Die brennende Front der Forsythien

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Inhaltsangabe
Die Nachspielzeit ist abgelaufen. Es ist spät geworden. Duch diese 71 Gedichte aus Jürgen Beckers Nachlass bewegt sich, mit kleinen Schritten und sparsamen Gesten, die Gestalt eines alten Mannes. In die Beobachtungen des Wetters und der Nachbarschaft mischen sich Erinnerungen an die Kriegszeit. Auch die Bemerkungen zur eigenen Person kommen, nüchtern und nicht ohne Witz, mit wenig Worten aus.
Nach seinem letzten Gedichtband Nachspielzeit (2024) hat Jürgen Becker einfach weitergeschrieben: kurze, kunstvoll selbstverständliche Texte. Die brennende Front der Forsythien, mit einem Nachwort seines Sohns Boris Becker, ist ein Abschiedsgeschenk, das es in sich hat.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.04.2027
  • Autor/Autorin: Jürgen Becker
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 90
  • ISBN: 9783518433324
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Mit seinen neuen Gedichten, entstanden 2022/23, setzt Jürgen Becker ein Schreiben fort, das seine Motive vor allem im Wahrnehmen des Augenblicks, im Erleben des Alltags findet. So offenkundig dieses Schreiben von der Gegenwart bestimmt wird, fortwährend mischt sich ein Früher ein, die Anwesenheit des Vergangenen. Die Sätze, die Gedichte, die dabei entstehen, erzählen zumeist von vertrauten Selbstverständlichkeiten, die doch allesamt ungewiss und vom Verschwinden bedroht sind. Und wo Krisen und Kriege im Alltag spürbar werden, hält der Autor an den Hoffnungen fest. »Hoffen wir auf einen trockenen Sommer, auf Heu und Stroh, auf Gas in den Häfen und Kirschen für den Kirschpfannkuchen. Hoffen hat immer Saison …«

Jürgen Becker schreibt, in einem unverwechselbaren Sound, Selbstgespräche für Zuhörer. Sie können Spuren finden, Zugänge in die eigene Biografie. Seine Kriegs- und Nachkriegskindheit korrespondiert mit den Erinnerungen seiner Generation, seine aktuelle Erfahrung mit den Wahrnehmungen der Zeitgenossen, die nicht mehr so jung sind. »Jeder Tag schreibt mit, und er lässt seine Mitschrift nicht jeden Tag lesen.« Und das heißt auch, dass immer ein Schweigen mitspricht, wo Vergessenes keine Wörter findet, Verdrängtes nicht sprechen will.

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