungsbuch im doppelten Sinn. Es versammelt in einem ersten Teil eine Auswahl von Setz' eigenen, inzwischen gelöschten Twitter-Gedichten. Und erzählt im zweiten die kurze, aber umso blütenreichere Geschichte einer Gattung, die Schritt für Schritt aus unserer Wirklichkeit entfernt wird.
Worms, Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Peter Bender, ehemals Fliegerleutnant des Deutschen Heeres, macht sich als Gründer einer neuen Religionsgemeinschaft und mit der Proklamation der sogenannten Hohlwelt-Theorie einen Namen: Die Menschheit lebe nicht auf, sondern in einer Kugel, außerhalb derselben existiere nichts. Benders Gemeinde bleibt überschaubar, dennoch wird er wegen der Verbreitung aufwieglerischer und gotteslästerlicher Flugschriften zu einer mehrmonatigen Kerkerhaft verurteilt. Als sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten herumspricht, dass seine Frau Jüdin ist, wenden sich selbst seine engsten Gefolgsleute von ihm ab. Die Benders verarmen, die Repressionen besonders gegen seine Frau werden bald unerträglich.
Bestürzend aktuell, von unüberbietbarer sprachlicher und gedanklicher Originalität: Dieser Roman erzählt von Querdenkertum und alternativen Wahrheiten und rekonstruiert eine so bewegende wie verstörende Lebensgeschichte.
Beunruhigend weit liegen die Lebensentwürfe auseinander, Übergänge und Zwischentöne drohen in der öffentlichen Debatte zu verschwinden. David ist tot, das veröffentlichen der Influencer Tim und einige Journalist:innen, doch aus Sicht der Eltern leidet der Junge seit seinem Verkehrsunfall an einer Art von Demenz. Renate und Konrad suchen eine Schule für ihren Sohn, der als Tablet in einem Rollstuhl erscheint. Der Bildschirm gibt Davids Gedanken wieder – eingetippt von den Eltern, die behaupten: »Wir waren ja jeden Tag mit ihm zusammen und wissen doch ganz gut, wie er denkt.« Renate und Konrad verweigern sich einer Trauerarbeit, die sie zwänge, den eigenen Sohn sterben zu lassen. »Verschonten« und Kinderlosen, die wie Tim in seinem Video auf Davids Grab hinweisen, begegnen sie mit Kampfgeist und werfen ihnen Gedankenmord vor. In Interviews, Internetvideos und Tonaufnahmen eröffnet Clemens J. Setz ein bizarres Wortgefecht. Wer hat die Kontrolle über die Grenze von Leben und Tod? Abseits der irrwitzigen Debatte begleitet der Autor mit erstaunlichem Realismus die Eltern und ihren Sohn in die Abgründe der Gefühle und Sprachlosigkeit.
Warum denken sich Menschen Kunstsprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics aus? Clemens J. Setz erzählt anekdotenreich vom Antrieb und der Besessenheit ihrer Erfinder, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.«
Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und um die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Clemens J. Setz erzählt über das Absurde und Groteske des menschlichen Zusammenlebens. Das ganz und gar Unerwartete bricht in das Leben seiner Figuren ein. Ihr Schöpfer erzählt davon einfühlsam, fast zärtlich. Durch Falltüren gestattet er uns Blicke auf rätselhafte Erscheinungen und in geheimnisvolle Abgründe des Alltags, man stößt auf Wiedergänger und auf Sätze, die einen mit der Zunge schnalzen lassen. Der Trost runder Dinge ist ein Buch voller Irrlichter und doppelter Böden – radikal erzählt und aufregend bis ins Detail.
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein bekannter Schriftsteller und werden um ein ausführliches Interview gebeten. Sie sollen Auskunft geben über Ihre Interessen und intellektuellen Vorlieben, über die Voraussetzungen und Hintergründe, über Motive und Themen Ihres umfangreichen Werks. Stellen Sie sich vor, Ihnen fällt nichts ein, gar nichts, so sehr Sie sich auch bemühen. Dann muss eben jemand anderer über Sie erzählen. Aber wer sollte das sein? Wer weiß gut genug über Sie und ihre Bücher Bescheid? Im Fall des Schriftstellers Clemens J. Setz fand sich eine Alternative. Aber keine natürliche Person steht hier Rede und Antwort, sondern eine Art künstliche Intelligenz, sein Millionen von Zeichen umfassendes elektronisches Tagebuch – die ausgelagerte Seele des Autors, kurz gesagt: ein Clemens-Setz-Bot. Und was der Befragte selbst im mündlichen Gespräch nicht zu verbalisieren mochte, gibt das Werk allein, völlig losgelöst von seinem Autor, in verblüffender Offenheit preis.
In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im Rollstuhl, ist von unberechenbarem Temperament und gilt als »schwierig«. Dennoch erhält er jede Woche Besuch – ausgerechnet von Christopher Hollberg, jenem Mann, dessen Leben er vor Jahren zerstört haben soll, als er ihn als Stalker verfolgte und damit Hollbergs Frau in den Selbstmord trieb. Das Arrangement funktioniere zu beiderseitigem Vorteil, versichert man Natalie, die beiden seien einander sehr zugetan. Aber bald verstört die junge Frau die unverhohlene Abneigung, mit der Hollberg seinem vermeintlichen Freund begegnet. Sie versucht, hinter das Geheimnis des undurchschaubaren Besuchers zu kommen und die Motive seines Handelns zu verstehen. Dieser Roman ist eine Bergwerksfahrt in die Welt des Clemens J. Setz. Sie fördert ihre innere Ordnung zutage, ihre Geheimnisse und Prinzipien: Macht und Ohnmacht, Sinnsuche und Orientierungsverlust, Unterwerfung und Liebe in allen Spielarten – fürsorglich, respektvoll, besessen, Liebe als Wahn und als Manipulation. Und Rache. So subtil und schmerzhaft, dass die Frage nach Täter und Opfer in namenloses Gelände führt.