Volkstribun

Die Verführung der Massen und der Untergang der Römischen Republik
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Inhaltsangabe

Die dunkle Seite der Macht
Michael Sommer erweckt eines der turbulentesten Kapitel der römischen Geschichte zum Leben: skupellose Politiker wie Caesar, Pompeius und Clodius, Bandenkriege und Tabubrüche. Er zeigt das alte Rom als aufregend-verstörendes Laboratorium, an dem sich paradigmatisch für alle Epochen zeigen lässt, wie »Populismus« politische Gewalt gebiert und wie Verführung genutzt wird, um eine bestehende Ordnung zu stürzen.
Wie treibt man eine Republik in den Ruin? Mit welchen Mitteln kann man eine politische Elite zwingen, dass sie kampflos ihre Positionen und die von ihr getragene Ordnung preisgibt? Michael Sommer gewährt einen ungewöhnlichen Einblick in das Uhrwerk der römischen Politik und die Machenschaften ihrer Protagonisten: Er zeigt den Volkstribunen Publius Clodius als Virtuosen der Verführung. Im Auftrag des mächtigen Cäsar entfesselte er eine Orgie der Gewalt und verwandelte die Straßen Roms in ein Schlachtfeld. Er kontrollierte die öffentliche Meinung und verwandelte den republikanischen Freiheits- in einen Gewaltraum: Wer unter seinen Gegnern nicht das Opfer von Tätlichkeiten wurde, dem wurde so effektiv gedroht, dass er den Mund hielt. Doch Clodius agierte stets auch auf eigene Faust: Als Bandenführer mit unbändiger Energie und dem Vorsatz, seinen Willen gegen alle Regeln der Republik durchzusetzen, schrieb Clodius die Signatur der Epoche, die eine zeitlose Warnung an uns alle enthält: Zahlen sich Gewalt und die Verführung der Massen aus?

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.10.2023
  • Autor/Autorin: Michael Sommer
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 336
  • ISBN: 9783608986440
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Autor von »Dark Rome«
  • Für Leserinnen und Leser von Tom Holland und Mary Beard
Pressestimmen
»Bestechend ist die kontrafaktische Schlusspointe: Als Clodius durch seine Ermordung aus dem Spiel war, […] war niemand mehr da, der immer wieder einen Keil zwischen den meist ungeschickt agierenden Pompeius und die Gegner Caesars im Senat treiben konnte. […] Trug also Clodius’ Tod mehr zur militärischen Eskalation der die Nobilität spaltenden Konflikte bei, als der Demagoge das vermocht hätte, wenn er weitergewirkt hätte?«
Uwe Walter, FAZ, 28. Februar 2024
»Was Sommer in diesem Buch als politisches Lehrstück aufblättert, ist hier das antike Paradebeispiel dafür, wie man das Volk für seine Zwecke manipuliert, aufstachelt und schließlich zu Gewaltausbrüchen auf die Straße treibt – kurz alles, was spätere Demagogen ähnlich blutig, verheerend und staatliche Ordnungen stürzend unternommen haben.«
Renate Wagner, Online Merker, 29. Dezember 2023
»Michael Sommer – Spezialist für antike Geschichte – zeigt, welche Mechanismen ein als gefestigt angesehenes politisches System ins Wanken bringen können.« Ursula Kastler, Salzburger Nachrichten, 20. Dezember 2023«
Ursula Kastler, Salzburger Nachrichten, 20. Dezember 2023
»Man ist sprachlos angesichts der historischen Aktualität dieser Epoche. Das Buch liest sich wie ein Kriminalroman, - so spannend kann gute Geschichtsschreibung sein.« Ernst W. Koelnsperger, Studiosus Bücherschau, November 2023«
Ernst Koelnsperger, Studiosus Bücherschau, 23. November 2023
Herstellerinformationen
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de
Tel: +49 711 6672-0

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In diesem Buch beleuchtet der Bestseller-Autor Michael Sommer nicht nur die schmutzigen Seiten der römischen Elite, der Senatoren und Kaiserinnen. Er führt uns auch mitten hinein ins laute, dreckige und gefährliche Leben der einfachen Leute im Römischen Reich. Dieses Dirty Rome war ganz gewiss kein Betriebsunfall, sondern die dunkle Kehrseite von Roms Größe. Es lag nicht am Rand, sondern wirkte tief in seinem Inneren: in der Luft, die man atmete, im Brot, das man aß, in den Häusern, in denen man wohnte, in den Körpern, die krank wurden, und in den Gerüchten, die ganze Existenzen vernichteten. So tief wie in diesem Buch kann man nur selten in das antike Alltagsleben samt seinen Schattenseiten eintauchen

Rom war sicherlich beides: eine glanzvolle Metropole, die mit vollem Recht das "Haupt der Welt" genannt wurde, und ein Müllhaufen, in dem es zum Himmel stank - übrigens nicht nur im Wortsinn. Denn jenseits von Kloaken und Dreckschleudern gab es im Römischen Reich noch ganz andere Dinge, die anrüchig waren: Wohnverhältnisse, medizinische Versorgung und Nahrungsangebot waren nach modernen Standards dürftig. Frauen, Sklaven und Menschen am Rande der Gesellschaft wurden wie der letzte Dreck behandelt. Und wer Macht hatte, missbrauchte sie. Korruption, Vetternwirtschaft und Wahlmanipulation grassierten, während eine höchst mangelhaft informierte Öffentlichkeit ständig von Gerüchten und Fake News durchwabert wurde. Michael Sommer, einer der besten Kenner des alten Rom, wirft in seinem neuesten Werk Licht auf die Schattenseiten der Antike, auf all den Schmutz, die Gefahren und die Diskriminierung. Er eröffnet spannende und unerwartete Einblicke in den oft beschwerlichen Alltag einer fremden Welt, jenseits der hohen Politik und des blendend weißen Marmors.
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