Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2834)

Wer hat Angst vor Gender?

Eine Verteidigung und Einführung der Gender-Theorie in einem
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Inhaltsangabe

Ein kämpferisches Buch in dunklen Zeiten, um wieder aus der Defensive zu kommen

Für den globalen Rechtsruck spielt der Kampf gegen »Gender« eine zentrale Rolle. Ob in der Hinterfragung geschlechtlicher Normen nun eine Gefährdung von Kindern, die Zerstörung der Familie oder ein Angriff auf die natürliche Ordnung gesehen wird – in nichts sind sich Rechtspopulisten, religiöse Frömmler und Anti-Trans-Feministinnen so einig, nichts sonst bringen sie solche Ablehnung entgegen.

Judith Butler hat unser Denken über Geschlecht revolutioniert und wurde zur globalen Ikone. Nun erklärt Butler, welche politische Funktion das Schreckgespenst »Gender« in der rechten Agenda besitzt. Dabei thematisiert Butler nicht nur, wie es ist, selbst zum Hassobjekt zu werden, sondern argumentiert zudem, dass queere Politik nur in einer breiten Koalition der Bewegungen gegen verschiedene Ungerechtigkeiten gelingen kann.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.08.2025
  • Autor/Autorin: Judith Butler
  • Übersetzung: Katrin Harlaß, Anne Emmert (aus dem Englischen)
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2834
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 178/108/21 mm
  • Seitenanzahl: 405
  • ISBN: 9783518128343
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Butler als große Theoretiker:in und Aktivist:in
  • Warum die Angst vor »Gender-Gaga« geschürt wird
  • Eine Verteidigung und Einführung der Gender-Theorie in einem
Pressestimmen
»Wer hat Angst vor Gender? [leistet] einen wertvollen Beitrag zur Einordnung gegenwärtiger Kulturkämpfe.«
Nina Apin, wochentaz, 3. Oktober 2025
»In ihrem neuen Buch analysiert die US-Philosophin den Aufstieg der Anti-Gender-Bewegung – und zeigt: Sie ist Teil einer größeren Strategie zur Rücknahme emanzipatorischer Errungenschaften. Ein Plädoyer für breitere Koalitionen gegen den Rechtsruck.«
ZEIT ONLINE, 27. August 2025
»Die wahre Bedrohung ist nicht Gender, sondern die Angst davor. ... Auf sympathische Weise ruft Judith Butler zu einer geduldigen und redlichen Forschung und Intellektualität auf ...«
Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur, 21. August 2025
»Judith Butler hat mit Wer hat Angst vor Gender? das richtige Buch zur richtigen Zeit geschrieben... mit Sicherheit die wichtigste Neuerscheinung des Jahres...«
Nora Eckert, queer.de, 19. August 2025
»Butlers zugänglichstes Buch ... Eine Intervention für ein großes Publikum.«
The Guardian, 5. Mai 2025
»In ungewohnt eingänglicher Sprache widmet sich [Butler] den verschiedenen Akteur*innen der ›Anti-Gender-Bewegungen‹ und zeigt deren Verbindungslinien und politischen Agenden über Kontinente hinweg auf. ... [Butler] widmet sich ... geduldig und kenntnisreich den verschiedensten Argumentationen und stellt diesen ihre eigenen Thesen und die anderer Philosoph*innen und Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Bereichen gegenüber.«
Schwarze Risse
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Gewaltlosigkeit wird häufig als eine Praxis der Passivität verstanden, welche die ethische Einstellung sanftmütiger Einzelpersonen gegenüber existierenden Formen von Macht reflektiert. Dieses Verständnis ist falsch, wie Judith Butler darlegt. Denn Gewaltlosigkeit kann durchaus eine aktive, ja aggressive Form annehmen. Mit Freud und Benjamin macht sie deutlich, dass wir grundsätzlicher fragen müssen: Wer sind wir und in welcher Welt wollen wir leben? Butlers kraftvolle Antwort lautet: in einer Welt radikaler sozialer Gleichheit, die getragen ist von der Einsicht in die Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten menschlicher Existenz. Diese Welt gilt es, gemeinsam im politischen Feld zu erkämpfen – gewaltlos und mit aller Macht.

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