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Hörbuch Download
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Inhaltsangabe
Emanuel Assup war durch Fleiß, Einsicht und Treue ein wohlhabender Gutsbesitzer geworden. Sein einziges Kind, ein stiller Junge, hieß Schelich. Der hatte das Abitur bestanden. Nun sollte er einen Beruf ergreifen. Er äußerste, befragt, etwas unsicher: "Seemann."
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.09.2023
Autor/Autorin: Joachim Ringelnatz
Gelesen von:Franz Robert Ceeh
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 9 Minuten
ISBN: 9783991587378
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"Sein Humor hatte eine derbe und eine sublime Seite, und unnachahmlich bleibt die geistige Grazie, mit der er von der einen zur anderen hinüberwechselte." So treffend charakterisierte Alfred Polgar Joachim Ringelnatz, der als Hans Bötticher in Sachsen geboren ward und nach Jahren des hohen Seegangs als Schiffsjunge und Matrose zu hohem Literatenruhm gelangte, als eulenspiegelnder Schriftsteller, Dichter und Kabarettkünstler.
"Ich bin eine alte Kommode. Oft mit Tinte oder Rotwein begossen, manchmal mit Fußtritten geschlossen. Der wird kichern, der nach meinem Tode mein Geheimfach entdeckt." Wer vom ganzen Ringelnatz aus jeder Schublade ein Ringelnätzchen kennen lernen möchte, sollte hier zugreifen.
Joachim Ringelnatz (1883–1934) zählt auch heute zu den meistgelesenen Lyrikern auf dem Buchmarkt, ist freilich auch in Fachkreisen nur noch als komisch-kauziger Dichter bekannt. Den "Bumerang" etwa kennt fast jedermann. Der umfangreiche ernsthafte Teil seines literarischen Werks ist hingegen schon in den 30er Jahren aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden, nachdem diese Texte von den Nationalsozialisten bei den Bücherverbrennungen ins Feuer geworfen worden sind.
Der Alte wickelte eine einfache Tabakpfeife aus dem Papier, die er flüchtig betrachtete und mit einem "Dankeschön" beiseitelegte. "Hör zu", begann er dann, "ich habe, wie ich dir schrieb, eine wichtige und dringende Mitteilung an dich. Du weißt: Ich leide schon lange an einer unheilbaren Krankheit."
Das Gedicht: Joachim Ringelnatz über Gedichte.
"Viel passiert zu allen Zeiten
in der Welt der Kleinigkeiten.
Stimmt bald ernst und stimmt bald heiter.
So, nun blättere, bitte, weiter."
Als die Mutter vom Bauer Stumpf im Sterben lag, rief sie ihren Sohn zu sich und sprach: "Lieber Sohn, sei immer ehrlich, arbeite fleißig und...". Sie wollte noch mehr sagen, jedoch der Tod hielt ihr den Mund zu.
Die besten Gedicht von Joachim Ringelnatz, u.a.: Unter Wasser Bläschen machen, Übergewicht, Heimatlose, Ich habe dich so lieb, Reklame, Ostern, Mein Wangenbart, Nach dem Gewitter, Ruf zum Sport, Bumerang, Die Ameisen, Die Schnupftabaksdose, Ein Nagel saß in einem Stück Holz, Das scheue Wort, Ein Kehlkopf litt an Migräne, Freiübungen, Logik, Der Unfall, Fand meinen einen Handschuh wieder, Meine Schuhsolen, Die Geburtenzahl, Kindergebetchen, Kleine Lügen, Aus meiner Kinderzeit, Silvester bei den Kannibalen, Das Hexenkind, Ernster Rat an Kinder, Armkräutchen, Zu dir, Wer hört ein Stäubchen lachen?, Heimweg, Umweg, Schenken, Der Komiker, Schöne Frau mit schönen Katzen, Es lebe die Mode, Komm sage mir was du für Sorgen hast, Gold, Hinrichtungen, Der Seriöse, Genau gesehen, Seepferdchen, Spielen Kinder doch, An den Mann im Spiegel, Liedchen;
"Ich bin eine alte Kommode.
Oft mit Tinte oder Rotwein begossen,
manchmal mit Fußtritten geschlossen.
Der wird kichern, der nach meinem Tode
mein Geheimfach entdeckt."
Er instruierte sie vorschriftsgemäß über das, was mit Lebensgefahr zusammenhing. - Nicht die rote Leine berühren, die dazu dient bei der Landung die Hülle zu spalten. - Um Himmelswillen nicht rauchen ... Gasatmosphäre ... Explosionsgefahr.
"Und ich wiederhole: Wer mein Schwiegersohn werden will, muss zuvor 10 Mille bei mir deponieren; zehntausend Rückenmark, wie ich das nenne." - "Woher soll ich die nehmen?", fragte Max Timber bitter. "Sie wissen doch, was ich als Gärtnergehilfe verdiene."
Und die Mutter gab Rotkäppchen einen Korb mit drei Flaschen spanischen Wein und zwei Flaschen schottischen Whiskey und einer Flasche Rostocker Korn und einer Flasche Schwedenpunsch und einer Buttel mit Köm und noch ein paar Flaschen Bier und Kuchen und solchen Kram mit, damit sich die Großmutter mal erst stärken sollte.
Egal ob Weihnachtsschmaus oder Bescherung, Silvester oder Wintersport – Joachim Ringelnatz hat für jedes Ereignis der kalten Jahreszeit ein passendes Gedicht geschrieben. Die Mischung aus witzigen Begebenheiten, scharfzüngiger Gesellschaftskritik, melancholischen Naturbeobachtungen und lautmalerischen Vergnügen stellt die große Vielseitigkeit des Autors zur Schau. Ringelnatz' rhythmische Reimspiele wecken besinnliche Vorfreude und erinnern daran, wie schön es ist, an den Feiertagen mit seinen Liebsten zusammenzukommen.