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Inhaltsangabe
Was für eine Kunst es ist, die Familie zusammenzuhalten! Das wird dem alten Salomon klar, als seine Frau stirbt und er die erste Familienfeier ohne sie ausrichten muss. Eine Hymne auf die Liebe, den Humor und das Überleben. Man kennt das: Jedes Jahr kommt die Familie am Feiertag zusammen und jedes Jahr gibt es dieselben Diskussionen, werden die neuesten Anekdoten fürs Absurditätenalbum gesammelt. So auch beim Sederabend der Familie von Salomon. Zwischen den rituellen Liedern, dem Auszug aus Ägypten und der Suche nach der versteckten Matze wird erzählt, gelacht, provoziert und gestritten. Die Enkelin taucht im Palästinensertuch auf, die Tochter bekommt eine ihrer berüchtigten Schreiattacken, der Schwiegersohn verdrückt sich beim geringsten Anzeichen von Streit. Salomon selbst reißt KZ-Witze, die abgesehen von ihm, dem Auschwitz-Überlebendem, keiner zu schätzen weiß. Aber dieses Jahr ist alles anders, Salomons Frau Sarah lebt nicht mehr. Ihre Liebe und stille Nachsicht waren es, die die Familie immer zusammenhielten. Bis Kinder und Enkel eintrudeln, bleiben Salomon noch ein paar Stunden. Wie die Erinnerung an Sarah, an das gemeinsame Glück, aber auch die schweren Zeiten bewahren? Wie dieser Familie mit all ihren Neurosen ein neues Zuhause geben? Die ganze Wehmut und die provokanten Witze eines Überlebenden, vermittelt mit der zärtlichen Poesie des Nachgeborenen: Joachim Schnerf hat einen wunderbar feinfühligen Roman darüber geschrieben, was es heißt, angesichts von Verlust und Grauen der Vergangenheit die Familie und das Leben zu (er)finden.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 28.08.2019
  • Autor/Autorin: Joachim Schnerf
  • Übersetzung: Nicola Denis (aus dem Französischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Kunstmann, A
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 194/130/16 mm
  • Seitenanzahl: 144
  • ISBN: 9783956143151
Darum lohnt sich dieses Buch

Was für eine Kunst es ist, die Familie zusammenzuhalten! Das wird dem alten Salomon klar, als seine Frau stirbt und er die erste Familienfeier ohne sie ausrichten muss. Eine Hymne auf die Liebe, den Humor und das Überleben.

Pressestimmen
»Eine schwarze Komödie, schrecklich lustig und zutiefst zärtlich.«
Livres Hebdo
»Joachim Schnerf ist ein humorvolles, sprachlich überzeugendes, mutiges und unsentimentales Buch gelungen. Es öffnet den Blick auf Familienstrukturen, die man sehr gut auch in der eigenen Familie studieren kann, und sensibilisiert auch ein wenig mit Blick auf das demnächst anstehende Weihnachtsfest.«
Renate Naber, WDR5 Scala
»Joachim Schnerf hat einen der traurigsten, zärtlichsten und witzigsten Romane des Jahres geschrieben.«
Frauke Meyer-Gosau, Süddeutsche Zeitung
»Ein Buch wie eine Umarmung: erbarmungslos witzig, poetisch-zart, voller Melancholie und Selbstironie.«
Dagmar Kaindl, Buchkultur
»Dieses poetische Buch handelt von Verlust, Verzweiflung, Vergänglichkeit. Einerseits. Andererseits wird der Text getragen von Liebe, Hoffnung und – manchmal bitterer – Heiterkeit.«
Der Spiegel
»Ein schmales, bewegendes, auch nach der Lektüre weiterwirkendes Lebensbuch.«
Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau
»Verknüpft mit lockerer Hand individuelle Schicksale mit Zeitgeschichte und jüdischer Tradition.«
Jan Knobloch, FAZ
»Schnerfs Roman hat keinen doppelten Boden. Sein Ziel ist es, eine Familie zu zeigen – unvollkommen und alles andere als harmonisch, aber doch mit einem festen Zusammenhalt. Darüber hinaus ist sein Buch auch eine Hommage an die jüdische Tradition, an die Worte und Rituale, die die Erinnerung wach halten und weitergeben.«
Elke Biesel, Kölner Stadt-Anzeiger
»Salomon hat einen Zwang: Nazi-Witze. Zwei Fische werden auf Göring und Goebbels getauft, mit der Soße malt er mal ein Hakenkreuz auf den Teller. Damit geht er seiner Familie gehörig auf die Nerven, es ist aber ein Beleg für seine Sprachlosigkeit. Der Verlust seiner Frau ist der rote Faden, das anstehende Pessach-Fest, das erstmals ohne sie stattfindet, der zentrale Angelpunkt der Geschichte.«
Pascal Cames, Badische Zeitung
Herstellerinformationen
Verlag Antje Kunstmann GmbH
Zweigstraße 10
80336 München
DE

Email: info@kunstmann.de
Tel: 089-12 11 93-0

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Das Cabaret der Erinnerungen

€20,00
Wie kann die Erinnerung an die Shoah wachgehalten werden, wenn die letzten Zeugen nicht mehr leben? Werden die kommenden Generationen noch glauben können, was geschah? Ein Roman von seltener Kraft, zart, poetisch und beschwörend. Morgen wird Samuel seine Frau und seinen neugeborenen Sohn von der Entbindungsstation holen. Die letzten Stunden allein verbringt er mit Erinnerungen: an die Geschichte seiner Familie, von der nur der Großvater und dessen Schwester Rosa den Holocaust überlebten. An die eigene Kindheit, als er mit seiner Schwester und seinem Cousin all das, was ungesagt blieb, mit Fantasie ausfüllte, wenn sie in den Sommerferien in den Vogesen den Mythos der fernen Großtante Rosa in Texas weiterspannen. Und daran, wie er mit siebzehn im jüdischen Pfadfinderlager seine heutige Frau und die Liebe kennenlernte. Rosas Geschichte – Pogrome in Polen, Exil in Frankreich, Deportation im Alter von 12 Jahren, der Tod fast der gesamten Familie, die Gräuel im KZ – kennt Samuel aus einem Brief, in dem sie ihm alles erzählte. So wie sie allabendlich davon in ihrem Cabaret der Erinnerungen erzählte, das sie nach der Emigration aus Europa in der texanischen Wüste gegründet hatte. Oder haben sich die spielenden Kinder dieses Cabaret in ihrer Fantasie nur ausgedacht? Ein so ergreifender wie zarter Roman, der von der Dringlichkeit erzählt, die Erinnerung an die Shoah zu bewahren, zu beleben und weiterzugeben.
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