Wir werden nicht unterwürfig geboren

Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt
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Inhaltsangabe

Sogar die unabhängigsten und feministischsten Frauen wissen vielleicht gelegentlich einen begehrenden Männerblick zu schätzen, wollen sich an einer starken Schulter ausweinen oder ziehen die Hausarbeit vermeintlich stärker erfüllenden Tätigkeiten vor. Sind solche Wünsche und Freuden mit ihrer Unabhängigkeit vereinbar oder stellen sie einen Verrat am jahrhundertelangen feministischen Kampf für Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung dar?

Jüngste Debatten im Kontext der #MeToo-Bewegung werfen ein hartes Licht auf diese Ambivalenzen und auf die Kehrseite der Männerherrschaft: die Zustimmung der Frauen zu ihrer eigenen Unterwerfung. Diese wurde als philosophisches Tabu und blinder Fleck des Feminismus in der Komplexität der gelebten Existenz bislang nie im Detail analysiert. Im direkten Dialog mit dem Denken Simone de Beauvoirs stellt sich Manon Garcia dieser Aufgabe und meistert sie mit philosophischer Bravour. Und sie macht deutlich, warum es wichtig ist, die Mechanismen der Selbstunterwerfung von Frauen zu verstehen. Denn dieses Verstehen ist die notwendige Voraussetzung für jede Emanzipation.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.05.2021
  • Autor/Autorin: Manon Garcia
  • Übersetzung: Andrea Hemminger (aus dem Französischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/134/30 mm
  • Seitenanzahl: 234
  • ISBN: 9783518587614
Pressestimmen
»Es bleibt einiges zu tun. Auch das macht Garcia in ihrem ... glasklar argumentierten Buch deutlich.«
Tom Wohlfarth, neues deutschland, 2. Oktober 2021
»Manon Garcia dreht den Blick auf die Macht um.«
Anja Kümmel, L-MAG - Das Magazin für Lesben, 27. August 2021
»... sie unternimmt den seltenen Versuch, Feminismus tatsächlich für alle Frauen zu denken.«
Susan Vahabzadeh, Süddeutsche Zeitung, 2. Juni 2021
»Manon Garcia denkt mit Takt und Finesse über das Tabuthema der Zustimmung von Frauen zu ihrer Unterwerfung nach.«
Elle, 7. Dezember 2020
»Eine überzeugende und schlagkräftige philosophische Studie, die sich in den Dienst eines emanzipatorischen Denkens stellt.«
Le Monde, 7. Dezember 2020
»In Anlehnung an Simone de Beauvoir untersucht Manon Garcia ein Tabuthema, das von Feministinnen meist gemieden wird: die Selbstunterwerfung der Frauen.«
Le Point, 7. Dezember 2020
»Garcia will mit ihrem Buch das Tabu, über ›weibliche‹ Unterwerfung auch nur zu sprechen, brechen. Dabei sieht sie die (erneute) Lektüre Beauvoirs als Unterstützung voller Erkenntnisse, die aber keine fertigen Antworten oder gar eine Handlungsanleitung liefert. Lesenswert – für Beauvoir-Anfänger:innen wie Fortgeschrittene!«
WEIBERDIWAN - die feministische Rezensionszeitschrift
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Das Gespräch der Geschlechter

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Sexuelle Zustimmung gilt vielen als Zauberformel für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Zugleich ist sie notorisch schwer zu definieren und wirft zahlreiche Probleme auf, wie die Philosophin Manon Garcia in ihrer meisterhaften Analyse zeigt. Sie taucht tief ein in unser philosophisches Erbe sowie die liberale Tradition und legt deren Grenzen offen. Von John Locke und John Stuart Mill über feministische Theoretikerinnen bis hin zu Michel Foucault und den Praktiken des BDSM zeichnet dieses Buch eine neue politische Kartografie unserer privaten Leben. Fazit für das zukünftige Gespräch der Geschlechter: Wir müssen lernen, die »Gleichheit zu erotisieren«, nicht die Herrschaft.

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