Fake News sind eine Erfindung moderner Autokraten und irrlichternder US-Präsidenten? Keineswegs! Schon in der Antike wurden Geschichte und Tatsachen zurechtgebogen und geklittert, um das eigene Weltbild zu untermauern, Gegner zu diffamieren oder sich selbst zu legitimieren. Vom Perserreich bis zu den römischen Kaisern, von Homer bis in die christliche Spätantike spannt Alexander Demandt, der Großmeister der Alten Geschichte, seine ebenso kluge wie unterhaltsame Darstellung der zahlreichen Fälle von Geschichtsfälschung in der Antike und darüber hinaus.
Römer und Griechen legten sich alle möglichen Gründe zurecht, um ihre grausamen Kriege im nachhinein zu rechtfertigen. Etliche Könige und Herrscher wie Julius Caesar propagierten, sie würden in direkter Linie von Göttern abstammen. Für Constantin den Großen stand es außer Frage, daß er seinen Sieg bei der Milvischen Brücke dem Beistand des christlichen Gottes zu verdanken hatte. Selbstscheinbar objektive Quellen aus der Antike zeichnen immer ein ganz bestimmtes Bild von Personen und Ereignissen. Die historische Wahrheit dahinter aufzudecken ist für uns heute oft gar nicht mehr so einfach. Doch wer sich in diesem Buch gemeinsam mit Alexander Demandt auf Spurensuche begibt, der lernt bald, genauer hinzusehen, und erkennt selbst, wo, wie und weshalb Geschichte zu allen Zeiten phantasievoll geklittert und gefälscht wurde.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 20.08.2026
Autor/Autorin: Alexander Demandt
Einband: Hardcover
Auflage: 1
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 603
ISBN: 9783406843242
Pressestimmen
»... zeigt ...,wie schon vor gut 2000 Jahren Menschen Informationen fälschten oder gleich ganz erfanden und ihren Bedürfnissen anpassten." WELT am Sonntag, Daniela Zinser "Althistoriker Alexander Demandt blickt in seinem Buch auf die Geschichte der 'alternativen Fakten' seit der Antike ... mit einer beeindruckenden Fülle antiker Quellen, Belegen und Einzelbeispiele." Neue Württembergische Zeitung, Christiane Laudage«
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 80801 München DE
Alexander Demandt erzählt in diesem Band knapp und kompetent, was wir über Pontius Pilatus, sein Leben, seine Zeit, seinen Herrschaftsbereich, seine Tätigkeit und über seine Legenden wissen. Er vergleicht die kanonische, die apokryphe und die außerbiblische Überlieferung zu Pilatus und zu dem Verfahren gegen Jesus; so versucht er, Hintergründe und Verlauf des Rechtsgeschehens zu erhellen und die Passionsgeschichte zu rekonstruieren. Abschließend fragt er, was hätte geschehen können, wenn Pilatus zu einem anderen Urteil gelangt wäre.
KONZISER ÜBERBLICK ÜBER DIE ANFÄNGE DES HELLENISMUS UND DIE GRUNDPRINZIPIEN DER HERRSCHAFT ALEXANDERS
Alexander der Große (356 323 v. Chr.) war Eroberer, Beherrscher eines Weltreichs und Gott. Dieses Buch führt zum ersten Mal die militärischen, politischen und kulturellen Leistungen Alexanders, ihre legendäre Ausgestaltung durch die Nachwelt sowie die enorme Wirkungsgeschichte des Makedonen in einer großen Darstellung zusammen. Alexander der Große war Entdecker, Staatsmann und Integrationsfigur für Völker unterschiedlichster Kulturen und Religionen. Seine Lebensgeschichte ist durchwirkt von Heldentaten und Wundererzählungen. Alexander Demandt beschreibt den Weg des Prinzen Alexander zum Herrscher über Makedonien und Griechenland sowie Reich, Gesellschaft und Kultur der Perser. Im Zentrum seiner gleichermaßen spannenden und informativen Erzählung stehen der Alexanderzug durch Kleinasien, die Levante und Ägypten, die siegreichen militärischen Auseinandersetzungen mit dem persischen Großkönig Darius, schließlich der Weg Alexanders bis in das Wunderland Indien und die verlustreiche Heimkehr nach Babylon der Hauptstadt seines neuen Reiches. Darüber hinaus erhält der Leser einen konzisen Überblick über die Anfänge des Hellenismus, über Grundprinzipien der Herrschaft Alexanders sowie über sein Bild im Spiegel der Rezeption von der Antike bis zur Gegenwart.
Keinen römischen Kaiser kennen wir so genau wie Marc Aurel und nur wenige Historiker sind so vertraut mit den außergewöhnlich reichen Quellen zu seinem Leben wie Alexander Demandt. In seinem jüngsten Werk stellt er uns den berühmten Philosophenkaiser und dessen krisengeschüttelte Epoche meisterhaft vor Augen und zieht noch einmal alle Register seines Könnens. Alexander Demandt erklärt die Grundlagen des römischen Staatswesens, beschreibt die Kämpfe mit den Parthern und den Donaugermanen, den Vorboten der Völkerwanderung, sowie die Christenprozesse trotz der Humanisierung des Rechts. Schließlich führt er uns ein in die Gedankenwelt des Kaisers, die uns nicht zuletzt dank dessen weltberühmten Selbstbetrachtungen, den Wegen zu sich selbst, bekannt ist. Auf diese Weise entsteht das Portrait eines Mannes, der sich wie kein anderer um Weisheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit mühte und mit stoischer Standhaftigkeit seine Herrscherpflichten erfüllte. Nicht von ungefähr war dieser Kaiser die Lieblingsgestalt des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt.