Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 833)

Werkausgabe. 11 Bände in Kassette

Band 3: Aufbruch in die Gegenwart. Begegnungen mit der Kunst und den Künstlern des 20. Jahrhunderts
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Inhaltsangabe
Vorbemerkung des Herausgebers Erinnerungen um Picasso C. G. Jung vergreift sich an Picasso Gespräch mit Rodin Das Erlebnis Matisse Cézanne und der Mont Sainte-Victoire Cézanne, von Brueghel inspiriert Vier Zeichnungen von Henri Laurens Max Pechstein Purrmanns Atelierecke Hodler Über dem Expressionismus Die Idee des Schöpferischen Der Tastsinn in der Kunst Über den Aufbau und Zusammenhang der Künste Ein Jahrhundert französischer Karikatur Anhang: Picasso als Graphiker / Zur modernen Malerei / Der Expressionismus Textnachweise Register
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 26.10.1989
  • Autor/Autorin: Max Raphael
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 833
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 177/108/15 mm
  • Seitenanzahl: 182
  • ISBN: 9783518284339
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Diese Texte sind wissenschaftliche Hymnen an die romanische Kunst und an die Architektur im allgemeinen. Raphaels Ziel war - trotz aller bescheidenen Selbsteinschränkung, daß er nur ein Fragment liefern könne - hoch gesteckt, ging es doch um die Grundlegung einer Ästhetik. Eine 1935 unternommene Reise über Chartres in die Saintonge und weiter in den Süden Frankreichs über Toulouse bis in die Pyrenäen war für seine angestrebte Ästhetik die Grundlage: »Ich wollte mir ein Urteil bilden, ob es möglich ist, an diesem Teil der Geschichte (Entstehung, Veränderung, Verfall des romanischen und gotischen Stils) ein Kapitel Kunstgeschichte zu schreiben, die meinen übrigen Anschauungen entspricht. Als ich anfing zu studieren, war ich entsetzt, wie wenig die Kunstgeschichte eine Wissenschaft ist.« Die »Struktur«, auf die Raphael die romanischen Kirchen - im Durchgang durch die Einzelanalyse und den historisch-religiös-philosophischen Kontext - konzentriert, ist die »Wiedereroberung des Steines« und die Formung einer (geschlossenen) »kubischen Masse«. Auch wenn der Baukörper ein gleichsam entlehntes, »vom göttlichen Dasein abhängiges Dasein« hat, unterstreicht er dennoch die körperlichen Grundeigenschaften der Massigkeit, Schwere und Undurchdringlichkeit. »Die ganze Geschichte der romanischen Kunst ist die Geschichte des Versuches, zugleich mit dieser Abhängigkeit von einem höheren, vollkommenen, unendlichen, transzendenten Sein das Wachsen der relativen Selbständigkeit dieses entliehenen, endlichen, irdischen, unvollkommenen Daseins auszudrücken.«

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