Stoische Gangarten

Versuche der Lebensführung | "Großartig." Die Zeit
Angebot€24,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Di, 08.09. – Mi, 09.09.

HardcoverE-Book
Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Was ist vom wirkmächtigen, bis in die Antike zurückreichenden Ideal einer stoischen Lebensführung heute noch geblieben? Ist in Zeiten zunehmender Extreme und Katastrophen ein ausgewogenes, auf Vermittlung bedachtes Leben überhaupt möglich, oder bleibt uns nur, den Verlust der Gelassenheit zu verzeichnen, den Absturz in die Unversöhnlichkeit, in gleichgültige, lähmende Vereinzelung?
In einer faszinierenden Tour de Force beschreibt Helmut Lethen die Suche nach Möglichkeiten der Gelassenheit, von der Kältewelt des Barocks bis zu den Kriegen der Gegenwart, zeigt dabei aber auch, wie stoische Prinzipien Schiffbruch erlitten haben und die Parole «Du musst dein Leben führen!» heute kaum mehr eine Chance hat. Die Forderung nach «Wehrtüchtigkeit» trifft auf Körper, die dazu nicht taugen. Die Spannung von Empathie und sachlicher Distanzierung überfordert die Menschen schon vor dem Fernseher. Wie ist eine Lebenspraxis des Ausgleichs heute möglich? Immer wieder kehrt Helmut Lethen dabei zu eigenen Erfahrungen und Beobachtungen unserer Gegenwart zurück – was diesen eindringlichen, gedankenfunkelnden Essay nicht zuletzt zu einem sehr persönlichen Lebensbuch macht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.08.2025
  • Autor/Autorin: Helmut Lethen
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Auflage
  • Verlag: Rowohlt Berlin
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/131/22 mm
  • Seitenanzahl: 224
  • ISBN: 9783737102377
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine fesselnde Neubetrachtung des stoischen Denkens: Was ist von dem Ideal eines ausgewogenen, auf Vermittlung bedachten Lebens in der heutigen Zeit geblieben? Von einem der faszinierendsten Denker unserer Zeit.
  • Das philosophische Thema des stoischen Denkens übt bis heute große Faszination aus, siehe populäre Publikationen zum Thema oder Wilhelm Schmids «Gelassenheit».
  • Helmut Lethen zählt zu den renommiertesten deutschen Kulturwissenschaftlern. Seine «Verhaltenslehren der Kälte» sind ein Kultbuch, «Der Schatten des Fotografen» wurde 2014 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, «Die Staatsräte», Lethens Autobiographie und zuletzt «Der Sommer des Großinquisitors» fanden enormes Presseecho.
Pressestimmen
»Eine große literarische Regatta über das Weltmeer der Kulturen und der Bücher. Cool und locker ... ein Vergnügen!«
Deutschlandfunk Kultur
»Ein gedankenfunkelnder Essay von persönlicher Dringlichkeit.«
Sachbuch-Bestenliste Die Zeit, Deutschlandfunk Kultur und ZDF
»Eine Art Lebensbuch ... ganz nah dran an aktuellen Phänomenen ... immer wieder überraschend, spritzig und jung.«
Zeit Podcast «Was liest du gerade?»
»Im neuen, großartigen Buch von Helmut Lethen kann man ... lauter diagnostische Fundsachen aufstöbern ... virtuos.«
Alexander Cammann, Die Zeit
Herstellerinformationen
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Kreuzbergstraße 30
10965 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

Weitere Bücher von Helmut Lethen

Der Sommer des Großinquisitors

€24,00

Helmut Lethen stößt auf eine Gestalt, die ihn in den Bann zieht: den Großinquisitor, der in der gleichnamigen Legende Dostojewskis den auf die Erde zurückgekehrten Jesus zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Diese realpolitische Verkörperung des Bösen wird zum Ausgangspunkt und Begleiter, wenn Lethen den Bogen schlägt von den Schwarzen Messen des Fin de Siècle über den Kult des Bösen in den historischen Avantgarden und die französischen «Salonnihilisten» bis in unsere Gegenwart. Denn siehe da: Der Großinquisitor geistert durch die Schriften der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts, als Denkfigur der Realpolitik bei Max Weber, als regelrechtes Idol bei Carl Schmitt und bei Helmuth Plessner. Noch in Arthur Koestlers Renegaten-Roman «Sonnenfinsternis» tritt eine Art Inquisition auf, und mit ihr das Grauen der Verfolgung politischer Gegner in der Sowjetunion. Wo immer der Großinquisitor auftaucht, wird in Lethens bestechenden Lektüren nicht nur das kalte, moralbefreite Denken erfahrbar, sondern auch die dahinterstehenden historischen Verwerfungen und Brüche.

Ein meisterhafter Essay über Macht und Moral – und ein aufregender Ritt durch die Literatur, Philosophie und Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Zum Buch
1 / 3