In diesen Sternstunden geht es um historische Vorgänge, die für das Zusammenleben der Menschheit bedeutsam geworden sind, um Schritte auf dem Weg zu einer humaneren Gesellschaftsordnung oder um Ausblicke auf eine solche - Taten, die Entwicklungen zum Abschluß gebracht oder in Gang gesetzt, die Tore geöffnet haben.
Alexanders Rückkehr nach Babylon
Augustus begründet den Prinzipat
Die Geburt Jesu in Bethlehem
Die Hedschra - Mohammed stiftet den Islam
Die Kaiserkrönung Karls des Großen
Die Magna Carta Libertatum
Kolumbus entdeckt Amerika
Luther auf dem Reichstag zu Worms
Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten
Die Öffnung Japans im Vertrag von Kanagawa
Gandhis Salzmarsch
Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Der Fall der Berliner Mauer
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 19.02.2004
Autor/Autorin: Alexander Demandt
Reihe: Beck'sche Reihe, Teil 1558
Einband: Taschenbuch
Auflage: 2
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 334
ISBN: 9783406494895
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 80801 München DE
Alexander Demandt erzählt in diesem Band knapp und kompetent, was wir über Pontius Pilatus, sein Leben, seine Zeit, seinen Herrschaftsbereich, seine Tätigkeit und über seine Legenden wissen. Er vergleicht die kanonische, die apokryphe und die außerbiblische Überlieferung zu Pilatus und zu dem Verfahren gegen Jesus; so versucht er, Hintergründe und Verlauf des Rechtsgeschehens zu erhellen und die Passionsgeschichte zu rekonstruieren. Abschließend fragt er, was hätte geschehen können, wenn Pilatus zu einem anderen Urteil gelangt wäre.
Keinen römischen Kaiser kennen wir so genau wie Marc Aurel und nur wenige Historiker sind so vertraut mit den außergewöhnlich reichen Quellen zu seinem Leben wie Alexander Demandt. In seinem jüngsten Werk stellt er uns den berühmten Philosophenkaiser und dessen krisengeschüttelte Epoche meisterhaft vor Augen und zieht noch einmal alle Register seines Könnens. Alexander Demandt erklärt die Grundlagen des römischen Staatswesens, beschreibt die Kämpfe mit den Parthern und den Donaugermanen, den Vorboten der Völkerwanderung, sowie die Christenprozesse trotz der Humanisierung des Rechts. Schließlich führt er uns ein in die Gedankenwelt des Kaisers, die uns nicht zuletzt dank dessen weltberühmten Selbstbetrachtungen, den Wegen zu sich selbst, bekannt ist. Auf diese Weise entsteht das Portrait eines Mannes, der sich wie kein anderer um Weisheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit mühte und mit stoischer Standhaftigkeit seine Herrscherpflichten erfüllte. Nicht von ungefähr war dieser Kaiser die Lieblingsgestalt des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt.
Fake News sind eine Erfindung moderner Autokraten und irrlichternder US-Präsidenten? Keineswegs! Schon in der Antike wurden Geschichte und Tatsachen zurechtgebogen und geklittert, um das eigene Weltbild zu untermauern, Gegner zu diffamieren oder sich selbst zu legitimieren. Vom Perserreich bis zu den römischen Kaisern, von Homer bis in die christliche Spätantike spannt Alexander Demandt, der Großmeister der Alten Geschichte, seine ebenso kluge wie unterhaltsame Darstellung der zahlreichen Fälle von Geschichtsfälschung in der Antike und darüber hinaus.
Römer und Griechen legten sich alle möglichen Gründe zurecht, um ihre grausamen Kriege im nachhinein zu rechtfertigen. Etliche Könige und Herrscher wie Julius Caesar propagierten, sie würden in direkter Linie von Göttern abstammen. Für Constantin den Großen stand es außer Frage, daß er seinen Sieg bei der Milvischen Brücke dem Beistand des christlichen Gottes zu verdanken hatte. Selbstscheinbar objektive Quellen aus der Antike zeichnen immer ein ganz bestimmtes Bild von Personen und Ereignissen. Die historische Wahrheit dahinter aufzudecken ist für uns heute oft gar nicht mehr so einfach. Doch wer sich in diesem Buch gemeinsam mit Alexander Demandt auf Spurensuche begibt, der lernt bald, genauer hinzusehen, und erkennt selbst, wo, wie und weshalb Geschichte zu allen Zeiten phantasievoll geklittert und gefälscht wurde.