Der Schneesturm

Roman
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Inhaltsangabe

Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Der Landarzt Garin will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden
Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, Garins Pferde sind erschöpft, und so heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von winzigen Pferden gezogen wird. Und so beginnt seine Reise in eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologiegesellschaft. Eingebettet in den erzählerischen Kosmos von Tolstoi, Tschechow und Gogol, versetzt »Der Schneesturm« ein grotesk-imaginäres Russland in den Abgrund zwischen den Zeiten – ein zugleich heiteres wie verstörendes Buch, das von der Kritik einhellig gefeiert wurde und einmal mehr Sorokins herausragende Stellung unter den zeitgenössischen russischen Schriftstellern untermauert.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 06.11.2014
  • Autor/Autorin: Vladimir Sorokin
  • Übersetzung: Andreas Tretner (aus dem Russischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 12. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/125/12 mm
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN: 9783462046823
Pressestimmen
»Mit sardonischem Witz, deftigem Sarkasmus, auch zarter Ironie zieht Sorokin alle Register der Weltliteratur [...].«
Süddeutsche Zeitung, 9. Januar 2015
»Sorokins eigener Stil [...] beschreibt die allgemeine Orientierungslosigkeit angemessener als die realistische Erzählprosa von Puschkin bis Tschechow.«
NZZ, 19. Dezember 2012
»Sicher eines von Vladimir Sorokins besten Büchern.«
Der Freitag, 13. September 2012
»Vladimir Sorokin wird immer besser. [...] Es ist schön zu lesen, wie er Verqueres, immer wieder Verblüffendes, in der weißen Watte von Erzählkonvention und Schnee präsentiert [...].«
Süddeutsche Zeitung, 24. August 2012
»Sorokins jüngstes [...] im Erzählton des neunzehnten Jahrhunderts geschriebenes Werk ist eine Hommage an die Klassik, die sich zugleich nach vorne weiterspinnt.«
FAZ, 18. August 2012
»Der Schneesturm ist ein eiskalter Sommercocktail voller Denkimpulse – eine wunderbare Abkühlung in der Hitze des Alltags.«
WDR 5, 18. August 2012
»[...] ein phantastisches Meisterwerk [...]. Man legt das betörend schöne, hintergründige und schonungslos kritische Buch nicht mehr aus der Hand, liest es in einem Zug durch.«
Die Welt, 11. August 2012
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet, lebt allein vom Gas- und Ölexport, pflegt Handelskontakte nur noch mit China und ist von der Großen Russischen Mauer umgeben. Es wird vom »Gossudar«, einem absoluten Alleinherrscher regiert. Und wie einst Iwan der Schreckliche übt dieser seine Macht mithilfe der Opritschniki, der »Auserwählten«, aus: einer Leibgarde ergebenster Gefolgsleute, die vor keiner Bestialität zurückschreckt und der beinahe alles erlaubt ist. 

 Sorokins Romanvision aus dem Jahr 2006 ist eine schmerzhafte Satire, eine negative Utopie im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Und das Erschreckende daran ist, dass sie – mit Blick auf das heutige Russland – so überaus realistisch erscheint.


  • »Der wichtigste Erzähler der russischen Gegenwartsliteratur« Die Zeit
  • »Sorokin rechnet mit dem Russland Wladimir Putins ab.« Tages-Anzeiger, Schweiz
  • »Sorokins Roman ist eine düstere Prophezeiung.« Berliner Morgenpost
  • Sorokin ist einer der schärfsten Kritiker der politischen Eliten Russlands und sieht sich regelmäßig heftigen Anfeindungen regimetreuer Gruppen ausgesetzt.
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