Eine Frau zwischen alten Rollenverhältnissen und neuen Rollenansprüchen
Eine Frau – Mutter, Partnerin, Versorgerin – fährt eines Morgens nicht zur Arbeit, sondern in die Psychiatrie. Am Abend hat sie sich mit ihrem Partner gestritten, vielleicht ist etwas zerbrochen, jetzt muss sie den Tag beginnen, sie muss die Tochter anziehen, an alles denken, in der Wohnung und ihrem Leben aufräumen. Doch sie hat Angst: das Geld, die Deadline, die Beziehung, nichts ist unter Kontrolle, und vor allem ist da die Angst um ihren Stiefvater, der früher die Welt für sie geordnet und ihr einen Platz darin zugewiesen hat. In der Psychiatrie, denkt sie, wird jemand sein, der ihr sagt, wie ihr Problem heißt. Dort darf sie sich ausruhen.
Eine Frau, erschöpft von der Arbeit der Emanzipation und der Liebe: Siegfried ist ein Roman über alte Ordnungen und neue Ansprüche, über Gewalt und das Schweigen darüber, über eine Generation, deren Eltern nach dem Krieg geboren wurden und deshalb glaubten, er sei vorbei.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 23.02.2023
Autor/Autorin: Antonia Baum
Format: E-Book
Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen
Dateigröße: 4 MB
Verlag: ULLSTEIN EBOOKS
Sprache: Deutsch
Umfang: 256 Seiten
ISBN: 9783843729543
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Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Pressestimmen
»Manchmal komisch, oft beunruhigend, stets von literarischer Wucht.«
Die Protagonistin, eine neurotische Großstädterin, kämpft sich durch einen Alltag aus Beruf, kleinen Kindern und einem in dem Regel abwesenden Mann. Immer gegenwärtig: patriarchalische Strukturen und ein männlicher Blick, den die Protagonistin internalisiert hat. Jede Woche geht sie zu ihrem Therapeuten Wolfgang G., einem »alten weißen Mann«.
»Mein Leben als Frau klingt zum einen wie ein Witz, denn was soll das sein, dieses Leben als Frau? Das ist eine ziemlich ungenaue Angabe und wirkt anachronistisch. Zugleich ist der Witz aber weiterhin ernst, weil die sogenannte Gesellschaft ihre Zweiteilung in Männer und Frauen mit großem Ernst betreibt, es ist eigentlich ihr Lieblingssport.«
Eine junge Frau, eine Schwangerschaft und die schwierigste Entscheidung ihres Lebens: Die vom Feuilleton gefeierte Autorin Antonia Baum erzählt in ihrem neuen Roman von Kinderwunsch, Angst, Selbstbestimmung und der Frage nach einem eigenen Weg.
Laura ist jung, studiert an der Universität, arbeitet an ihrer Dissertation und jobbt in einer gynäkologischen Praxis. Nun ist sie schwanger. Das ist ein greifbarer Fakt und scheint doch nichts klarer zu machen. Sie erwartet ein Kind, hat keinen Partner und steht vor einer Entscheidung, die ihr gesamtes Leben verändern wird: Will sie ein weiteres Kind bekommen?
Zwischen Glück, Angst und Verantwortung
- Ein literarischer Roman über Schwangerschaft, Mutterschaft und Selbstbestimmung
- Emotionale Auseinandersetzung über die Bedeutung von Mutterschaft
- Über Abtreibung, Kinderwunsch, Angst und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen
- Eine Hauptfigur, die zwischen Liebe, Panik und Verantwortungsgefühl ihren eigenen Weg sucht
- Eine intensive, gedanklich dichte Erzählung ohne einfache Antworten
- Der neue Roman der vom Feuilleton gefeierten Autorin Antonia Baum
Tag für Tag versorgt Laura in der gynäkologischen Praxis schwangere Frauen. Sie erlebt ihre Scham, ihre Geduld, ihre Freude und ihre Angst. Für manche ist eine Schwangerschaft das größte Glück, für andere eine Katastrophe.
Für Laura ist sie beides. Sie liebt ihr Kind und hat zugleich Panik bei dem Gedanken, es allein großzuziehen. Ihre Schwangerschaft zwingt sie dazu, über Mutterschaft, Verantwortung und die Erwartungen an Frauen nachzudenken.
Eine gedankliche Bewegung
"Achte Woche" ist in einer einzigen gedanklichen Bewegung erzählt, wie ein langer Atemzug, bevor etwas beginnt oder endet. Antonia Baum folgt Laura in einem Moment, in dem vieles greifbar scheint und doch nichts eindeutig ist.
Der Roman stellt Fragen, ohne sie vorschnell aufzulösen: Was bedeutet Mutterschaft? Wie verändert eine Schwangerschaft das eigene Leben? Und ist eine Frau tatsächlich darauf eingestellt, ihr Kind allein großzuziehen?