Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet

»Radikaler als Annie Ernaux.« (der Freitag)
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Inhaltsangabe

»Ich komme mir vor wie ein Kind am Schaufenster eines Geschäfts, es ist alles da, was ich will, aber es ist nicht für mich.«

Lea Stein reist zu einem Bewerbungsgespräch ins Hotel Schillerhof Resort & Spa – ihre letzte Chance auf einen Neuanfang. Die junge Mutter hofft auf einen Job beim Literaturagenten Erwin Groß. Während Lea durch die Welt der Wohlhabenden laviert – unsicher, beobachtend, rechnend –, putzen Migrantinnen die Zimmer und halten die luxuriöse Fassade aufrecht. Erwin Groß schläft schlecht, trotz Erfolg, und sucht jemanden für die unangenehmen Aufgaben – günstig, versteht sich.
Als ein Autor tot in seinem Zimmer aufgefunden wird, ändert sich alles: Wer darf hier sein? Wer muss gehen? Und wer entfernt das Blut aus dem Teppich?
Slata Roschal erzählt mit messerscharfer Präzision von Klassenunterschieden, die sich in Trinkgeldern, gebügelten Servietten und Sitzordnungen manifestieren. Ein Roman über Menschen, die servieren, und Menschen, die sich bedienen lassen – lakonisch, bitterkomisch und von erschreckender Gegenwärtigkeit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 30.07.2026
  • Autor/Autorin: Slata Roschal
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Claassen
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/128/22 mm
  • Seitenanzahl: 160
  • ISBN: 9783546100755
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Wo Wellness auf Arbeit trifft: Ein Roman über Kapitalismus und Dekadenz
  • Bitterkomisch und von erschreckender Gegenwärtigkeit
Pressestimmen
»Ein großartiges Buch über die Klassenfrage.«
Marlen Hobrack, Welt am Sonntag, 6. September 2026
»Eine Art Theaterstück über Klassismus, eine bissige Satire über den Literaturbetrieb«
Jutta Czeguhn, Süddeutsche Zeitung, 25. August 2026
»Eine wilde und genreüberschreitende Geschichte, die zwischen Krimi und Literaturbetriebssatire oszilliert {...] und mit Verve, Scharfblick und Humor daherkommt.«
Beate Tröger, Deutschlandfunk Büchermarkt, 10. August 2026
»Roschal hat viel zu sagen – über Arbeit, soziale Ungleichheit, Literaturbetrieb und Machtverhältnisse«
Angelo Algieri, Berliner Zeitung, 1. August 2026
»Widerständige Originalität und Formbewusstsein.«
Julia Schröder, SWR Kultur, 30. Juli 2026
»wichtige Bücher, die noch 2026 erscheinen«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 13. Juli 2026
»In frontaler Opposition zu allem«
Julia Hubernagel, taz, 28. Juni 2026
»Warum der Autor tot ist, dieser große literarische Gedanke«
Katrin Richter, Jüdische Allgemeine, 26. Juni 2026
»verhandelt […] etliche soziale und psychologische Themen«
Caroline Wiehl, Der Freitag, 26. Juni 2026
»eine der streitbarsten Stimmen im Literaturbetrieb«
Jutta Czeguhn, Süddeutsche Zeitung, 23. Juni 2026
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Eine Frau, die hat, was nach gängigen Kategorien eine geglückte Biographie ausmacht, sitzt in einem Hotelzimmer und denkt darüber nach, alles hinter sich zu lassen: ihren Mann, ihre Kinder, ihre Existenz, möglicherweise ihr Leben insgesamt. Zerrissen von einer unbestimmten Unzufriedenheit, getrieben von Überforderung nimmt sie einen Übersetzungsauftrag an, der alles verändert. Historische Briefe von deutschen Auswanderern zerschmettern ihr Hotel-Vakuum und im Austausch mit fremden Toten, mit unerwarteten Wegen stellt sich die Frage nach dem guten Leben überraschend anders.

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