Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 2379)

Geistesarbeit

Eine Praxeologie der Geisteswissenschaften
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Der Ausdruck »Geisteswissenschaftler« evoziert das Bild von einsamen Menschen am Schreibtisch, deren ganze Aufmerksamkeit der versunkenen Auseinandersetzung mit komplizierten Texten gilt. Aber stimmt dieses Bild? Nein, sagen Steffen Martus und Carlos Spoerhase, die in ihrem Buch im Rückgriff auf zahlreiche unpublizierte Quellen die Praxis der Geistesarbeit am Beispiel Peter Szondis und Friedrich Sengles untersuchen. Sie zeigen, was Forschen, Lehren und Verwalten im akademischen Alltag tatsächlich bedeuten, vor welchen Herausforderungen die Geistesarbeit jeden Tag steht und was sie leistet. Gegen die abstrakte Rede von der »Krise der Geisteswissenschaften« plädieren sie für eine Neujustierung des Blicks, und zwar darauf, was an einem geisteswissenschaftlichen Arbeitsplatz wirklich geschieht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.09.2022
  • Autor/Autorin: Steffen Martus,Carlos Spoerhase
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2379
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 2. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 178/108/35 mm
  • Seitenanzahl: 658
  • ISBN: 9783518299791
Pressestimmen
»Das Buch ist ... Pflicht- wie Lustlektüre für Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler und für alle an praxeologischen Fragen Interessierten.«
Gabriele Wix, literaturkritik.de, 17. April 2023
»Das Buch ist über lange Strecken eine nicht nur anregende, sondern auch unterhaltsame Lektüre, weil es offenbart, wie eng in den Geisteswissenschaften gewisse Arbeitsbedingungen mit bestimmten Ergebnissen verbunden sind.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 18. März 2023
»Martus [und] Spoerhase haben in erfreulicher Weise zur Entmystizifizierung und Handhabbarkeit des Numinosums Geisteswissenschaft beigetragen.«
Enno Stahl, taz. die tageszeitung, 9. März 2023
»Das Buch von Martus und Spoerhase ist nicht nur eine packende Schilderung dessen, was Geisteswissenschaftler tun, sondern auch Aufklärung über die Mythen der Geisteswissenschaften und der Universität.«
Markus Steinmayr, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. März 2023
»Die 35 Kapitel von Geistesarbeit sind Feldnotizen, der in ihnen zusammengetragene Reichtum an Beobachtungen macht den Ertrag des Buches aus.«
Wolf Lepenies, DIE WELT, 29. Dezember 2022
»Verfasst haben Martus und Spoerhase eine anregende Studie, die einen komplexen Eindruck von den Kompetenzen vermittelt, die es braucht, um Geistesarbeit zu betreiben.«
Maximilian Mengeringhaus, Der Tagesspiegel, 26. Oktober 2022
»... dem Buch ist zu wünschen, dass es auch von denjenigen in Politik, Wissenschaftsmanagement, Hochschulverwaltung, Forschungsförderung, Evaluationsagenturen gelesen wird, denen Geistesarbeit fremd ist. Wem dieses Arbeitsfeld vertraut ist, wird es aus den Routinen werfen.«
Niels Werber, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. September 2022
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Literatur ist Gesellschaft im Kleinen. Sie spiegelt nicht nur die fundamentalen Umbrüche, die immer schneller aufeinander folgen, sie durchlebt selbst die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. 1989 wurden Autoren noch einmal auf die große Bühne gerufen: Von Christa Wolf erwarteten die Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im «deutsch-deutschen Literaturstreit» und in den Skandalen um Strauß, Grass, Handke oder Walser veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die «Popliteratur» erklärte Autoren nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Literatur war in einer neuen Zeit angekommen, aber anders als einst erhofft.
Steffen Martus zeichnet ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.

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