Ein von Schatten begrenzter Raum

Roman | Georg-Büchner-Preis
Angebot€28,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Di, 13.10. – Mi, 14.10.

Nur noch 3 Stück verfügbar!
HardcoverTaschenbuch
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe
Nach dem Putsch 1971 hält das Militär nicht nur das Leben, sondern auch die Träume der Menschen in der Türkei gefangen. Künstlerinnen und Künstler, Linke, Intellektuelle fürchten um ihre Existenz; auch die Erzählerin, die aus Istanbul übers Meer nach Europa flieht. Im Gepäck: der Wunsch, Schauspielerin zu werden, und das unbedingte Verlangen, den so jäh gekappten kulturellen Reichtum ihres Landes andernorts bekannt zu machen und lebendig zu halten, ohne sich im »Tiergarten der Sprachen« auf die bloße Herkunft beschränken zu lassen. Und dort, inmitten des geteilten Berlin, auf den Boulevards von Paris, im Zwiegespräch mit bewunderten Dichtern und Denkern, findet sie sich schließlich wieder in der »Pause der Hölle«, in der Kunst, Politik und Leben uneingeschränkt vereinbar scheinen.
Emine Sevgi Özdamars neuer Roman ist das vielstimmige Loblied auf ein Nachkriegseuropa, in dem es für kurze Zeit möglich schien, allein mit den Mitteln der Poesie Grenzen einzureißen. Er ist der sehnsuchtsvolle Nachruf auf die Freunde, Künstler, Bekanntschaften, die sie auf ihrem Weg begleiteten. Vor allem aber ist er die wortgewaltige Eröffnung eines Raums zwischen Bedrohung und Geborgenheit, eines von Schatten begrenzten Raums.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.10.2021
  • Autor/Autorin: Emine Sevgi Özdamar
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 216/140/56 mm
  • Seitenanzahl: 763
  • ISBN: 9783518430088
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Der neue, lange erwartete Roman der Autorin von Die Brücke vom Goldenen Horn, Das Leben ist eine Karawanserei …, Mutterzunge
  • Ein poetischer und gleichzeitig politischer Blick auf Europa
  • Ein Klagegesang auf die Opfer politischer Unterdrückung
Pressestimmen
»Ein Epos der Weltversprengung.«
Susanne Mayer, DIE ZEIT, 5. Dezember 2022
»Das ›Hochpoetische‹ [in Ein von Schatten begrenzter Raum] ist gerade nicht nur ›Sound‹, sondern Elementarerfahrung dieser Autorin, die in der Welt eine Schönheit zu entdecken versteht ..., die nur in diesem individuellen Tonfall verständlich gemacht werden kann.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. August 2022
»Auf ein solches Buch haben wir lange gewartet.«
Alfons Huckebrink, neues deutschland, 4. August 2022
»Vom Osmanischen Reich über die deutsche und Pariser Theaterszene bis in die Gegenwart spannt Emine Sevgi Özdamar einen großen Bogen. [Ein von Schatten begrenzter Raum] verdichtet die Erfahrungen einer europäischen Grenzgängerin zu einem poetischen und formalästhetischen Gedächtnisraum.«
Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2022, 17. Februar 2022
»Man lernt vieles aus diesem Buch mit seiner verschwenderischen Fülle ... Vor allem aber ist dies ein Buch, das die urwüchsige Kraft des Erzählens feiert.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 11. Dezember 2021
»Ein von Schatten begrenzter Raum ist ein Buch voller Stimmen, Bilder und Szenen. Ein Theaterroman. Ein Künstlerinnenroman. Ein Salon, in dem die Toten herumspazieren und reden. Eine Geschichte von Freundschaften. Eine Gedichtsammlung. Eine Erkundung Europas. Ein Spiegel der Weltpolitik. Ein dauerndes Unterwegssein, zwischen Istanbul und Deutschland, Paris und Berlin, diesseits der Berliner Mauer. Ein Spiel mit Wörtern. Zaubern.«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 28. November 2021
»Liest man nun die aktuelle Bilanz einer Frau, die Istanbul vor mehr als fünfundvierzig Jahren verlassen hat, kann man sich nur wundern, dass ihrer Kunst in den Neunzigern das Etikett der Migrantenliteratur angeheftet wurde. Denn dieser Begriff ist viel zu sozialpolitisch, um Özdamars poetische Verfahren zu beschreiben. Der Text ist Prosa und Gedicht, Dokument und Fantasie, Mythos und Logos in einem.«
Sebastian Fuchs, DIE WELT, 7. November 2021
»Atemlos und mit langem Atem schreibt Özdamar in diesem zärtlichen wie bedrückenden Roman über das Finden der eigenen literarischen Stimme und über den langen Weg zur Entstehung dieses Romans.«
Johanna Lenhart, Die Presse, 22. Oktober 2021
»Emine Sevgi Özdamar hat mit Ein von Schatten begrenzter Raum ihren Lebensroman geschrieben.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 20. Oktober 2021
»Eine Gefühlsunmittelbarkeit, wie man sie in ihren Büchern erlebt, hat es in der deutschen Literatur lange nicht gegeben.«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2021
»Ein von Schatten begrenzter Raum ist ein reicher, wirbelnder Roman voller brausender Erfahrungen.«
Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung, 19. Oktober 2021
»Der Blick, den Özdamar freigibt auf Fremdsein und Fremd-gemacht-Werden, auf Sprachermächtigung, gehört zu den großen Geschenken des Buchs an seine Leser.«
Fridtjof Küchemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Oktober 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Emine Sevgi Özdamar

Seltsame Sterne starren zur Erde

€13,00

Kleist-Preis 2004»Ein deutsch-türkisches Wintermärchen« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Berlin, Mitte der 70er Jahre. Eine geteilte, eingeklemmte Stadt, und doch voller heftiger und stiller Aufbrüche in Ost und West. Genau dorthin zieht es 1976 eine junge türkische Schauspielerin aus Istanbul, noch niedergedrückt von Erinnerungen an die Militärdiktatur im eigenen Land, aber mit einem großen Traum: Das Theater Bertolt Brechts an der Ostberliner Volksbühne kennen zu lernen.

Mit staunenden Augen und umwerfendem Witz erzählt Emine Sevgi Özdamar von einem Berlin, das kein Deutscher so je gesehen hat: Das Leben ihrer WG-Mitbewohner im Westberliner Wedding und ihrer Ostberliner Freunde in Pankow, die türkischen Einwanderer in der Nachbarschaft, die politischen Ereignisse des »deutschen Herbstes« und – vor allem – ihre heftige Liebe zum Theater Heiner Müllers und Benno Bessons. Als Regieassistentin an der Volksbühne hält sie die Proben zu Müllers Die Bauern und Goethes Bürgergeneral in faszinierenden Skizzen fest, die diesem ganz besonderen Buch einen zusätzlichen Reiz und dokumentarischen Wert geben.

Zum Buch
1 / 4