Zwischen Orient und Okzident
Je öfter Valerie Ägypten besucht und je mehr sie über Zeiten und mystische Traditionen erfährt, umso verwirrender scheint es. "Vergiss Ägypten, wenn du etwas über Ägypten schreiben willst", rät man ihr. So lässt sie sich vor allem von der Vielfalt orientalischer Lebensentwürfe faszinieren.
Ein poetischer Reiseroman über eine Frau, die im Orient sich selbst entdeckt.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 19.11.2009
Autor/Autorin: Barbara Frischmuth
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage
Verlag: Aufbau TB
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 190/115/16 mm
Seitenanzahl: 220
ISBN: 9783746625591
Pressestimmen
»Ein Ägypten-Verführer, der mit beinahe erotischer Kraft süchtig macht auf das Land im Orient.«
Monika Melchert, Sächsische Zeitung, 1. November 2009
Herstellerinformationen
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG Prinzenstr. 85 10969 Berlin DE
Die märchenhafte Welt der Feen und Waldgeister ist in diesem phantastischen Roman auf wunderbare Weise mit der Geschichte der jungen Schauspielerin Sophie Silber verwoben. Sophie wird als einziger menschlicher Gast zu einem merkwürdigen Kongress in ein entlegenes Hotel in der Steiermark eingeladen, wo Elfen, Feen, Wassermann und Berggeist über sie den Dialog zu den Menschen suchen. Aber Sophie begegnet nicht nur ihnen und der Fee Amaryllis Sternwieser, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit.
»Sehr vielschichtig, humorvoll und zauberhaft verspielt, zugleich aber auch voll Dramatik und voll wunderbarer Intensität.« Die Presse
Barbara Frischmuth hat schon immer von starken, sensiblen, sinnlichen Frauen erzählt, die sich behaupten müssen. Darya, Agnes, Amelie und Paula hat das Leben bereits zugesetzt, sie haben existenzielle Entscheidungen getroffen, und sie zahlen einen hohen Preis: Sie können nicht über ihre Gefühle sprechen, und vor allem sind sie einsam. Gibt es ein Entkommen aus dieser Einsamkeit? Fünf Variationen über Selbstbehauptung und Einsamkeit, fünf Frauenschicksale, fünf Versuche, sich nicht unterkriegen zu lassen – weder von den Zeitläuften noch von Männern und schon gar nicht vom Alter.
»Sie konnten nicht aufhören, einander Geschichten zu erzählen, Geschichten von früher, die sie schon vor Zeiten zurechtgeschliffen hatten. Geschichten zum Lachen, wahre Geschichten, die erst recht den Anklang an Literatur atmeten. Vor allem solche, die von Niederlagen sprachen, wobei die Niederlage der Gescheiterten sie erst recht zu Heroen machte.«
»Es sind die kleinen Details, die Frischmuth schillern lässt und aus denen trotz tragischer Wendungen viel Komik spricht.« ORF
Von der Magie, dem Unerklärlichen und der Verlorenheit einer Kindheit.
Groß ist die Welt, aber weit entfernt, glaubte die Kleine. Doch der Krieg erreichte selbst den abgelegenen Ort und ihre Familie. In dem arglosen Blick eines Mädchens wird die Kindheit an einem Ort lebendig, an dem Heil und Unheil Tisch an Tisch zur Sommerfrische saßen. Als es die Klosterschule verließ, endete auch die Kindheit. Aber Fotos und Erzählungen locken die Zeitstimmung und eine besondere Familiengeschichte hervor.
»Ein zu Literatur gewordener Rückblick auf ihre Kindertage in Altaussee während des Zweiten Weltkriegs und danach – erfüllt von erlebter und erzählter Zeitgeschichte.« ORF
»Der Mensch muss sich einer Sache widmen können, um glücklich zu sein.«
Auch für eine hingebungsvolle Gärtnerin wie Barbara Frischmuth kommt der Tag, an dem sie beschließt, den Garten zu verkleinern. Während sie halbherzig Beete auflöst, denkt sie an Entdeckungen der modernen Neurobiologie: wie Pflanzen kommunizieren – untereinander und mit dem Menschen. Und trotz guter Vorsätze ertappt sie sich dabei, dass sie wieder Setzlinge kauft. Macht ein schmerzender Rücken manchmal nicht glücklicher, als es im Alter bequem zu haben? Wenn Barbara Frischmuth über die Unwiderstehlichkeit eines Gartens erzählt, lenkt sie unseren Blick auf die Vielfalt des Lebens selbst.
»Ein prächtig blühender Strauß aus überaus weisen Worten und Gleichnissen.« Kleine Zeitung.
Unser Herzensbuch der großen Autorin zu ihrem ersten Todestag am 30. März 2026, durchgängig farbig illustriert und hochwertig ausgestattet
Nach dem Verlust beginnt das Leben neu
Ada hat nach dem Selbstmord ihres Freundes auch als Malerin gerade mit ganz neuen Bildern begonnen, als plötzlich drei lebhafte Kinder und ihr Jugendfreund Jonas in ihr Leben eindringen.
Ihre Mutter Martha musste es verwinden, dass ihr Mann gemeinsam mit seinem kur-dischen Freund Vedat spurlos im Ararat-Gebirge verschwand. Seitdem trifft sie sich einmal im Jahr mit Vedats Frau Lale, um sich gemeinsam ihrer Männer zu erinnern, weil sie keinen Ort haben, um zu trauern.
Lilofee, die Tante, hatte als junges Mädchen in den Bergen einen Kriegsgefange-nen versteckt und musste mitansehen, wie er, ihre große Liebe, verraten und ver-schleppt wurde. Nie wird sie das vergessen können, aber sie rächt sich.
Barbara Frischmuth erzählt klug und mit der nur ihr eigenen souveränen Leichtig-keit, die das Unerträgliche nie vergessen lässt, wie jede dieser Frauen es lernen muss, im Jetzt zu leben und Liebe wieder zuzulassen.
„Eine der gefährlichsten Fragen ist: Was wäre gewesen, wenn? Mit ihr fängt jegliches Erzählen an.“
»Dieses kunstvoll komponierte, beschwingt melancholische Buch handelt von Träumen, Realismus und Literatur.« Der Standard
»Ein kompositorisch kühner Roman, der voll sinnlicher Details, glasklarer politischer Analysen und bewegender Geschichten ist.« Neue Zürcher Zeitung
Von Trughirschen, Scheinlilien und dänischen Königinnen: ein literarisches Sinnenfest für Gartenliebhaber Der Garten um Barbara Frischmuths Haus schmiegt sich so selbstverständlich an den Hang, daß seine üppigen Ansichten und liebenswürdigen Details nicht daran denken lassen, welch harte Arbeit es bedeutete, dem Garten das Gartensein schmackhaft zu machen. Fröste und Hitzeperioden, Käfer und Schnecken haben sie vor allem eines gelehrt: Geduld und Respekt vor der Natur. "Solange man glaubt, man würde einen Garten ,schaffen', ist man weder wirklich bei sich noch beim Garten. Es kann höchstens darum gehen, ihn in Erscheinung zu locken. Von einem bestimmten Zeitpunkt an ist die Stimme des Gartens, sein forderndes Gedeihen, gar nicht mehr zum Verstummen zu bringen. Nicht der Gärtner ist es, der der Natur einen Garten abgetrotzt hat, sondern der Garten hat sich einen Gärtner gefunden, der an seinem Zustandekommen leidenschaftlich interessiert ist." Zu den größten gärtnerischen Tugenden gehört denn auch, die Vorschläge, die der Garten selbst macht, genau anzusehen und den einen oder anderen anzunehmen. Mit Esprit, Leidenschaft und Selbstironie erzählt Barbara Frischmuth von den Erfahrungen, die sie mit ihrem Garten gemacht hat: von Glücksmomenten und Fehlschlägen, von Begehrlichkeiten und Entdeckungen; wie sie sich dabei ertappt, Suchtverhalten an den Tag zu legen, wenn es gilt, Sämereien und Setzlinge aufzuspüren, wie sie lernt, Schädlinge zu überlisten, und wie sie Gärtnerschrullen entwickelt. Nicht zuletzt teilt sie beiläufig Wissenswertes über Pflanzen mit und gibt Ratschläge, die jeder Gartenliebhaber schätzen wird. Das Buch ist reich bebildert mit Aufnahmen aus Barbara Frischmuths Garten in Altaussee im Salzkammergut.