Mein Leben als Noiseband

Erzählungen
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Inhaltsangabe
Pauls Sprache ist Noise: monströs dahertosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber mehr und mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt. Sie teilt seine Faszination für Noisebands wie Hanatarash oder Atrax Morgue, und Paul verliebt sich übergangslos in sie. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Und wieso ist Mark endgültig abgetaucht Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen Leidende – in Mein Leben als Noiseband versammelt Clemens J. Setz Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft. Mit so präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen sie uns durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, dass Groteske und das Obsessive umeinander kreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.08.2026
  • Autor/Autorin: Clemens J. Setz
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 211/136/32 mm
  • Seitenanzahl: 383
  • ISBN: 9783518433119
Darum lohnt sich dieses Buch

Neue Erzählungen aus dem einsamen Backstagebereich des Lebens mit und ohne Ausweg

Pressestimmen
»In den Geschichten von Clemens J. Setz ist das Vertraute nach einem Schleudertest zu erleben oder nach einem Praxistest im Beißanzug. Es ist immer noch da. Aber es hat sich mit etwas Fremdem, etwas zutiefst Verstörendem gemischt.«
Ronald Meyer-Arlt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 29. September 2026
»Eindringlich und unerbittlich legt Clemens Setz in Form einer literarischen Collage ausschnitthaft Innenansichten frei. Dies geschieht immer wieder poetisch, auch tiefsinnig und trotz einer gewissen Nüchternheit sehr persönlich.«
Marie Renhardt, Die Furche, 24. September 2026
»Clemens J. Setz schreibt grandios über Nerds und das Internet.«
Iris Radisch und Adam Soboczynski, Was liest du gerade? – ZEIT-Podcast, 21. September 2026
»Schönste Sätze, dunkelste Abgründe.«
Eva-Maria Manz, Stuttgarter Zeitung, 15. September 2026
»Clemens J. Setz [befindet sich] auf seinem Stammgebiet: gesellschaftliche Abweichungen, Behinderungen, die Abgründe der Fürsorge und des An vertraut-Seins von fremden Leben. Stilistisch ist Clemens J. Setz im neuen Erzählband ohnehin ganz bei sich.«
Klaus Kastberger, Die Presse, 29. August 2026
»Die psychologische Tiefe der komplexen Figuren wird immer wieder zum Faszinosum.«
Jesper Klein, Rhein-Neckar-Zeitung, 26. August 2026
»Immer wieder bringt Setz diese fürsorgliche Haltung gegenüber Menschen, der Natur und Dingen zum Ausdruck, eine grundlegende Empahtie für alles, das existiert, die den Kern von Poesie ausmacht und dem Grauen widersteht.«
Caspar Battegay, WOZ Die Wochenzeitung, 25. August 2026
»Clemens J. Setz schreibt in seinem Erzählband gegen die Schönheit an. Je verzweifelter, desto trauriger, lustiger, schöner.«
Berliner Zeitung, 24. August 2026
»Clemens Setz ist der derzeit innovativste und spannendste Schriftsteller Österreichs, thematisch und formal am Puls der Zeit schafft er psychologisch komplexe, oft exzentrische Figuren, die Lesende herausfordern, überraschen und in ihren Bann ziehen.«
Meike Stein, 24. August 2026
»Setz ... verwendet Sprache nicht zur Beschreibung des Alltäglichen oder der Nacherzählung von Erlebtem, sondern setzt sie als Hebel an den Fugen und Bruchlinien unseres Lebens an, wo sie Sprengkraft entwickelt, den Spalt zwischen Oberfläche und Darunterliegenden so erweitert, dass er in ihn hineinleuchten kann.«
Wolfgang Huber-Lang, Salzburger Nachrichten, 21. August 2026
»Voller Gewalt, Perversionen, Peinlichkeiten und gleichzeitig das Sensibelste, was es über das Leben im Internet und aktuelle Geschlechterprobleme zu lesen gibt ... sensationell ...«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 19. August 2026
»In Mein Leben als Noiseband berichtet Clemens J. Setz von Figuren am Rand und reizt die Grenzen des Sagbaren aus.«
Barbara Beer, Kurier, 15. August 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Die Fortführung der Poesie mit anderen Mitteln

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Anfang des 20. Jahrhunderts will der »Pionier der Tierpsychologie«, Karl Krall, Pferde zu »sprechenden, denkenden Mitmenschen« erziehen, indem er ihnen Klopfzeichen beibringt. Knapp 50 Jahre später gründet ein Mann einen neuen Staat, der aus »dem gesamten Universum minus der Erde« besteht. Ein weiteres halbes Jahrhundert später versammeln TikToker Millionen von Follower, indem sie blutrünstige Videos nacherzählen, damit andere sie sich nicht ansehen müssen, während Virtual-Reality-Arenen in Japan echten Todesmut und ganz reale Schweißausbrüche fördern.
Allen in diesem Band versammelten Texten ist die so bezaubernde wie abgründige Poesie gemeinsam, die Clemens J. Setz in den Tiefen des Weltalls oder auch nur hinter der nächsten Straßenecke entdeckt. Mit unerschöpflicher Neugier und einzigartigem Sinn für vermeintlich Abseitiges und Abgelegenes konfrontiert er uns in seinen Essays mit einer Fülle an Nischenwissen – und verhilft uns so zu einem frischen und oft genug befreienden Blick auf die uns umgebende Welt.
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