Der Fluss und das Meer

Erzählungen | Von der Autorin des Bestsellers "Sie kam aus Mariupol"
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Inhaltsangabe

Natascha Wodin führt uns auf die Nachtseite des Lebens, zu den Außenseitern, den Einsamen, den Verwundeten: Einmal zieht ihre Erzählerin eine Spur von Mariupol am Asowschen Meer, an dem ihre Mutter aufwuchs, bis hin zur Regnitz in Franken, dem Fluss, in dem diese sich das Leben nahm. Andernorts beobachtet sie eine Nachbarin, die in ihrem baufälligen Haus buchstäblich verfault, und auf Sri Lanka begegnet sie extremem sozialen Elend und einer bedrohlichen, alles verschlingenden Natur. In einer anderen Geschichte geht es um das Schicksal eines Unbekannten, der als psychisch kranker Patient entmündigt in einer Klinik im Fichtelgebirge lebt. Dorthin, «in die dunkelsten deutschen Wälder», schickt die Erzählerin ihm eine Nachricht, und es entwickelt sich eine Brieffreundschaft, dann eine Liebe, deren Anker die verbindende, rettende Kraft der Musik ist. 

Meisterhaft und mit großer Dringlichkeit erzählt Natascha Wodin vom Fremdsein im eigenen Leben und schenkt ihren Figuren eine Heimat in der Literatur. 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.12.2023
  • Autor/Autorin: Natascha Wodin
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/132/19 mm
  • Seitenanzahl: 192
  • ISBN: 9783498003760
Darum lohnt sich dieses Buch

Natascha Wodin wurde 2022 mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Pressestimmen
»Da ist es wieder, das Wodin-Paradox. Denn gerade dieses unberechenbare Dunkle, das oft Quelle der schlimmsten Verzweiflung ist, diese unbekannte Dimension kann, in Literatur gefasst, ungeheuer interessant sein. Hier jedenfalls ist das so.«
Katharina Granzin, Frankfurter Rundschau, 9. April 2024
»Es ist selbstredend kein leichtes Buch, schon gar nicht ein leichtfertiges, sondern eines, das verstört und das einem tief in die Seele stößt, was nur so wirksam gelingt, weil Natascha Wodins musikalisch dahinfließende Sprache einen wie eine Liane packt, einschnürt und nicht mehr loslässt und mit sich schleift, ohne dass es ein Entrinnen gibt. (...) Große Literatur, die über ihre Themen und ihre Sprache eine wunderbare Symbiose schafft.«
Ingo Petz, Der Standard, 16. Dezember 2023
»Ihre Literatur ist kräftig genug, eigene Wirklichkeiten zu entwerfen und dem traumatischen Erlebten damit etwas Neues, Eigenes entgegenzusetzen.«
Jörg Magenau, RBB Kultur, 11. Dezember 2023
»Die Sprache Wodins nimmt dem, was sie erzählt, nicht den Schrecken. Im Gegenteil: Sie macht ihn spürbar, nachvollziehbar. Und gleichzeitig spendet ihre Kunst den so nötigen Trost.«
Frauke Böger, Der Spiegel, 9. Dezember 2023
»Eine bildhafte Sprache und die Kraft, unmittelbar zu berühren.«
Nürnberger Nachrichten, 9. Dezember 2023
»Natascha Wodin erweist sich auch in ihrem neuen, autobiografisch grundierten Erzählband als literarische Chronistin voller Genauigkeit und Empathie. Wie gut und ermutigend, dass es Natascha Wodin und ihre Bücher gibt!«
Marko Martin, Welt am Sonntag, 3. Dezember 2023
»Fünf Erzählungen enthält das neue Buch von Natascha Wodin, sie stammen aus unterschiedlichen Zeiten. Jetzt zeigen sie - in überarbeiteter Form - das große Können der Autorin (...) wie meisterhaft Natascha Wodin psychologische Situationen beschreiben kann.«
Eva Pfister, Lesart, 1. Dezember 2023
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Nachtgeschwister

€20,00
Natascha Wodin erzählt in betörenden Bildern von einer Liebe und ihrer Unmöglichkeit. Zu unterschiedlich sind die Welten, die Erfahrungen, die Bedürfnisse der Protagonisten. Zu groß ist die Verstörung. Ihrer beider Leben ist das Schreiben, die Nacht. Das ist es, was von ihrer Liebe bleibt. »Ich wusste sofort, dass ich auf etwas Großes gestoßen war, auf etwas Einmaliges, auf einen Dichter, wie es sie zu allen Zeiten nur vereinzelt gegeben hat.« Ein Bändchen mit Gedichten, eher zufällig mitgenommen in einer Buchhandlung, ist der Auslöser für eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, eine Obsession, eine quälende Verstrickung. »Schon von den ersten Zeilen ging eine Kraft aus, ein Licht, eine Dunkelheit, ein Schmerz, eine Schönheit, eine Wucht« – so erzählt die Frau, die die Gedichte liest –, »dass sich die Welt in einem einzigen Augenblick für mich verändert hat, weil es in ihr jetzt diese Stimme gab.« Die Stimme des Seelenverwandten, die Stimme eines Verlorenen. Aber auch eines Gefundenen. Denn nun setzt sie alles in Bewegung, um den Autor dieser Gedichte zu treffen, der unerreichbar ist im anderen Teil Deutschlands. Sie schreibt, sie ruft an. Und als er eines Tages tatsächlich kommt, wird ihr Traum wahr. Und zum Albtraum. Denn der Mann, der kommt und bleibt, ist anders, als sie ihn sich erfunden hat. Natascha Wodin erzählt in betörenden Bildern von einer Liebe und ihrer Unmöglichkeit. Zu unterschiedlich sind die Welten, die Erfahrungen, die Bedürfnisse. Zu groß ist die mitgebrachte Verstörung. Seine Existenz und ihrer beider Leben ist das Schreiben, die Nacht. Das ist es, was von ihrer Liebe bleibt.
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