Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1504)

Pathos und Schwalbe

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Inhaltsangabe

Die Sommermonate des Jahres 2015 muss Friederike Mayröcker im Krankenhaus verbringen. Wochenlang ist sie abgeschnitten von ihrer papierenen Schreibhöhle, dem legendär gewordenen Gehäuse ihres Poesiewerks. Das Schreiben in der fremden, ungewohnten Umgebung ist unmöglich, nicht weil die lästigen körperlichen Gebrechen die Dichterin daran hindern, sondern weil das beständige Flüstern und Wispern der sich aneinanderschmiegenden Zettel und Blätter nicht hörbar ist, dem jene Wort- und Satzkonzentrate abgelauscht werden, die den einzigartigen Mayröcker-Sound erzeugen. Die Dichterin behilft sich auf ihre Art, mit einem beständigen »Kritzeln«, einem Protokoll der einförmigen Tage: »verbringe die Tage mit Lesen Schlafen Essen«. Kaum zurück in ihrer Klause, verspinnt und verwebt sie die Notate zu jener unvergleichlichen Poesie, die »dicht wie ein Felsen und zart wie die allerzarteste Membran« (Klaus Kastberger, Die Presse) ist.

Pathos und Schwalbe, das neue Buch von Friederike Mayröcker, ist Radikalität und Unbeugsamkeit, ist Überfluss und Präzision. Und es ist das bewegende Zeugnis eines Lebens, das nur ein Ziel kennt: »ich müszte den ganzen Tag für mich haben um unbändig, ich meine schreiend, schreiben zu können.«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.03.2018
  • Autor/Autorin: Friederike Mayröcker
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1504
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/145/20 mm
  • Seitenanzahl: 266
  • ISBN: 9783518225042
Pressestimmen
»Funkeld und schmerzhaft erzählt Pathos und Schwalbe von den scharfen Klippen des hohen Alters, ein großer Freuden- und Klagegesang, bei dem sich die Schönheit des Daseins und die Angst vor dem Abschied vermählen ...«
Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 19. Juli 2018
»Sie schreibt zu gut. Sprache ist ihr kein Mittel identitärer Selbstdarstellung, Literatur keine Vehikel zum Transport engagierter Postwurfsendungen. Ihre Texte, auch wenn sie böse sind, schreien den Leser nie an, ihr Witz ist von einer staubgewebhaften Feinheit.«
Magnus Klaue, Jungle World, 3. Mai 2018
»Nicht was in der Sprache mitgeteilt wird, ist in Pathos und Schwalbe von zentraler Bedeutung, sondern zu einem außergewöhnlichen Leseereignis wird dieser Text durch die Sprache selbst.«
Michael Opitz, Deutschlandfunk Kultur, 16. April 2018
»Friederike Mayröckers Buch Pathos und Schwalbe ist ein hingebungsvolles, schonungsloses Protokoll. Schonungslos in der Sprache wie gleichermaßen in Mayröckers an die Sprache gebundene Existenz.«
Cornelia Jentzsch, Deutschlandfunk, 13. April 2018
»Indem sie zeigt, wie sie sich mit Hilfe und wider die unbeherrschbaren Kräfte der Sprache immer wieder neu ausbalanciert, hat sie mit ihrer Trilogie im hohen Alter noch einmal eine Schreibweise von atemberaubender Schönheit geschaffen, die sie mit Pathos und Schwalbe ... konsequent weiterführt, um sie mit jeder ästhetischen Messung ihrer Umgebung zugleich neu zu erfinden.«
Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. April 2018
»Diese Texte mit ihren Synkopen klingen wie Jazz. Sie bezeugen den historischen Augenblick, der für ihre Ideen und Strukturen von maßgeblichem Einfluss war ... Friederike Mayröcker weiß in der eilenden Zeit noch immer, ihre Leser aufzurütteln und an die Möglichkeit großer Poesie zu gemahnen.«
Eberhard Geisler, taz. die tageszeitung, 31. März 2018
»... Das ist Free Jazz mit Sprache. Ein kreativer Prozess, dessen Exzentrik und Spleen den Leser anfixt und mitreißt.«
Nordkurier.de, 29. März 2018
»Mayröcker rettet wie so manch anderer Schriftsteller dieser Tage ... nicht nur das Alter vor dessen zunehmender politischer Problematisierung, sondern zelebriert es souverän als Phase einer unterschätzten Kreativität.«
Björn Hayer, Landshuter Zeitung, 17. März 2018
»Friederike Mayröcker setzt mit Pathos und Schwalbe ihr solitäres, mit allen möglichen Konventionen brechendes poetisches Existenzprotokoll fort.«
Kurt Neumann, Die Presse, Wien, 3. März 2018
»So wie Friederike Mayröcker die Welt liebt, voller Sprachlust und Hingabe, möchte man geliebt werden.«
Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung
»Mayröcker beweist mit diesem Buch erneut, dass sie eine der größten Avantgardistinnen der Gegenwart ist.«
ORF
»Die Texte von Friederike Mayröcker enthalten alles, es hat in ihnen alles Platz: Landschaften, Lebensereignisse und Begegnungen mit nahen Menschen, Verweise auf von ihr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Zitate, Dekonstruktion und Musik — doch vor allem sind es Fragen, die an die eigene Existenz gerichtet sind.«
Tom Schulz, Tageblatt Luxemburg - Beilage Livres - Bücher
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Larifari. Ein konfuses Buch von 1956 ist der Debütband von Friederike Mayröcker, der Auftakt eines Jahrhundertwerks. Seinen Titel hat er vom gleichnamigen Kurztext, der das Buch beschließt. In Nicolas Mahlers Bearbeitung geschieht Spektakuläres: Die einzelnen Sätze dieses Textes gehen Verbindungen ein mit jeweils einer Passage aus Mayröckers riesigem Gesamtwerk. Und auch die Dichterin selbst ist in ständigem Dialog und Austausch, natürlich mit Ernst Jandl, aber auch mit Snoopy (im blauen Turnanzug), mit Herrn Taube und Salvador Dalí, und auch Gertrude Stein mischt sich ein. Nicolas Mahler ist immer dabei und hält all die Szenen in bewährt minimalistischen Strichen für die Nachwelt fest – dann aber plötzlich »Publikums STÖRAKTION : WO BLEIBBBB DA DIE BBBBBBBBOOOOOOOOTTSCHAAAAAAAFT???????????«
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