Juden und Worte

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Inhaltsangabe
Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten. In der Synagoge wie in der Schule, vor allem aber zu Hause umspannte es zwei oder drei ins Gespräch vertiefte Generationen. Was Juden untereinander verbindet, sind Texte. Es ist mit Händen zu greifen, in welchem Sinne Abraham und Sara, Rabban Gamiel, Glückel von Hameln und zeitgenössische jüdische Autoren demselben Stammbaum angehören. Vater und Tochter zeigen anhand verschiedener Themen wie Kontinuität, Frauen, Zeitlosigkeit, Individualität quer durch die Zeiten, von der namenlosen, möglicherweise weiblichen Verfasserin des Hohenliedes bis zu den Talmudisten, Gelehrten und Künstlern die Verbindung von Juden und Wörtern. Sie zeigen, dass jüdische Tradition, auch jüdische Einzigartigkeit nicht von zentralen Orten, Erinnerungsstätten, heroischen Figuren oder Ritualen abhängt, sondern vielmehr von geschriebenen Worten, deren Auslegungen und Debatten zwischen den Generationen. Gelehrt, behände und humorvoll bietet »Juden und Worte« einen einzigartigen Streifzug durch die jüdische Geschichte und Kultur und lädt jeden Leser, jede Leserin zum Gespräch ein, zu Fragen, Einwänden, Entdeckungen in einem Buch.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.09.2013
  • Autor/Autorin: Amos Oz,Fania Oz-Salzberger
  • Übersetzung: Eva-Maria Thimme
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4
  • Verlag: Jüdischer Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 202/125/26 mm
  • Seitenanzahl: 285
  • ISBN: 9783633542680
Pressestimmen
»Juden und Worte beweist in der Tat auf jeder Seite die Ewigkeit von Texten ... Die Realität des durchdringenden jüdischen Blicks, die Offenheit des Streitgesprächs, die Souveränität, mit der Menschlichkeit zum Ausdruck gebracht wird – all das gerät, nicht ohne kritische Seitenhiebe, zum Plädoyer für jüdische Kultur ...«
Dietrich Klose, Vaihinger Kreiszeitung, 11. Juli 2014
»Eine ›Gute-Nacht-Geschichte‹ oder Strandlektüre ist das Buch Juden und Worte ... ganz gewiss nicht. Aber wer sich für jüdische Geschichte und die ungebrochene Wirkung, die alles Jüdische und natürlich seine Worte bis heute ausstrahlen, interessiert, dem sei es sehr ans Herz gelegt.«
Evelyn Bartolmai, Saarländischer Rundfunk, 29. Januar 2014
»Der bekannte israelische Schriftsteller Amos Oz hat gemeinsam mit seiner ältesten Tochter, der 1960 geborenen Historikerin Fania Oz-Salzberger, ein beeindruckendes Sachbuch geschrieben, einen großrahmigen Essay von 285 Seiten, der immerhin eine fünf tausendjährige Geschichte umspannt«
Ilka Scheidgen, Die Tagespost, 10. Januar 2014
»Eine Liebeserklärung an die biblische Sprache und zugleich ein politisches Manifest ... Dass die Autoren scheinbar leichtfüßig jede Menge amüsanter Anekdoten aneinanderreihen, etwa über den wortreichen jüdischen Humor ... und die lebhafte jüdische Streitkultur, mindert den Anspruch ihrer Botschaft nicht. Er geht tiefer.«
Gisela Dachs, DIE ZEIT, 2. Oktober 2013
»Sie erzählen von dem reichen Schatz der Weisheit der Juden, angehäuft und weitergetragen von abertausend jüdischen Müttern und Vätern. Und sie ringen mit den Lehrern und Schülern, Dichtern und Denkern ihres Volkes. ... Die Autoren tun das mit Lust und mit Stolz, bisweilen etwas belehrend, dann aber wieder humorvoll und fesselnd.«
Stefan Seidel, Freies Christentum
»... Und so bieten Literat und Historikerin auf 240 Selten einen spannenden und unterhaltsamen Ausflug in jüdische Geschichte und Literatur, der nicht nur informativ und amüsant ist, sondern durch seine persönliche Note auch kritisch und reflektiert und damit Lust auf alte und neue Schriften und jüdische Literatur macht.«
Vanessa Rau, aviva-berlin.de
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Die Rechnung ist noch offen« – unter diesem Titel hielt Amos Oz seine letzte große Rede im Juni 2018, ein halbes Jahr vor seinem Tod. Sie hat den Charakter eines Vermächtnisses, das er uns – seinen Millionen Leserinnen und Lesern in Israel, in Deutschland, in aller Welt – hinterließ. Es ging um Krieg und Frieden, um Israel und den Nahen Osten, die bedrohte Humanität und gefährdete Demokratie. Dieser Band versammelt Reden, die Amos Oz gehalten, Essays, die er geschrieben, Gespräche, die er im Laufe der Jahre geführt hat. Es geht um den Sechs-Tage-Krieg 1967, um die Kriege seither, den ungelösten Konflikt mit den Palästinensern. Amos Oz berichtet von seinen Reportagen im Landesinneren, stellt uns sein großes Epos Eine Geschichte von Liebe und Finsternis vor und erzählt die Bibel neu.

Dieses Buch lässt uns den großen Autor seines Landes neu entdecken.
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