Tyll

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Inhaltsangabe

"Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen" –, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.
Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Autor/Autorin: Daniel Kehlmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 14. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/135/37 mm
  • Seitenanzahl: 480
  • ISBN: 9783498035679
Pressestimmen
»Und jetzt darf ich einen echten Triumph der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur anzeigen. Sprachtrunken, bildersatt und verzaubert habe ich den neuen Roman von Daniel Kehlmann zugeklappt: So ein Wunderbuch begegnet einem nicht jedes Jahr!«
Dennis Scheck, ARD "Druckfrisch"
»'Tyll ist das beste Buch, das Daniel Kehlmann bislang geschrieben hat (...). Ja, es ist wieder ein Geschichtsbuch, wie 2005 Die Vermessung der Welt, der meistverkaufte deutsche Roman seit Patrick Süskinds Parfum, das Buch, mit dem Kehlmann zum Weltstar der deutschen Literatur wurde.«
Volker Weidermann, Der Spiegel
»Ein Meisterstück (…). Was ist das nur für ein unerschöpfliches Buch und was für ein grossartiger Stoff. (…) Es ist überdies der aussergewöhnlichste Europa-Roman seit vielen Jahren (…). Nicht zuletzt aber handelt es sich um ein phantastisches Geschichtenbuch, es ist grosses Theater, es ist Kino und Dichtung in einem. (…) wir sehen Daniel Kehlmann auf der Höhe der Kunst.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung
»Tyll ist ein ausgewachsenes Menschheitsbuch, weil es ums große Ganze geht – um Leben und Tod, Liebe, Lust und Leid.«
Thomas Groß, Mannheimer Morgen
»In Tyll beschwört Daniel Kehlmann die nicht enden wollende Kriegszeit auf macht- und kunstvolle Art herauf. (…) ein Seiltänzer der Schrift, ein Jongleur der Worte, ein Gaukler der Historie.«
Martin Ebel, Tages-Anzeiger
»Beeindruckend ist, wie sicher Kehlmann auf dem historischen Terrain unterwegs ist (…). Es steckt viel drin in Tyll, diesem nicht nur trickreichen, sondern auch enorm unterhaltsamen Roman.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel
»Kehlmann zieht hier das Panorama einer krass mitleidlosen Epoche auf, in der ein Menschenleben nichts gilt und Menschen zuschanden gehen, einfach so. Doch gegen die Härte dieser Welt setzt Kehlmann einen neuen Ton der Achtsamkeit für menschliches Elend. (…) Daniel Kehlmanns bester Roman bisher.«
Sigrid Löffler, SWR 2
»War dieser 42-jährige Schriftsteller je besser? Nein. (…) So triumphiert Tyll an allen Fronten: als Blick in die Mahlwerke der Macht, als magische Amalgamierung von Mythos, Erfindung und historischem Schrecken, vor allem aber als Meisterstück eines Menschenschilderers.«
Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau
»Ein brillantes Gemisch aus Fantasie, profundem Wissen und schrägem Humor - urkomisch und todtraurig zugleich.«
Nada Weigelt, dpa
»In Kehlmanns großer Geschichte über die Schrecken der Gewalt und über den unbesiegbaren Lebenswillen der Menschen spiegeln sich Weltgeschichte und die Geschichte der Individuen in vielfältigen Brechungen und Facetten. (…) Daniel Kehlmanns Tyll-Buch ist kunstvoll komponiert, sein Einfalls- und Anspielungsreichtum, seine Sprach- und Stilsicherheit beeindrucken: eine grandiose Jonglage zwischen historischem Roman und Schelmenroman.«
Claus-Ulrich Bielefeld, RBB Kulturradio
»Ein großer Spaß.«
Jens Jessen, Die Zeit
»Der große Unterschied zur Vermessung der Welt liegt im Ton, der sich aus dem furchtbaren Stoff ergibt: der Verheerung der Welt. (…) Traumatisierung, Verdrängung, die (Un-)Möglichkeit des Erzählens sind ein Hauptthema von Tyll jenseits des Historischen. (…) Kehlmanns Erzählkunst ist immer wieder verblüffend, ist leicht, ist Schein, ist Tanz auf dem Seil in schwindelnder Höhe.«
Richard Kämmerlings, Die Welt
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Ob Salman Rushdie, Karl Kraus oder Jonathan Franzen: Daniel Kehlmann ist als Leser ein scharfsinnig Rühmender, ein kritisch Liebender, ein Lernender. Dasselbe gilt für ihn als Kinogänger, wenn er sich etwa von Michael Haneke oder Lars von Trier begeistern lässt.

Auskunft über den Autor und Zeitgenossen Daniel Kehlmann gibt er in seinen großen Reden. Er fragt, was ein österreichischer Autor ist, denkt über den historischen Roman nach, und ein Konzert im KZ Mauthausen wird ihm zum Exempel dafür, dass Kunst keinen Ort abseits von der Welt beanspruchen darf.

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