Unsereins

Eine epische Familiengeschichte | Der neue Roman der Buchpreisträgerin
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Inhaltsangabe

Eine Lübecker Familie, protestantisch, konservativ, kaisertreu: die Lindhorsts. 1890 kommt Marthe in dem weitläufigen Patrizierhaus in der Königstraße zur Welt. Um sie eine Schar älterer Brüder, deren Freiheiten nicht ihre sein werden. Und doch ist es ein Leben mit glänzenden Aussichten. Bis ein Bestsellerroman, verfasst vom Sohn eines verstorbenen Bekannten, den respektablen Lindhorsts klarmacht, dass sie für ihr Umfeld auch nach zwei Generationen noch immer «die Jüdischen» sind.

Unsereins ist der Roman einer Stadt und ihrer Gesellschaft, ihrer Bürger und Lohndiener, der Handwerker und, vor allem, ihrer Frauen. Ob Dienstmädchen, Hausfrau, Weißnäherin oder Schriftstellerin, ob manisch-depressiv wie Marthes Mutter, durchlässig wie Marthe selbst, die mit eigenen und fremden Erwartungen ringt. Inger-Maria Mahlke erzählt von Identität und Zugehörigkeit, von Geschlecht und Klasse, von Macht- und Liebesverhältnissen – von allem, was nicht nur Lübeck, den vormals «kleinsten Staat des Deutschen Reichs», formte und zusammenhielt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.11.2023
  • Autor/Autorin: Inger-Maria Mahlke
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/136/39 mm
  • Seitenanzahl: 496
  • ISBN: 9783498001810
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ein faszinierendes Familienepos über mehrere Generationen, das von Identität und Zugehörigkeit, Geschlecht und Klasse, Macht- und Liebesverhältnissen erzählt
  • Inger-Maria Mahlke wurde 2018 für ihren Roman
  • Archipel mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.
  • Die Autorin ist, wie Thomas Mann, in Lübeck aufgewachsen. Sie nimmt dessen Buddenbrooks zum Ausgangspunkt für eine so kenntnisreiche wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit der hanseatischen Gesellschaft.
Pressestimmen
»Ein grandioses Porträt der hanseatischen Stadtgesellschaft aus dem Blickwinkel der Gegenwart.«
Mareike Ilsemann, WDR 5 "Bücher", 20. Januar 2024
»Von der ersten bis zur letzten Seite stellt dieser Roman Dinge und Menschen gegenüber, Interieurs und Innerlichkeiten. Er überprüft, wie genau die Wörter sind, wenn es um menschliche und damit auch politische Lebenszusammenhänge geht. Und er erlaubt sich auch manchen Spass ... Eine kluge Persiflage auf Thomas Manns Familienroman.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 15. Januar 2024
»Was kommt nach dem Tod? Was wissen wir über den Bürgerkrieg in Sri Lanka? Und wer hat unseren Erzähler Maali ermordet, der im rasanten Roman des Booker-Preisträgers aus Colombo in eigener Sache ermittelt? Diese Fragen bringen die Geschichte des toten Kriegsfotografen Maali so in Fahrt, dass ich mich nach kurzen Startschwierigkeiten am Buch festgekrallt habe. BBBBB«
Angela Wittmann, Brigitte, 3. Januar 2024
»Unsereins" ist norddeutsch zurückhaltend geschrieben, tatsächlich aber ein außergewöhnlich aufregendes Buch.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 12. Dezember 2023
»Ein aufmerksamer, wertfreier Blick ist selten. Und er ist vielleicht doch der größte Unterschied zu dem Buch, das Thomas Mann berühmt machte ... Ein außergewöhnlich aufregendes Buch.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 12. Dezember 2023
»Ein breit angelegtes Familien- und Gesellschaftspanorama ... so couragiert wie unterhaltsam.«
Kristina MAIDT-ZINKE, Süddeutsche Zeitung, 5. Dezember 2023
»Ein berührender, ein erkenntnisstiftender Roman.«
Denis Scheck, ARD "Druckfrisch", 3. Dezember 2023
»Mahlke gelingt es, einen übergeordneten, gewissermaßen gerechteren Blick auf die sozialen und emotionalen Verhältnisse zu bewahren, ohne dabei „von oben herab“ zu erzählen ... Ein vielschichtiges Werk.«
Carsten Otte, Der Tagesspiegel, 30. November 2023
»Ein Gegenstück zu den "Buddenbrooks" aus heutiger Perspektive ... Und ein großer Spaß.«
Denis Scheck, WDR 3 "Mosaik", 27. November 2023
»Mit "Unsereins" ist Inger-Maria Mahlke ein Roman gelungen, der nicht nur die alteingesessenen Patrizier und das neue Bürgertum in den Blick nimmt, sondern auch die Mägde und Kutscher, die schwarzen Schafe der Familien, die Lohn- und Ratsdiener ... subtil und ungeheuer unterhaltsam.«
Britta Schmeis, Welt am Sonntag, 26. November 2023
»Inger-Maria Mahlke entfaltet ein breites gesellschaftliches Panorama, geschickt verknüpft sie Historie und Fiktion. Dabei liegt die Stärke auch in dem, was sie nicht ausschmückt.«
Judith Heitkamp, Bayern 2 "Diwan", 26. November 2023
»Ein sattes, schönes, lesenswertes Werk.«
Martin Oehlen, Kölner Stadt-Anzeiger, 25. November 2023
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Archipel

€20,00

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2018: ein großer europäischer Familienroman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa.
"Es ist der 9. Juli 2015, vierzehn Uhr und zwei, drei kleinliche Minuten. In La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, beträgt die Lufttemperatur 29,1 Grad. Der Himmel ist klar, wolkenlos und so hellblau, dass er auch weiß sein könnte". Damit fängt es an. Und mit Rosa, die zurückkehrt auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt.
Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal weiter vorgewagt. In "Archipel" führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González' – Familiennamen aus ganz Europa. Aber da sind auch die, die keine Namen haben: Die Frau etwa, die für alle nur 'die Katze' war: unverheiratete Mutter, Köchin, Tomatenpackerin - und irgendwann verschwunden. Denn manchmal bestimmen Willkür, Laune, Zufall oder schlicht: mitreißende Erzählkunst über das, was geht, und das, was kommt.

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