Das unersättliche Selbst

Phänomenologie des Narzissmus | Sachbuchbestenliste DIE ZEIT, ZDF, DLF | Psychologie des Narzissmus als Symptom unserer Zeit
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Inhaltsangabe

Narzissmus ist allgegenwärtig – als Modewort, moralischer Vorwurf, Gesellschaftsdiagnose oder klinischer Befund. Doch was verbirgt sich dahinter? Und warum sind narzisstische Menschen nicht zufriedenzustellen – unersättlich? Thomas Arnold und Thomas Fuchs entwerfen in ihrem grundlegenden Buch eine neue, phänomenologisch-existenziale Sicht des Narzissmus. Das narzisstische Selbst- und Weltverhältnis erweist sich hier als Ausdruck einer existenziellen Leere: eines leiblich gespürten Mangels an Selbstwert, der durch äußere Bestätigung, Attraktivität oder Macht nie dauerhaft gestillt werden kann.

Zugleich ist der Narzissmus ein Spiegel der spätmodernen Seele, und gerade in einer Kultur der Individualisierung – von Social Media bis Therapie, von Echo bis Instagram – gilt es zu verstehen, warum Bestätigung von außen niemals satt macht. Arnold und Fuchs führen philosophische, soziologische, psychologische und psychodynamische Erkenntnisse zusammen, um zu einem tieferen Verständnis für die Strukturen narzisstischer Subjektivität in Individuum und Gesellschaft zu gelangen. Gibt es auch gesunden Narzissmus? Wieso sind echte Begegnungen für Narzissten so schwierig? Und was haben Virtualität, Verschwörungstheorien und extreme Politik mit Narzissmus zu tun? Ein hochaktuelles Buch, das uns den Spiegel vorhält.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2026
  • Autor/Autorin: Thomas Arnold,Thomas Fuchs
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 208/134/28 mm
  • Seitenanzahl: 200
  • ISBN: 9783518588475
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine neuartige, wissenschaftlich-philosophische Auseinandersetzung mit dem Narzissmus und der narzisstischen Gesellschaft
  • Vereint philosophische, soziologische und psychologisch-medizinische Erkenntnisse über eine grundlegende Möglichkeit des Menschseins
Pressestimmen
»Dieses Buch ist ein grundlegendes Werk, das sowohl gebildeten Laien als auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ein wichtiger Begleiter sein kann.«
Rainer Matthias Holm-Hadulla, Deutsches Ärzteblatt, 21. August 2026
»Arnold und Fuchs gelingt etwas Bemerkenswertes: Sie heben die Debatte um den Narzissmus auf eine völlig neue Ebene und führen sie zugleich tiefer als viele der gängigen psychologischen Diagnosen. ... Eine ebenso kluge wie tiefgründige Lektüre.«
boah.at, 18. August 2026
»Ein wertvolles, hervorragend recherchiertes und interdisziplinäres Grundlagenwerk.«
Bruno Lässer, CFOaktuell, 22. Juni 2026
»[Arnold und Fuchs] entziehen sich in ihrem Essay Das unersättliche Selbst der aufgeregten Rhetorik, die den Narzissmusdiskurs inzwischen bestimmt. ... Das hebt das Buch angenehm vom üblichen Gegenwartskommentar zwischen Verdammung und Identifikation ab.«
Sara Rukaj, Berliner Zeitung, 14. Juni 2026
»[Diese] Studie ist nicht nur eine lohnende Einführung ins Thema, sondern dazu noch eine äußerst inspirierende Denkanregung, die uns beim Verstehen unserer unerfreulichen Gegenwart hilft.«
Ulrich Rüdenauer, SWR, 14. Juni 2026
»Um zu einem tieferen Verständnis für [die narzisstische] Form der Subjektivität beim einzelnen Menschen wie auch in er Gesellschaft zu gelangen, führen Arnold und Fuchs philosophische, soziologische, psychologische und psychodynamische Erkenntnisse zusammen. ... [Ein] facettenreicher Streifzug durch die Literatur- und Kulturgeschichte. ...«
Heribert Vogt, Rhein-Neckar Zeitung, 2. April 2026
»Die Philosophen Thomas Arnold und Thomas Fuchs zeigen, was sich hinter dem Hunger nach Sichtbarkeit, Bestätigung und Größe verbirgt.«
Deutschlandfunk Kultur, 23. März 2026
»Der Philosoph Thomas Arnold und der Psychiater Thomas Fuchs wollten eine fachübergreifende Zusammenschau des narzisstischen Komplexes geben, in der das Phänomen nicht der Sexualität unterstellt wird, doch seine Ursprünge als durchaus leiblich verstanden werden. Ihr Buch Das unersättliche Selbst wird diesem Anspruch gerecht. ...«
Felix Bartels, junge Welt, 18. März 2026
»In ihrer brillanten, hochaktuellen Analyse verweben Arnold und Fuchs Husserls Leibphänomenologie mit soziologischen Ansätzen und Konzepten aus der Psychoanalyse, um Narzissmus als Spiegel der individualisierten Spätmoderne zu zeichnen.«
Helene Röhnsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. März 2026
»Selten hat ein Buch es derart vermocht, ernstes Mitgefühl für die Krankheit Narzissmus zu wecken, Empathie für die Empathielosen zu erzeugen wie dieser Essay …, ohne doch das Leid der Opfer zu vernachlässigen.«
Eckart Goebel, Literarische Welt, 9. März 2026
»Eine aufgeklärte Gesellschaft wäre in der Lage, sich von Allmachtsfantasien zu verabschieden und echte Formen der Empathie einzuüben. Ein Schritt dazu wäre, mit diesem Buch die Struktur des Narzissmus zu erkennen.«
Thorsten Jantschek, Philosophie Magazin
»In den vergangenen Jahren sind viele Bücher über Narzissmus erschienen, dieses aber lohnt sich. Es hält sich nicht dabei auf, über vermeintlich toxische Eigenschaften von Narzissten herzuziehen, sondern geht tiefer und ergründet deren Inneres.«
Anne Kratzer, Psychologie heute
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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Tel: +49 30 740 744 0