Vaterlos

Ein Tatsachenroman | "Ein wirklich beeindruckendes Buch." Paul Ingendaay, FAZ Bücher-Podcast
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Inhaltsangabe

Siebzehn Jahre alt ist T., als sich sein Vater, angesehener Arzt in einer süddeutschen Kleinstadt, im Jahr 1971 das Leben nimmt. Er stirbt nicht allein, eine jüngere Geliebte ist bei ihm. Ein familiäres Trauma – und ein öffentlicher Skandal. Die Welt der alteingesessenen Familie zerfällt. Zurück bleiben zwei halbwüchsige Kinder, eine vierzigjährige Witwe und die alte Mutter, die das Grab pflegt und zu trinken beginnt.
Es dauert viele Jahrzehnte, bis T. sich den Tatsachen stellt und vom Suizid seines Vaters erzählt, davon, wie es dazu kam, wie es danach weiterging – ein eindringlicher Bericht, der um existentielle Fragen kreist: Was ist Heimat, was Familie? Was bestimmt ein Leben? Was trennt Freiheit von Verantwortungslosigkeit, welche Rolle spielt Gesellschaft in der Provinz? Mit dem persönlichen Schicksal wird wie nebenbei deutsche Mentalitätsgeschichte der letzten fünfzig Jahre sichtbar: Berührend und kraftvoll erzählt Thomas Medicus von einer Kindheit und Jugend in den 1950er und 1960er Jahren und der Zeit danach, von einem lebensprägenden Trauma. Ein tiefer Blick in den deutschen Seelenspiegel – und eine aufwühlende, persönliche Geschichte.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.04.2026
  • Autor/Autorin: Thomas Medicus
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Rowohlt Berlin
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/132/23 mm
  • Seitenanzahl: 224
  • ISBN: 9783737102445
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Der Tod des Vaters verändert das Leben einer Familie für immer. Eine ebenso berührende wie einfühlsame Spurensuche eines Sohnes, dessen Vater sich das Leben genommen hat.
  • Thomas Medicus’ persönlichstes Buch – ein erzählerisches Glanzstück des vielgelobten Meisterbiographen.
  • Thomas Medicus schreibt über ein Lebensthema, das er seit langer Zeit umkreist und nun endlich angeht.
  • Ein Buch, das die seelische Kraft erkundet, mit der ein Mensch den Schmerz überwinden kann.
  • Ein Familienporträt, das um die großen Fragen kreist: Was prägt den Menschen? Was ist Familie, was ist Heimat? Wie überwindet ein Mensch den Verlust und findet Freiheit?
  • Die Geschichte eines familiären Traumas – und zugleich ein eindringliches Gesellschaftsporträt der Bundesrepublik.
  • Thomas Medicus ist ein fesselnder Erzähler, seine Bücher werden von der Presse begeistert aufgenommen. Zuletzt Klaus Mann. Ein Leben, über das etwa die Welt meinte: «Eine fulminante Biografie … die erste, die dem schillernden Klaus Mann in jeder Beziehung gerecht wird.»
Pressestimmen
»Ein sensibler, so beklemmender wie bewegender Bericht über eine lange Spurensuche.«
Neue Zürcher Zeitung
»Berührend und wichtig ... Das Buch erzählt nicht nur eine sehr persönliche Geschichte, sondern ist gleichzeitig ein Familienroman über die Nachkriegszeit in der jungen Bundesrepublik.«
BR
»Thomas Medicus ist ein tiefgründiges, aber nie verbittertes, ja, liebevolles Buch gelungen.«
Die Welt
»Der autobiographische Roman wird zum Gesellschaftsbild ... eine brillante Studie der deutschen Nachkriegszeit, mit Sog.«
NDR
»Einfühlsam, nachdenklich ... Die Erkundung eines Familiendesasters macht deutlich, wie lange es dauern kann, bis die Vergangenheit kein gemiedener Fremdkörper mehr im eigenen Leben ist.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Wahrhaftig, offen, herausfordernd.«
Nürnberger Zeitung
»Eine langsame Wiederannäherung an die Vergangenheit – erhellend und tröstend.«
WDR
»Ein dicht und klar erzählter Roman über die Möglichkeit des Weiterlebens ... ein wirklich beeindruckendes Buch.«
Paul Ingendaay, FAZ-Bücher-Podcast
»In seiner Sprache ist der Roman präzise und sinnlich ... Es ist ein Buch über die Verflechtung von privatem Trauma und deutscher Nachkriegsgeschichte ... eine eindringliche Erzählung.«
Deutschlandfunk Kultur
Herstellerinformationen
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Kreuzbergstraße 30
10965 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Klaus Mann

€28,00

Klaus Mann verkörpert die bewegte erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wie kaum ein Zweiter – als schillernder Bohemien, als großer Schriftsteller. Thomas Medicus begleitet Klaus Mann (1906–1949) auf den Stationen seines sehr modernen Lebens – von der behüteten Münchner Kindheit, der Karriere des Dandys in der Weimarer Republik, die der homosexuellen Emanzipation Vorschub leistete, in das politische Exil in Europa, den USA. Stets war Klaus Mann auf Reisen; irrlichternd zwischen den Kontinenten, publizierte er in ungebremstem Schreibfluss. Ein extremes Leben, immer auch überschattet von Drogen und Ausschweifungen, einem Todeswunsch von früh auf. Schließlich die Rückkehr nach Deutschland 1945 als amerikanischer GI, die düsteren letzten Jahre bis zum Freitod in Cannes.
In seiner großen Biographie erzählt Thomas Medicus dieses unwahrscheinliche Leben und ergründet seine Obsessionen wie Triebkräfte. Die Reibung mit dem Vater, politische Kämpfe und Amouren, das enge Verhältnis zur Schwester Erika. Eine glänzende Neueinschätzung dieses funkelnden Schriftstellers und Deuters seiner Epoche, die hier als eindrucksvolles zeitgeschichtliches Panorama wiederersteht.

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