Zwischen Globalismus und Demokratie

Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus
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Inhaltsangabe

»Wolfgang Streeck ist der Polanyi unserer Zeit.« Perry Anderson

In der Hochphase des Neoliberalismus galt die Globalisierung als unvermeidlich und die umverteilende Demokratie als überholt. Wachsender Wohlstand für alle war das Versprechen, wachsende Unfähigkeit, die kapitalistische Ungleichheitsmaschine zu bändigen, ist das Ergebnis. Taumelnde Volksparteien, schrumpfende Gewerkschaften sowie grassierende Zweifel an der Leistungsfähigkeit demokratischer Institutionen sind die eine Folge dieser Entwicklung. Die andere sind Bewegungen wie die »Gelbwesten« sowie neue Parteien an den Rändern des politischen Spektrums. Längst hat in vielen Ländern ein Tauziehen um die politische Ordnung begonnen, das die Gesellschaften zu zerreißen droht.
Angesichts dieser Situation ist die Zeit reif für eine grundlegende Entscheidung, sagt Wolfgang Streeck in seinem fulminanten neuen Buch. Soll es mit dem Umbau des Staatensystems weitergehen wie gehabt, das heißt in Richtung einer noch stärkeren überstaatlichen Zentralisierung? Oder wäre der Weg in eine moderne, auf friedliche Kooperation ausgerichtete »Kleinstaaterei« die bessere Lösung? Mit dem Ziel einer Neubegründung demokratischer Politik vor Augen fällt sein Votum eindeutig aus: für den zweiten Weg, auch und gerade in Europa. Denn schon die EU, wie wir sie kennen, ist Streeck zufolge nicht demokratisierbar.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.07.2021
  • Autor/Autorin: Wolfgang Streeck
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/146/42 mm
  • Seitenanzahl: 538
  • ISBN: 9783518429686
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Die langerwartete Fortsetzung des internationalen Erfolgsbuchs Gekaufte Zeit
  • Ein pointierter Beitrag zur Debatte um die Zukunft der Demokratie
Pressestimmen
»[Zwischen Globalismus und Demokratie] ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte über die Zukunft von Demokratie, Kapitalismus und Globalisierung und verleiht der Diskussion sowohl Gewicht als auch Dringlichkeit.«
Martin Lätzel, Das Historisch-Politische Buch, 31. Juli 2025
»Dieses Buch ist eine Herausforderung an uns alle, die grundlegenden Parameter unserer geschichtlich-sozialen Weltdeutung einmal wieder in die Distanz zu rücken und zu überprüfen.«
Clemens Albrecht, Forschung & Lehre, 24. Dezember 2022
»... Streeck [schafft es] durch seine politikökonomische Brille die demokratischen Fragen systematisch als Fragen der kapitalistischen Gesellschaften zu behandeln – ein hoher Mehrwert für die Debatte.«
Christian Scheper, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 2. August 2022
»Schon zirkuliert auch das Wort von ›Zeitenwende‹. Darum ist das Buch des Sozialwissenschaftlers Wolfgang Streeck von brisanter Aktualität.«
Walter Hollstein, Die Weltwoche, 14. April 2022
»[Streeck] legt gründliche Analysen der politökonomischen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte vor – messerscharf und mit feiner Ironie vorgetragen.«
Christoph Fleischmann, Publik-Forum, 25. März 2022
»[Streecks] Kritik an der EU ist faktenreich, präzise und scharf.«
Andreas Wehr, Telepolis, 6. September 2021
»... Streecks neues Werk [hat] jenen Rang, der wie wenige Veröffentlichungen eine intensive Diskussion verdient.«
Otfried Höffe, Frankfurter Rundschau, 8. August 2021
»... ein ungemein wichtiger und unbedingt empfehlenswerter Beitrag zu den Debatten um Staatlichkeit, Europa und Neoliberalismus ...«
Thomas Biebricher, Soziopolis, 3. August 2021
»Eine dichte Beschreibung der allgemeinen Debatte von Staat und Wirtschaft mit vielen Bezügen und Einschätzungen, ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftspolitischen Debatte.«
Jürgen Plieninger, ekz.bibliotheksservice
»[Wolfgang Streeck] hat ein nachdrückliches Plädoyer für den Nationalstaat vorgelegt, der mit manchen neoliberalen Mythen und irreführenden Vereinfachungen aufräumt. Seine Argumente sind nicht historisch, sondern politisch und sie sind mit Fakten unterlegt.«
Ingolf U. Dalferth, Theologische Literaturzeitung
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Wolfgang Streeck legt in seinen Frankfurter Adorno-Vorlesungen die Wurzeln der gegenwärtigen Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise frei, indem er sie als Moment der langen neoliberalen Transformation des Nachkriegskapitalismus beschreibt. Er analysiert, wie sich die Spannung zwischen Demokratie und Kapitalismus über vier Jahrzehnte entfaltet hat und welche Konflikte daraus resultierten. Schließlich beleuchtet er den Umbau des europäischen Staatensystems und fragt nach den Aussichten für eine Wiederherstellung sozialer und wirtschaftlicher Stabilität. Im neuen Nachwort zur Taschenbuchausgabe zieht er eine erste Bilanz.
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