Fritz Bauer

oder Auschwitz vor Gericht
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen: Inmitten einer Justiz, die in der jungen Bundesrepublik noch immer von braunen Seilschaften geprägt war, setzte er den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess durch. Er kooperierte mit dem israelischen Geheimdienst, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Aber wer war der kämpferische Einzelgänger wirklich? Ronen Steinke erzählt das Leben eines großen Juristen und Humanisten, dessen persönliche Geschichte zum Politikum wurde.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.09.2015
  • Autor/Autorin: Ronen Steinke
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 9. Auflage
  • Verlag: Piper
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 185/120/22 mm
  • Seitenanzahl: 352
  • ISBN: 9783492307093
Pressestimmen
»Es gibt nicht viele deutsche Journalisten die so häufig (…) und so gut über das Völkerrecht schreiben wie Ronen Steinke.«
Markus Lanz, ZDF - Markus Lanz, 20. November 2025
»Die Standard-Biografie zu Fritz Bauer.«
allgemeine-zeitung.de, 4. November 2017
»Eine exzellente Biografie.«
Die ZEIT, 3. August 2017
»Bauer war die Person, die die Mauer des Schweigens durchbrochen hat«
sagt Steinke.«, wyborcza.pl, 24. Januar 2015
»Ronen Steinkes einfühlsames Buch verdient ausführliche Lektüre und vor allem nachhaltiges Engagement von jedem von uns gegen alte und neue Nazi-Parolen.«
IPG-Journal.de, 15. September 2014
»Pflichtlektüre für Juristen.«
Münchner Merkur, 28. August 2014
»Das Ergebnis ist eine lebensecht Abhandlung, die beim Leser ein bleibendes Bild vom Charakter Fritz Bauers hinterlässt.«
Kritische Justiz, 23. Februar 2014
»Aus der scheinbar trockenen Justiz-Materie macht Steinke ein spannendes und bewegendes Buch, das eine ungeheure Sogwirkung entfaltet.«
Offenbach-Post, 17. Januar 2014
»Die Biographie über Fritz Bauer enthält inhaltlich Neues über Bauers Studienzeit, Leben und Schaffen im Exil, ist aber vor allem als ein einfühlsames Porträt und zudem stilistisch gelungen.«
taz, 17. Januar 2014
»Der Glücksfall einer spannend geschriebenen politischen Biografie.«
Darmstädter Echo, 23. Dezember 2013
»Ronen Steinke liefert in seiner Biografie das Psychogramm eines mit seiner Identität hadernden, massiv angefeindeten Aufklärers, in dessen Person sich der Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte vielfältig spiegelt.«
WDR 3, 20. Dezember 2013
»Eine Biografie aus der Feder eines gleichermaßen als Jurist und Journalist qualifizierten Autors: Ronen Steinke. Seine vertiefte Biografie Fritz Bauers kann sich auf neues Material (...) stützen (...). Steinke ist kein Enthüllungsjournalist im unguten Sinne, aber er hat Dinge mitzuteilen, die Fritz Bauer Amt und Karriere hätten kosten können.«
Der Tagesspiegel, 18. Dezember 2013
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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Meinungsfreiheit

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Noch nie gab es so viele Ermittlungen wegen bloßer Worte, egal ob es um Migration, Klimapolitik, die Ukraine oder den Nahostkonflikt geht. Der Staat definiert heute etliche politische Aussagen als strafbar, die noch vor zehn Jahren ganz klar unter die Meinungsfreiheit fielen.

Grenzen der Meinungsfreiheit

Ronen Steinke zeigt auf, wo neuerdings die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen, auch im digitalen Raum. Gerade in der gegenwärtigen Lage, so kritisiert der preisgekrönte Journalist und Jurist, sollte das Land mehr Meinungsfreiheit wagen, anstatt zu glauben, man überzeuge Menschen, indem man ihnen den Mund verbietet.

Wer bestimmt, was als »Hass und Hetze« gilt?

Wegen des Satzes »Impfen macht frei« kann man neuerdings schon bestraft werden, aber »Deutschland den Deutschen, Ausländer raus« in der Disco zu grölen, ist erlaubt. »Gaza = Auschwitz« ist eine Straftat, doch die Aussage, der Bundeskanzler sei ein »Volksschädling«, ist erlaubt. Zu sagen, die CSU hetze gegen die Grünen, als seien diese die »neuen Juden«, ist eine Straftat, aber die Vertreibung aller Palästinenser aus dem Gazastreifen zu fordern, ist erlaubt. Wer kennt sich da noch aus?

Heutzutage wird es oft Gerichten überlassen zu entscheiden, welche Meinungsäußerungen strafbar sind und welche nicht. Ein engagiertes Plädoyer für mehr Transparenz und ein dringender Appell, mehr Meinungsfreiheit zu wagen, das heißt Debatten in der Zivilgesellschaft zuzulassen, solange sie gewaltfrei bleiben.

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