Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1515)

da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete

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Inhaltsangabe
»Verehrte Lauscher und Lauscherinnen versuchen Sie nicht das Geheimnis dieses Textes zu lüften«, verfügt Friederike Mayröcker in ihrem neuen Prosawerk – aber schon sein Titel legt eine unfehlbare Spur. da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete lässt keine Zweifel an dem, was immer noch Tag für Tag zu tun ist: hellwach und neugierig auf die Welt blicken und ihr eine Kunst abgewinnen, die Wörter in Sternschnuppen verwandelt und die Sprache selbst als einen schier unerschöpflichen poetischen Zauberkasten begreift: »meine Texte entstehen durch sich fortpflanzende Augen«, so eines der Geheimnisse, das die Wiener Dichterin ihren Leserinnen und Lesern doch noch preisgibt.
Mag die »Leibhaftigkeit« im hochbetagten Alter auch mühselig geworden sein, mögen die Listen an Wörtern, die mit den Jahren abhandengekommen sind, auch länger werden, wie die Poetin selbst beklagt – »in meinen Träumen bin ich jung, in meinen Träumen bin ich high«, versichert Friederike Mayröcker, und dieses Credo gilt umso mehr für ihre unvergleichliche, grenzenlose und ganz und gar unausdeutbare Dichtung.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.07.2020
  • Autor/Autorin: Friederike Mayröcker
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1515
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/140/26 mm
  • Seitenanzahl: 201
  • ISBN: 9783518225158
Darum lohnt sich dieses Buch

Das Spätwerk der großen Dichterin

Pressestimmen
»Mit da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete bewies Mayröcker, dass sie ... nicht anders konnte, als bis zuletzt ›die Welt der Liebe abzubilden‹.«
Christine Lauer, Tageblatt, 15. Juli 2021
»... [ein] zärtliches Diarium ... Das Dichten etabliert eine Gegenwelt zum physischen Verfall, mündet in eine hochkomplexe Poetisierung und Überschreibung der Welt.«
Björn Hayer, der Freitag, 7. Mai 2021
»Überraschend ist in ihrem aktuellen Band die Frische, die Alterskomik, die Jugendlichkeit der aleatorischen Sprünge, die Evokations- und Abschweifungslust, die Technik gehetzter Über- und Ausblendung, der nervösen Schichtung und Frequenzüberlagerung, die dieses Sprachkunstwerk unermüdlich hervortreibt.«
Friederike Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Dezember 2020
»Mit jedem neuen Buch von ihr fühlt man sich literarisch frisch durchlüftet.«
Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2020
»Friederike Mayröcker erweist sich in ihrem neuen poetischen Journal-Band als hellwache Autorin. Wer die einzelnen Kurztexte aufmerksam liest, wird reich belohnt. Das ist Literatur auf höchster Höhe, weil sie Prosa, Poesie und Reflexion zu einem unnachahmlichen Textgewebe verstrickt.«
Andreas Puff-Trojan, SWR, 9. September 2020
»Noch ein bereichernder Band in Friederike Mayröckers langer Bibliothek.«
Jonis Hartmann, textem.de, 3. September 2020
»Die Bücher von Friederike Mayröcker sind seit nunmehr fast siebzig Jahren sehr fein gesponnene Gewebe ... die aus rauschhaften Naturwahrnehmungen, Schlagzeilen, Gedächtnissplittern, Kindheitsbildern und Traumszenen gefügt sind. Dank ihrer überwältigenden Einbildungskraft entstehen daraus leuchtende Mosaike.«
Michael Braun, Deutschlandfunk Kultur, 10. August 2020
»Eine Wucht an Bildern ...«
Juliane Bergmann, NDR, 7. August 2020
»Die 95-jährige Friederike Mayröcker ist die aufregendste Frau in der deutschsprachigen Literatur. Ihr neues Prosawerk da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete beschert eine sinnliche, rauschhafte Lese-Erfahrung.«
Roland Gutsch, Nordkurier, 4. August 2020
»Noch ein paar Jahre, dann wird die Schriftstellerin hundertjährig. Aber sie schreibt mit einer Frische, als habe sie eben erst damit begonnen.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 21. Juli 2020
»Einmal mehr schiebt die inzwischen 95-Jährige in da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete Wortfetzchen zu flirrenden Satzgirlanden und die Seiten hinabstürzenden Gedankenkaskaden ineinander.«
Michael Wurmitzer, Der Standard, 21. Juli 2020
»... eine ungemeine Schönheit. Indem die Autorin einen alles umfassenden, rauschhaften Wahrnehmungsraum schafft, gelingt es ihr, eine Einheit des Kosmos herzustellen.«
Berliner Zeitung, 18. Juli 2020
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Larifari. Ein konfuses Buch von 1956 ist der Debütband von Friederike Mayröcker, der Auftakt eines Jahrhundertwerks. Seinen Titel hat er vom gleichnamigen Kurztext, der das Buch beschließt. In Nicolas Mahlers Bearbeitung geschieht Spektakuläres: Die einzelnen Sätze dieses Textes gehen Verbindungen ein mit jeweils einer Passage aus Mayröckers riesigem Gesamtwerk. Und auch die Dichterin selbst ist in ständigem Dialog und Austausch, natürlich mit Ernst Jandl, aber auch mit Snoopy (im blauen Turnanzug), mit Herrn Taube und Salvador Dalí, und auch Gertrude Stein mischt sich ein. Nicolas Mahler ist immer dabei und hält all die Szenen in bewährt minimalistischen Strichen für die Nachwelt fest – dann aber plötzlich »Publikums STÖRAKTION : WO BLEIBBBB DA DIE BBBBBBBBOOOOOOOOTTSCHAAAAAAAFT???????????«
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