Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs

Roman
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Inhaltsangabe
Ein dystopischer Roman der Extraklasse: Der Meisterkoch Geza frönt einer neuen Mode, Book‘n‘grill. Im Jahr 2037 werden Bücher nicht mehr gelesen, geschweige denn gedruckt, sie dienen als Brennmaterial für exklusive Speisen. Der Gipfel der Dekadenz und Ignoranz – und Ausgangspunkt für ein groteskes Sprachfeuerwerk à la Sorokin. Einige Jahre nach der Zweiten Islamischen Revolution ist die Welt kaum wiederzuerkennen. Die Gutenberg-Ära hat abgewirtschaftet, die Druckereien drucken nur noch Geld, Bücher sind komplett aus dem Alltag verschwunden. Außer für den Koch Geza und einige reiche Upper-Class-Zeitgenossen: Sie zelebrieren Book‘n‘grill-Events, bei denen aus Museen entwendete, bibliophile Ausgaben als Grillkohle für erlesenes Slow-Food verwendet werden. Geza, Spezialist für russische Klassiker, ist der Star der Szene, er kennt die besten »Rezepte«: Stör-Schaschlik über Dostojewskis »Idioten« oder Wiener Schnitzel über Arthur Schnitzler. Jeder versucht am neuen Boom mitzuverdienen, die Gilde der Köche, die über die Einhaltung der Regeln wacht, ist alarmiert. Und auf dem fernen Berg Manaraga macht sich Gezas größter Konkurrent daran, das ganze elitäre Geschäft zu unterwandern und zu revolutionieren und Geza kaltzustellen. Sorokins Roman, von der russischen Kritik hoch gelobt und preisgekrönt, strotzt vor absurden Einfällen und beißender Gesellschaftskritik. Ein geniales Romanfeuerwerk vom russischen Meister der Groteske.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.11.2018
  • Autor/Autorin: Vladimir Sorokin
  • Übersetzung: Andreas Tretner (aus dem Russischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/133/24 mm
  • Seitenanzahl: 256
  • ISBN: 9783462051261
Darum lohnt sich dieses Buch

Eine grandiose, preisgekrönte Dystopie des bedeutenden russischen Schriftstellers, erinnernd an »Fahrenheit 451«

Pressestimmen
»vorbildliche[...] Farce und Satire. [...] Der Roman beginnt mit brilliantem Witz [...] und kulminiert in einem rauschhaften Finale.«
Gérard Otremba, soundsandbooks.com, 4. Februar 2019
»Eine bittere Persiflage auf die Literturkritik. Manaraga ist Sorokins Kommentar zum Literaturbetrieb.«
Ekaterina Kel, Süddeutsche Zeitung, 8. Januar 2019
»eine zentrale Idee, die sich dank Sorokins Erzählkunst zu einem mitreißenden Abenteuer entfaltet.«
Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel, 30. Dezember 2018
»Sorokins Roman schwankt [...] zwischen Dystopie und Gesellschaftskritik, ist unterhaltsam, stimmt aber auch sehr nachdenklich«
Annette Schimmelpfennig, slik-magazin.de, 21. Dezember 2018
»eine unterhaltsame Groteske«
Sibylle Peine, Eßlinger Zeitung, 15. Dezember 2018
»eine beißende Gesellschaftssatire«
Christian Dinker, rbb Inforadio Quergelesen, 9. Dezember 2018
»eine schwarze Messe des Zynismus, ein Schlag ins Gesicht des Bildungsbürgertums«
Martin Halter, Stuttgarter Zeitung, 7. Dezember 2018
»[ein] Geniestreich [...] Er konstruiert eine Zukunft in der Zukunft, auf dass urpötzlich alles wieder sehr gegenwärtig ist«
Ulrich Steinmetzger, Sächsische Zeitung, 4. Dezember 2018
»Sorokin hat erneut virtuos den Gipfel der Realsatire erklommen. Mit sehr viel Biss und Bissigkeit.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, 1. Dezember 2018
»Vladimir Sorokin [...] hat nach Telluria wieder einen im doppelten Sinn fantastischen Zukunftsroman geschrieben, der vor Anspielungen strotzt.«
Katharina Erlenwein, Nürnberger Nachrichten, 1. Dezember 2018
»Perfekt tranchiert [...] Ein Buch mit bitterem Nachgeschmack – aber dafür mit einem Rezept für ‘Gefillte Helsele’.«
mho, Der Tagesspiegel, 1. Dezember 2018
»Dieses Tagebuch eines Meisterkochs ist geistreich, unterhaltsam zu lesen, nicht ohne Spannungselemente und dabei so bitterböse, wie es sich für eine Dystopie gehört«
Hubert Spiegel, FAZ, 24. November 2018
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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 Sorokins Romanvision aus dem Jahr 2006 ist eine schmerzhafte Satire, eine negative Utopie im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Und das Erschreckende daran ist, dass sie – mit Blick auf das heutige Russland – so überaus realistisch erscheint.


  • »Der wichtigste Erzähler der russischen Gegenwartsliteratur« Die Zeit
  • »Sorokin rechnet mit dem Russland Wladimir Putins ab.« Tages-Anzeiger, Schweiz
  • »Sorokins Roman ist eine düstere Prophezeiung.« Berliner Morgenpost
  • Sorokin ist einer der schärfsten Kritiker der politischen Eliten Russlands und sieht sich regelmäßig heftigen Anfeindungen regimetreuer Gruppen ausgesetzt.
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